Ja, die Frage ob ich etwas „nicht mehr hören kann“ habe ich mir auch gestellt. Ich gehöre nicht zu den Esoterikern, die in jedem Bauchziepen eine metaphysische Botschaft wittern, aber man kann ja mal schauen und wird meist auch fündig. So wie eine Frau, die ich kenne. Sie hat oft Nebenhöhlenprobleme und meinte dazu ganz trocken: Kein Wunder, ich hab ja auch die Schnauze voll.

Was ich umgekehrt aber unmöglich finde ist, wenn das Ganze einen moralischen Anstrich bekommt. Das kippt auch in esoterischen Kreisen ganz schnell und letztendlich steht dahinter: die guten, harmonischen Menschen werden nicht krank, nur unausgeglichene Leute fangen sich etwas ein. Das ist natürlich Mumpitz, der aus den Tiefen der Schubladen „Schuld“ bzw. „Sünde“ gekrochen kommt. Damit macht man den Hinweis, den der Körper gibt, zunichte und kümmert sich nur noch um das, was die anderen denken könnten.

Apropos Krankheiten, am Wochenende war ich auf dem Geburtstag meiner Schwiegeroma. Und wie das immer so ist, die alten Leute kannten zwei Themen: Krankheiten und Ärzte (nüchtern) und allerlei fröhliche Anzüglichkeiten (nach den ersten Likörchen), mit denen sie sich köstlich amüsieren. So zum Beispiel, dass es jetzt für Männer einen sicheren Schnelltest für die Schweinegrippe gibt. Der geht ganz einfach: Hose runter und wenn dann da ein Ringel… – der Rest ging im allgemeinen prusten und gackern unter.

Ich liebe diese Geburtstage, alle haben so viel Humor und Lebenslust. Daneben sähe mancher Dreißigjährige wie ein Zombie aus. Sie können noch richtig feiern, auch wenn manchmal ganz unvermittelt die Traumata des Krieges hinein springen. Aber das gehört halt auch dazu.

Dieser ganze Jugendkult ist so absurd. Natürlich sind nicht alle Rentner gut drauf, aber wenn ich mal mein Umfeld überblicke, dann überwiegen in meiner Altersgruppe oft Verbissenheit, Unsicherheit und Zukunftsängste. Je nachdem, ob man sich an die allgemeinen Vorgaben halten will (Kinder kriegen, Haus bauen oder Wohnung kaufen, 2 Mal im Jahr in den Urlaub), gibts natürlich Extrastress. Da ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag schon wie ein Sechser im Lotto. Mit etwas Glück muss man nicht mal eine Blutprobe beim Vorstellungsgespräch abgeben, wie es bei einigen großen Firmen schon die Norm ist.

Vor einer Weile erlebte ich mit gleichaltrigen Freunden genau das, was Rainald Grebe genial in diesem Lied veralbert. Die Sache mir IKEA kam sogar genau so wörtlich vor! Dreimal dürft ihr raten, wo ich gewöhnlich nach Möbeln Ausschau halte… Da feiere ich doch lieber mit der Generation 70 +! ;)

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Ich bin wieder fit und munter. Die Ruhe hat gut getan, wobei ich mich im Nachhinein frage, ob es die Bazillen oder die Medikamente waren, die so ermüdend waren.

Jetzt bekommt der Körper erstmal Unterstützung, um die Reste der chemischen Bombe rauszufegen. Tausendgüldenkraut, Brennnessel, Löwenzahn…  Die grüne Apotheke ist mir entschieden lieber!

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So langsam bin ich über den gröbsten Berg, jetzt muss es noch abklingen. Danke für eure lieben Mails und Comments! Es geht alles etwas langsamer, als gedacht, was mich zuerst beunruhigt hat. Mir fehlt da jede Erfahrung, aber ein guter Freund, der so etwas öfter schon einmal hatte, hat mich über die wichtigsten Dinge aufgeklärt.

Bei der Auswahl der Heilmittel bin ich durchaus flexibel, frei nach dem Motto: Was heilt, hat Recht. Und so kombiniere ich Salbeitee, Copalrauch, After Eight Pralinen (in Maßen natürlich), meine geliebten Rauchquarze, heilendes Licht, ein Antibiotikum, Knoblauch, Früchte und deftige Suppen.

Dazu schöne Musik (es ist ja das Ohr), so gut ich im Moment halt hören kann. Es fiept und rauscht den ganzen Tag. Gut, das bin ich eigentlich gewohnt, aber mein normaler Tinnitus hat nicht diese Lautstärke. Doch wie das immer so ist: das Problem interessiert sich nicht dafür, ob du dir Sorgen darüber machst, ob du es unbekümmert angehst oder dich deshalb fertig machst. Das ist dein Privatvergnügen, dem Problem selbst ist das egal. Also rege ich mich nicht darüber auf und ignoriere es, so gut es geht. Frei nach Marion Dönhoff, die meine Oma sehr verehrt: Die Welt ist so, wie man sie sieht.

