Schatzi, Kartenlegen & Mojos

Schatzi ist da

Aaach, verdammt. ;) Das hat mich jetzt doch beschäftigt mit dem Board und auch wenn ich oft nicht die Entscheidungsfreudigste bin: wenn ich weiß was ich will, dann bitte pronto. Rechtzeitig vor Pfingsten ist also Schatzi angekommen, sie kriegt noch einen richtigen Namen.

Ich habe mir ordentliche Schützer für Knie, Handgelenk und Ellenbogen dazu besorgt, eine Ritterrüstung ist nichts dagegen. Die alten Schützer vom Inlineskaten (damit bin ich komischerweise nie warm geworden und habe mich konsequent angestellt wie der erste Mensch) kommen mir daneben wie Kinderspielzeug vor. Manche Sachen kauft man wohl besser im Fachhandel.

Nach Pfingsten (wenn noch alles dran ist *g*) werden die Kärtchen wieder gewetzt, so langsam habe ich es richtig vermisst. Aber wie bereits geschrieben, ich musste mich einfach reinhängen beim Buchtext, da ich innerlich erst Ruhe finde, wenn eine größere Seitenzahl beisammen ist. Ich habe noch reichlich Zeit und mein Lektor lacht immer, wenn ich mit meinen Zeitsorgen ankomme (Frau Seifert, Sie geben doch sowieso wieder früher ab.). Er hat völlig Recht, aber das beeindruckt meinen kleinen Gedankenhamster nicht im geringsten, der dreht das Rädchen fleißig weiter. Was auch Vorteile hat, so komme ich tatsächlich kaum in Zeitnöte.

Die neuen Mojos sind auch schon fast fertig, sie gehen dann nächste Woche online, wenn alles komplett ist.

So, jetzt wünsche ich euch aber erst einmal wunderschöne Pfingsttage, sonnig und mild, wie man es mag! :)

P.S.: Schnappschüsse

rechts neben dem Rechner

links neben dem Rechner

Nachdem ich heute früh gewettert habe (wat mutt, dat mutt, wie die Norddeutschen sagen), gibts zum Ausgleich was Süßes, zwei Schnappschüsse, die ich gerade gemacht habe.

Wenn es fast 30° im Zimmer sind und man versucht, seine sieben Gedanken zusammen zu halten, ist Motivation von entscheidender Bedeutung *hüstel*. Könnte das mal jemand meinen Katzen mitteilen? :D

Petition II

Über 80.000 Leute haben die E-Petition gegen die Zwangsrentenversicherung für Selbständige gezeichnet, nicht schlecht. ;) Ob´s was bringt wird man sehen. Bei den Hebammen gabs damals ein großes Medieninteresse und genutzt hat es ihnen im Endeffekt doch nichts.

Ich habe mich gewundert, dass die Medien die jetzige Petition so gut wie gar nicht aufgegriffen haben. Wenn man bei Google News die Suchworte “Petition Selbständige” eingibt, erhält man gerade mal 59 Treffer, sogar das Wort “Erdbeerkuchen” hat mehr Nachrichten im Web.

Ich war nie jemand, der auf den Staat geschimpft hat und fand immer, dass man selbst sein Glück schmieden muss, so gut es eben geht. Aber bei vielen Dingen verfestigt sich der Eindruck, dass sie nicht zufällige unglückliche Verkettungen sind, sondern politisch genau so gewollt sind, weil wieder irgendwelche Lobbys die dicken Schecks oder sonstige Vergünstigungen angeschleppt haben.

Interessant und erhellend war letztens ein Soziologe, der in einem Bericht zeigte, dass der viel beschworene demografische Wandel nicht etwa seit dem Pillenknick, sondern nachweislich bereits seit den Goldenen 20ern stattfindet. Damals wurde meine Großmutter geboren, das ist 90 Jahre her und in der Zwischenzeit hatte niemand die Muße, darüber nachzudenken?

Und dann immer noch die allgegenwärtige Stimmungsmache, um die Leute gegeneinander auszuspielen. Ständig wird irgend eine Gruppe zum Underdog erklärt und darauf eingehackt, als würde das irgend jemanden weiterbringen. Wer Hilfe braucht wird stigmatisiert, ist plötzlich ein “Schmarotzer”. Die Jungen werden gegen die Alten ausgespielt (“Rentnerschwemme”), die Kranken gegen die Gesunden (“Hätten Sie mal…, dann würden Sie jetzt nicht…” / Kranksein als Schuldfrage) und immer munter so weiter.

