Es ist wohl kein Zufall, dass das Wort HandlungsSPIELräume heißt. Wenn der Blick starr wird und Unruhe aufsteigt, ist eine spielerische Energie gefragt, um die bedrückende Situation aufzubrechen.
Ich muss da immer an eine Schnurre der Zigeuner denken: Ein Zigeuner wird wegen irgend einer Lappalie zu zwanzig Stockschlägen verurteilt. Er ist verzweifelt und bitte den Richter um wenigstens eine kleine Sache, nämlich dass er sich selbst aussuchen kann, in welcher Lage er verprügelt wird. Der Richter stimmt dem zu. Als die Strafe vollstreckt werden soll, springt der Zigeuner unter die Bank und sagt: Na dann haut mal feste zu!
Wir brauchen viel mehr Witz und Humor, auch und gerade in Krisenzeiten. Sich selbst nicht so bitterernst nehmen und vor allem sich nicht ständig für den Mittelpunkt der Welt zu halten, eröffnet die erwähnten Spielräume. Man kann es sich schwer machen oder man kann es sich leicht machen, das hat man selbst in der Hand. Oft ist es viel wichtiger darüber nachzudenken, wie man mit etwas umgehen will, als mit der Situation an sich zu hadern.
Sich selbst nicht allzu erst nehmen und einfach mal den Blickwinkel ändern ist wichtig. Aber manchmal auch sehr schwierig, weil viele Dinge so eingefahren sind. Aber Dinge bzw. Situationen von einer anderen Seite betrachtet sind vielleicht nicht mehr so “dunkel”. Auch mal über sich selbst lachen, wenn es denn geht, das tut sooooo gut