Ein umsorgender Mann und zwei begeisterte Katzen (Endlich wird sie wie wir und liegt tagsüber rum – klasse! Mach Platz, wir kommen!), die Bücher von Luisa Francia, den We Moon Frauenkalender mit seinen wunderbaren Bildern (natürlich habe ich ihn doch noch bestellt…) und Texten, das alles fügt sich harmonisch zusammen.

Meine Ungeduld nimmt langsam ab. Ich darf auch mal krank sein. Es ist kein Weltuntergang. An diesem Punkt merkt frau ganz gut, wenn sie sich in Sachen Perfektionismus-verlernen noch in der Übungsphase befindet – aber Übung macht die Meisterin!

 

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Manchmal gibts Drama, Baby. Und so zuckelte ich am Sonntag raus nach Taucha, zum HNO-Arzt, der Bereitschaftsdienst hatte. Der meinte erst humorvoll-anerkennend zu mir: Da haben wir einen recht ordentlichen Befund. Und dann: Das ist eine schwere Mittelohrentzündung.

Ich fühlte mich etwas überrumpelt, geht das denn so schnell? Vor etwa 12 Stunden war ich nur ganz normal erkältet gewesen. Ja, das kann so schnell gehen.

Nun gut, dann nehme ich ausnahmsweise mal Antibiotika und werde den Wochenstart gemütlich angehen lassen. Ein bißchen arbeiten, aber behutsam.

Karten lege ich aber erst ab Mitte der Woche wieder (wenn ich dann wieder fit bin), das funktioniert einfach nicht, wenn man mehr als nur einen Schnupfen hat.

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Die versprochenen Märchenbilder – zum Träumen! Gibts so etwas überhaupt noch in Kinderbüchern? Ich habe manchmal den Eindruck, es sollen nur noch Marken geschaffen werden. „Prinzessin sowieso“ und die „Löwenente“ – oder wie sie alle heißen. Und diese Marken werden dann mit einer breiten Produktpalette unters Volk gebracht.

Heute muss sich alles rechnen, erklärte mir mal ein Illustrator. Früher hatte er viel Zeit um seine Kreativität für Projekte spielen zu lassen, heute soll alles schnell und effizient gehen. Da bleibt wenig(er) Stoff zum Träumen.

eine Fee

„Im Märchenwald ist heut Konzert“

… was den Fuchs betrübt

… aber die Ameise kommt!

“ Das Mädchen und der Regen“

Frauenfreundschaften

Des Teufes Großmutter – na, wer das wohl ist?!

Überhaupt konnte man sich auch vortrefflich gruseln…

… zum Beispiel mit dem diabolischen „Blaubart“.

„Hans Clauert“ war da schon deutlich entspannter.

Das traumhafte „Schneepferd“:


Und natürlich: russische Märchen!



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der Feuervogel – eine traditionelle  Darstellung

Der Feuervogel flog Samhain vorbei und ich bin immer noch dabei, das alles zu ordnen. Die slawischen Ahnen machten sich bemerkbar, dieses Fest steckt doch voller Überraschungen. Der eine Teil meiner Familie stammt aus Frankreich, adlige Hugenotten, die vor der Protestantenverfolgung nach Preußen flüchteten. Leider hat sich der Titel mit der Zeit verheiratet, das wär´s ja mal gewesen. ;)

Die andere Hälfte war nicht weniger protestantisch und flüchtete vor Maria Theresia nach Preußen, weil die Vertreibung nach Siebenbürgen keine besonders schöne Aussicht war. Diese Linie führt nach Österreich-Ungarn, aber irgendwann verliert sich das alles im Nebel der Geschichte.

Ganz wichtig waren sicher auch die russischen Zaubermärchen, mit denen ich groß geworden bin. Die Märchenbücher der DDR waren einmalig, auch gestandene Künstler waren sich nicht zu fein, so etwas zu illustrieren. Ich muss mal in meinen Bücherkisten kramen und ein paar Fotos machen.

Interessanterweise lernt man in den Zaubermärchen auch mehr über Magie und Vorstellungswelt, als in den wissenschaftlichen Büchern. (Trotzdem nicht schlecht: „Mythologie und Götterwelt der slawischen Völker“ von Zdenek Vana.)

Die wissenschaftlichen Bücher betonen natürlich männliche Gottheiten und deren Kulte, während in Märchen zahlreiche Frauenfiguren eine wichtige Rolle spielen und natürlich das Wissen um magische Prüfungen, (Ver)Wandlungen und Zaubermittel, wie z.B. Kämme, die man hinter sich wirft und die zu einem dichten, schützenden Wald werden.

Viele Märchen lesen sich wie Lehrstunden in Zauberei – aber eben auf die alte Art und Weise. Nicht das Offenkundige, sondern die verborgene, gestaltende Kraft und der Umgang mit ihr werden beschrieben.

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Ach ja, diese angeblichen „Todesfälle ohne Vorerkrankung“, bei denen man hinterher erfährt, dass es eben doch ganz anders war. Die (vorwiegende) momentane Form der Berichterstattung kommt mir aus früheren DDR Tagen noch eigentümlich vertraut vor… Die Pharmaindustrie drückt auf die Tube oder ist es die Politik, die sich keine Vorwürfe anhören möchte, so viel Steuergeld in diese Konzerne investiert zu haben?