Wo leben wir hier eigentlich? Ach ja, in einem der reichsten Länder der Erde, in dem laut UN Bericht 2,5 Mio. Kinder und 13% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Es gibt Sachen, die gehen einfach nicht in meinen Kopf.

dies und auch das

Die Arbeit am Buch geht voran, es war gut es für einen Monat komplett in den Fokus zu stellen. Ein Freund meinte: Nimm dir doch lieber einen Tag die Woche dafür frei, aber das funktioniert nicht, da ist man vom Kopf her noch nicht richtig drin und der Tag ist schon wieder vorbei.

Dieser Monat ist so holperig, ständig hat man freie Tage und schon steht Pfingsten vor der Tür. Ich hoffe auf gutes Wetter, dann werden die vielen Stunden am Schreibtisch mit Bewegung ausgeglichen. Rückblickend frage ich mich: Wie habe ich das all die Jahre ohne nennenswerte Bewegung ausgehalten?

Da war im Hinterkopf der Gedanke: Sport macht man halt, um schlank zu bleiben, brauch´ ich nicht. So ein Unsinn. Wer schonmal im Schwimmbad war weiß, dass Gewicht und körperliche Fitness nichts miteinander zu tun haben. Das macht sich für die Werbeindustrie ganz nett, aber in Wirklichkeit gibts genügend Menschen, die über oder unter dem Schönheitsideal von “sportlich schlank” liegen und richtig was drauf haben. Nach dem viel beschworenen BMI hätten die Klitschkos Übergewicht, das sagt doch schon alles.

longboarden

Getreu dem alten Motto: “Use it or loose it.”, habe ich am Wochenende mal was Neues ausprobiert: longboarden. Das ist wie Skateboarden, nur das Brett ist länger und anders gebaut, man steuert es über Gewichtsverlagerung. Eine super Sache für die Motorik und nebenbei ein Riesenspaß.

Wenn man es kann, kann man damit entspannt asphaltsurfen. Wenn nicht, zeigen einem kleine Mädchen um die sieben Jahre auf ihrem Skateboard, wo der Hammer hängt. Sie haben nicht gelacht, was ich ihnen hoch anrechne. ^^ Wäre das Brett nicht viel zu groß für sie gewesen, hätte ich sie mal eine Runde damit drehen lassen, es war so süß, wie die Kleinen andächtig zum Papa flüsterten: “Guck mal, ein Longboard.”. Richtig so Mädels, wer will schon Püppchen spielen, wenn es was zu erleben gibt?

Ich für meinen Teil war schonmal froh, mich (meist) oben zu halten und vorwärts zu kommen, sowie am Rasen vorbei zu lenken, bevor ich hinein brettere. Alles weitere wird der Sommer bringen.

Neumond im Stier oder in den Zwillingen

Nachdem sich heute ein Aufreger-Thema eingeschlichen hat, möchte ich aber auch noch zum geplanten Thema kommen und das ist der Neumond am Montag in der Frühe, um genau zu sein um 1.48 Uhr.

Das Zeichen ist da schon uneindeutiger, der Mond wechselt um 1.06 Uhr vom Stier in die Zwillinge, letztendlich färben also beide Zeichen den Mond mit ihrer Energie ein. Wer Sonntag Abend feiern möchte, bei dem ist es eher eine Stier-Geschichte, am Montag Abend ist es Zwillinge.

Den Stierneumond hatten wir schon, daher komme ich mal zu den Zwillingen, die es streng genommen ja auch sind. Die Zwillinge sind kommunikativ, mitteilsam auf allen Ebenen, im Grunde genommen also das extrovertierte Gegenteil der Neumondenergie, die doch eher nach innen geht, ins Dunkel, in die Tiefen.

Wobei man das auch anders sehen kann. Gerade beim Neumond gibt es mehr als nur diese eine Sicht. Das Dunkle kann auch als Basis des Lebens berachtet werden, als Nährboden, in dem sich das, was kommen wird, gut geschützt vorbereiten kann. Ein Samen keimt erstmal in der Erde, bevor die ersten Blättchen zum Vorschein kommen, ein Kleines ist erstmal monatelang im Bauch, im Ei oder an einem sonstigen geschützen Ort, bevor es schlüpft bzw. sich daran macht, seinen Lebensraum zu erobern.

Der Neumond kann also Ruhepunkt und Startpunkt sein, je nach Sichtweise. Wenn man ihn als Startpunkt betrachtet, kann man mit der Zwillinge-Energie Dinge einrühren, die im weitesten Sinne die Kommunikation betreffen. Zum Beispiel wichtige Gespräche unterstützen, Bewerbungen, behördliche Dinge, Romanzen, künstlerische Projekte, Familienthemen die angesprochen werden sollten, Freundschaften beleben usw..

