
Imbolc steht so langsam vor der Tür und wie jedes Jahr freue ich mich riesig darauf. So schön die Wintersonnenwende auch ist, erst zu Imbolc merkt man wirklich, dass die Tage wieder länger werden.
Zur Reinigung und Erneuerung bietet sich an Imbolc oder an den Tagen drumherum ein Birkenblätterbad an, mit vielen weißen Kerzen am Wannenrand. Dazu kann man eine Tasse voll getrocknete Birkenblätter mit ein bis zwei Litern heißem Wasser übergießen (ich persönlich bevorzuge 70-80°, also nicht ganz kochendes Wasser) und abgedeckt etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Dieser Birkentee kommt dann ins Badewasser, es kommen keine weiteren Zusätze dazu.
Die weißen Kerzen und das Wasser lassen einen natürlich an Brighid denken, die eng mit dem Fest verknüpft ist und deren Elemente Feuer und Wasser sind. Ich gestalte ihr oft einen kleinen Altar zu diesem Fest, meist schon eine Woche vorher und danach darf er auch noch ein paar Tage stehen bleiben.
Für mich sind die Jahreskreisfeste generell eher wie eine Welle, die anbrandet, ihren Höhepunkt erreicht und dann langsam wieder verebbt, ich empfinde das nicht so stichtagartig, nach dem Motto: genau heute ist das Fest und dann ist es schon wieder vorbei. Es ist mehr eine Energie, die in der Luft liegt, die man daher auch ohne Datum und Kalender spürt.
Über Imbolc-Vorfreude habe ich gestern auch schon gebloggt, mir geht es da genau wie dir!
Brighid ist ohnehin auch eine meiner favorisierten Göttinnen und ein Bild von ihr kommt demnächst definitiv auf den Altar – und dazu singt dann Lisa Thiel von der Göttin und Imbolc. Für mich beginnt das neue Jahr zu Imbolc erst so richtig, Frühlingsputz, Frühblüher, summende Bienen – das hat so eine “jetzt geht es los”-Stimmung.
BB
Liath