Denkt man an die Vergleichszahlen der normalen Grippe, dann fragt man sich, warum nicht jedes Jahr der Notstand ausgerufen wurde und das öffentliche Leben zum erliegen kam?

Na, soll dieser Irrsinn nur toben. Man kann den Deutschen ja vieles vorwerfen (wenn es „die“ Deutschen denn überhaupt gibt), aber manchmal hat die skeptische Gründlichkeit eben auch Vorteile.

Hier noch ein Video einer meiner Lieblingssendungen aus dem BR, quer:

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heute Morgen an der Elster

Der Morgen war ein einziges Bad in GELB. Der reinste Farbrausch – auch das ist Samhain!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Catrina bittet zum Tanz

„Machst du auch Voodoopuppen? Ich will nämlich meinen Ex…“ – oh je! Wenn eine Mail schon so anfängt, dann fällt bei mir die Klappe runter.

Auch spitze: „Machst du nur weiße Magie oder kann man bei dir auch Voodoo kriegen?“ – So viele Vorurteile in so wenigen Worten unterzubringen, ist schon eine Kunst. Denn natürlich ist Voodoo schwarze Magie – sieht man doch auf den ersten Blick, es kommt ja von Schwarzen.

(Diese Anmerkung ist dunkelschwarzer Humor! Ich habe auch einige schwarze Klienten und weiß natürlich, wie verletzend diese ewigen Voodooklischees sind. Ganz so, wie es früher bei den Hexen war: die wollen natürlich auch nur Böses und sind mit dem Teufel im Bunde – schon klar!)

Das bedeutet ja zuerst einmal: weiße Magie ist Kinderkram, mit dem sich nur Leute aufhalten, die aus gefühlsduseligen Gründen zu so etwas wie einem Gewissen neigen und sich nichts „Richtiges“ trauen.

In diese Kategorie gehören auch Anfragen, die in etwa so lauten:

“ Du sollst machen, dass er nie wieder eine andere Frau anschaut und nur noch mit mir zusammen sein will! Er soll mit keiner anderen Frau mehr reden (der arme Kerl – das gibt ja schon an der Supermarktkasse Probleme!) und er soll auch nicht an andere Frauen denken.“ (Na, seine Mutter wird sich aber mächtig freuen, wenn sie nie wieder etwas von ihrem eigenen Kind hört.)

“ Ich will, dass er wie ein Hund vor mir winselt und mich um Vergebung bettelt.“

“ Sein ***** soll bei keiner anderen Frau (na, den Rest könnt ihr euch ja denken…). „

Da soll doch mal einer behaupten, Frauen wären nicht zu Machtgier, Hinterhältigkeit und totalem Besitzstreben fähig. – Weit gefehlt! Da kannst du noch so viele Infoseiten auf die Homepage bringen, noch so sehr an Vernunft und einen positiven Zugang zur Magie appellieren: das geht bei manchen da rein und dort gleich wieder raus.

Das sind genau die Leute, die dann später ankommen, nachdem sie irgend jemanden gefunden haben, der ihnen das Gewünschte versprochen hat und bitterlich weinen, dass er sie mit Schulden überhäuft hat. Dass er gewalttätig wurde (das Opfer solcher Machenschaften wehrt sich immer irgendwann…), dass er gar nicht mehr wie früher ist (Wie auch? Ihm wurde ein großes Stück der Seele geklaut bzw. auf Eis gelegt!) und man ihn jetzt lieber wieder loswerden will. – Soso, dein Spielzeug ist kaputt und soll jetzt auf den Müll? Menschenwürde, was war das doch gleich?

Oh je… Was sagte meine Großmutter immer: Denken ist die erste Bürgerpflicht.

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Hibiskus @ night

Den halben Tag streikten Telefon und Internet, ich versuchte es mit Gelassenheit, was ganz gut gelang.

Samhain steht vor der Tür. Ich mag dieses Fest sehr gerne, es verdichtet die Energie und gibt oft den Ausschlag für das ganze kommende Jahr.

Zeit für die Ahnen und die, die vor uns da waren. Das bedeutet übrigens nicht, eine Séance abzuhalten, wie ich es letztens gefragt wurde. So spannend sind die auch gar nicht und man weiß zudem nie, wen man wirklich an der Strippe hat. Ich habe mal an so etwas teilgenommen, aber das ist nicht die Form von Kontakt, die ich suche.

Wobei es schon interressant ist zu sehen, wie unterschiedlich der Spiritismus bewertet wird: hierzulande ja eher negativ, während z.B. in vielen spanischsprachigen Gebieten Amerikas Bücher, wie die von Allan Kardec, fest in jeden spirituellen Haushalt gehören.

Ein paar Dinge würde ich mit diesem Fest gerne abschließen, doch ich fürchte, sie werden sich noch etwas länger ziehen. Oder auch nicht? Gerade sprang (wieder) Eshu in mein Leben und bei ihm weiß man nie. Das Leben gibt uns die Karten, aber wir spielen sie aus. Es wird Zeit, sie mal wieder ordentlich durchzumischen.


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