Das ist ein sehr breit gefächertes Thema, im Grunde kann man gar nicht nicht kommunizieren. Selbst wenn man nicht kommuniziert teilt man damit mit, dass man nichts mitteilt.

Petition für Selbständige

Aus aktuellem Anlass der Hinweis auf eine E-Petition, es geht um die Zwangsversicherung von Selbständigen in der Rentenversicherung, in der Süddeutschen ist ein Interview mit dem jungen Mann, der sie gestartet hat. Im Grunde erklärt der Petitionstext alles schon ganz wunderbar, da muss man gar nicht mehr viel dazu sagen. Bis Dienstag kann noch mitgezeichnet werden. Interessant auch, dass das zuständige Ministerium das alles nicht selbst einschätzen kann und dafür mal eben ein Milliönchen bei McKinsey versenkt.

Wenn das wirklich kommt, können sich viele kleinere Selbständige ihren eigenen Job nicht mehr leisten. Was fällt den Politikern eigentlich noch alles ein? Die gehen anscheinend immer noch vom reichen Selbständigen aus, mit drei Autos vor der Villa und Privatsekretärin.

Die Realität sieht anders aus. Manche Selbständige sind ja nicht mal freiwillig selbständig, sondern wurden von den Betrieben rausgedrängt, weil man freie Mitarbeiter viel günstiger beschäftigen kann, als eigene Angestellte. Viele Selbständige mit tollen Ideen, aber auch Leute, die ihr Leben in die Hand nehmen um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen, verdienen nicht gerade üppig, kommen gerade so über die Runden. Jetzt mal ehrlich: wer hat in den ersten Jahren schon die Rücklagen, um monatlich ca. 400 Euro für eine Versicherung abdrücken zu können? Das ist doch völlig illusorisch. Da ist man froh, wenn man Miete und Krankenkasse beisammen hat. Die Versicherungslobby klatscht doch mal wieder Däumchen.

Mir gehts nicht darum, dass Selbständige nicht vorsorgen sollen, ich bin selbst ein kleiner Vorsorgefuchs und genau deshalb möchte man nicht in irgend etwas reingedrängt werden, unabhängig davon, ob es überhaupt machbar ist für den Einzelnen. Prozentual am Einkommen bemessen, wie bei der Krankenkasse, das hätte ich ja noch verstanden, aber pauschale Beiträge sind doch völlig an der Realität vorbei gedacht.

Ich hätte Glück, weil ich über 30 bin und dann gibts vielleicht wieder andere Lösungen (oder auch nicht, wenns schlecht kommt). Aber warum sollte jemand, der ein bißchen jünger ist, schlechter da stehen? Das ist doch auch wieder die reine Willkür. So wird der Gründergeist von vorn herein abgewürgt und wir sind eh schon kein Land, in dem sich viele Menschen diesen Schritt trauen würden, obwohl einige gute Ideen haben, aus denen sich was machen lassen würde.

neue Mojos in Sicht

Platz ist in der kleinsten Hütte

Schatzis

Mittlerweile sind die Mojos vom Monatsanfang schon wieder weg, das ging echt fix, aber es werden in nicht allzu weiter Zukunft wieder neue kommen. Ich habe tolle Stoffe entdeckt und erwarte noch eine Perlenlieferung, unter anderem mit afrikanischen Altglasperlen, die noch wie vor hundert Jahren in Handarbeit hergestellt werden.

Da bin ich wie ein Trüffelschwein im Standby, wo auch immer tolle Perlen aufblitzen, schlage ich zu. Im tiefsten Herzen unterscheide ich nicht wirklich zwischen “edlen” Steinen, normalen Steinen, Glasperlen usw., mir ist egal, was wieviel kostet, das bestimmt nicht seinen Wert. Es geht um den Spirit, den es mitbringt, die Energie an sich und wie sie zu anderen Dingen passt.

Als Kind habe ich (sehr zum Verdruss meiner Eltern, dabei habe ich mich nie geschnitten und hatte eine Tetanusimpfung) Glasscherben von der Straße aufgesammelt, das waren meine Schätze, ich fand sie wunderschön und greife bis heute zu, wenn ich irgendwo eine schöne Scherbe finde. Die schönsten findet man am Meer, sie sind schon ganz abgeschliffen von den Wellen. Diese alte Liebe zum Glas entdeckte ich wieder, als ich vor ein paar Jahren anfing, in die Welt der Perlen einzutauchen.

Vor ein paar Monaten hatte ich dann durch eine Teilnehmerin des Hexenkurses ein Aha-Erlebnis, sie meinte: Glas wird mit Quarzsand gemacht. Na klar, Quarz! Manchmal liegen die Dinge so nahe beieinander, dass man den Wald vor Bäumen nicht sieht.

Mojos sind für mich mehr als nur Glückssäckchen. Klar, sie machen ihren Job und nach allem, was man so hört, machen sie ihn gut. Aber damit ein Mojo richtig in Schwung kommt, muss für mich mehr dabei sein, als einfach nur Basiszutaten und die sollen dann das Gewünschte anziehen. In Notfällen geht das natürlich, da beißt die Maus keinen Faden ab, manchmal muss es fix gehen im Leben. Aber wenn man Zeit hat, kann man kreativ werden. Letztendlich ist ein Mojo ein Wohnort für gute Geister und ein kleines Universum magischer Zutaten, die im Außen bewirken sollen, was im Innen verpackt ist. Das darf schon gemütlich und ansehnlich sein, sie sollen sich ja wohlfühlen und gerne bei einem vorbei schauen.

alles neu…

… genau, im Mai! Ich weiß, nicht sehr einfallsreich der Spruch, aber es stimmt. Und wie das bei mir immer so ist, erstmal ausmisten, dann kann Neues nachkommen.

Die Info-Seiten auf der Homepage habe ich aufs Altenteil geschickt, sie kamen mir altbacken vor. Oder sagen wir´s anders: das Web hat sich weiter entwickelt, jedenfalls empfinde ich es so.

Es geht weg vom Einzelnen, der sich hinstellt, eine Homepage macht und darauf seine Ansichten verkündet. Jetzt vernetzt man sich, tauscht sich aus, stellt zusammen etwas auf die Beine. Das finde ich großartig! Ich unterhalte mich viel lieber, als die Oberlehrerin zu spielen (dafür habe ich ja noch die Bücher *g*).

Ich habe das Blog hier zum Beispiel nie als “mein” Blog empfunden, sondern sehe es vor dem geistigen Auge wie ein Café (na gut, Kaffee müsster selbst mitbringen ;) ), also eine Art Treffpunkt im Web, wo ich die Gastgeberin bin, aber ganz bestimmt nicht allein da sitzen will. Ich mag viele Meinungen, viele Ansichten und Blickwinkel auf die Welt. Natürlich respektvoll und in gegenseitiger Achtung, aber das Modell “Frontalunterricht” hat halt auch im Web ausgedient und ich finde das klasse.

Bücher schreiben

Das ist ganz witzig: beim Bücherschreiben sprudeln auch immer die Gedanken fürs Blog. Letztens war ich wirklich baff, da fragte mich jemand, ob es anstrengend sei ein Buch zu schreiben, er wolle das nämlich auch tun. Es ist nicht nur anstrengend, es ist auch noch wunderschön, nervenaufreibend, beglückend, ermüdend, inspirierend.

Wer ein Buch schreiben möchte, sollte nicht auf Bequemlichkeit aus sein. Ideen treiben einen schonmal mitten in der Nacht aus den Federn und wollen aufgeschrieben werden, man ist in einer Art Standby, wie diese süßen Fächergarnelen, die da sitzen und mit ihren großen Fächerhänden Plankton fangen.

Aber das alles ist nebensächlich, wichtig ist doch, ob man ein Thema hat und etwas sagen möchte. Man darf nicht nach Verkaufszahlen schielen, Fakt ist: es gibt zauberhafte Bücher, die kaum jemand kennt und es gibt Trash, der sich wie geschnitten Brot verkauft. So ist das Leben halt.

Vom Bücherschreiben allein leben zu wollen (wir hatten das schon früher) ist sehr unrealistisch, auch wenn anscheinend viele davon träumen. Ich spiele ungerne die Mahnerin, aber dafür bräuchte man sehr viele Leser/innen und das kontinuierlich über einen langen Zeitraum oder so viele auf einen Batzen, dass man ein für alle Mal ausgesorgt hat.

Spielen wir mal ein bißchen mit den Zahlen und nehmen spaßeshalber an, man will eine halbe Mio. verdienen, die bis zum Lebensende reichen soll. Die Jahre ziehen sich, Miete, Krankenkasse & Co. wollen jeden Monat bezahlt werden. Für 30 Jahre würde einen diese Summe mit knapp 1.400 Euro (brutto, was bekanntlich nicht netto ist) im Monat versorgen. Falls man 90 wird, sollte man das Buch also nicht zu früh schreiben, sonst wirds zum Schluss eng. Nehmen wir an das Buch kostet 10 Euro. Dann müsste man bei einer mittleren Autorenmarge etwa 500.000 Exemplare verkaufen. … und begeistere erst einmal so viele Leute für ein und dasselbe Buch! ;)

Was ich sagen will: Wenn, dann schreibt man besser aus Liebe und Leidenschaft zum Buch, aber den Job würde ich jetzt nicht gleich kündigen.