Das mit der Feinfühligkeit

tea time

Beim Hexenkurs ist die Feinfühlingkeit gerade wieder ein richtig großes Thema. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sie. Außenstehende stellen sich das faszinierend vor: Vorahnungen haben, Dinge träumen, spüren, was andere nicht so leicht spüren können.

Das stimmt schon, aber alles hat sein Licht und seinen Schatten. Viele – gerade wenn man noch nicht weiß, wie man damit umgehen soll – würden sich manchmal einen Aus-Knopf wünschen. Einige würden ihre Fähigkeiten liebend gerne eintauschen und genauso »robust« und unempfindlich sein, wie andere es sind.

Ein guter Freund von mir hat Wahrträume. Da würden manche denken: Wow, das muss ja spannend sein. Aber er träumt nur schlimme Dinge im Voraus, für ihn ist das eher eine Belastung. Wenn er sagt: Ich hatte wieder einen Traum…, denkt man automatisch: Hoffentlich nicht von mir.

Generell haben manche dieses Frühwarn-System und finden es alles andere als schön, weil sie immer nur negative Vorwarnungen bekommen und nichts dagegen tun können.

Feinfühligkeit ist auch eine tolle Sache, aber auch noch im überfüllten Supermarkt und ähnlich stressigen Situationen?

 

Manche – ich gehöre auch dazu – neigen durch das zwischen-den-Zeilen-lesen zum »Fettnäpfchen-Syndrom«. Man befindet sich dabei in Gesellschaft und es gibt ein Thema, von dem niemand sonst weiß und das die Betreffenden tunlichst nicht ansprechen wollen.

Was passiert? Man fängt prompt mit genau diesem Thema an, weil es unterschwellig so präsent ist. Das kann so weit gehen, dass es hinterher heißt: Warum hast du ihr davon erzählt, warum fängt sie jetzt genau damit an? Natürlich hatte niemand etwas erzählt, die beiden Personen waren nur so sehr damit beschäftigt, dass man es unbewusst aufgegriffen hat, ohne zu ahnen, was eigentlich los ist.

Mit Überraschungen kann es auch schwierig werden. Mein Mann hatte einen Ausflug mit Überraschungs-Ziel geplant. Ich war natürlich neugierig, gucke ihn an und sehe auf seiner seiner Stirn das Wort: Wörlitz. Das Wörlitzer Gartenreich! Es stimmte. Zum Glück bin ich nicht immer so auf Zack, man würde sich jede Überraschung verderben.

Denn im Gegensatz zu dem, was manche denken, ist man nicht den ganzen Tag im Standby. Manche befürchten ja auch, dass man ihre Gedanken lesen kann. Aber das wäre viel zu kraftraubend. Man bekommt mit, wenn irgendwo der Haussegen schief hängt, aber sicher nicht jedes einzelne Wort, das jemand im Kopf hat.

 

Manchmal schreiben mir Menschen, die nicht an »so etwas« glaubten und deren Weltbild erschüttert ist. Sie haben das für Scharlatanerie gehalten, aber plötzlich haben sie selbst Wahrträume, sehen Dinge, bevor sie passieren usw. Das kann ein richtiger Schock sein.

Wer es von klein auf kennt, der versteckt es oft, um nicht als komisch zu gelten. Aber wenn es einen später im Leben spontan erwischt, kann das wirklich überraschend sein. Was passiert mit mir? Drehe ich jetzt durch? Nein, kein bißchen. So etwas ist ganz natürlich.

Ich denke, dass es im Wortsinn natürlich ist: die Natur hat den ein oder anderen damit ausgestattet, um feinfühlig Dinge für die Sippe wahrzunehmen, wir leben ursprünglich ja in Kleingruppen als Menschen.

Man sagt heute, dass etwa jeder 4. oder 5. hochsensibel ist. Das geht gut auf, so hat rein rechnerisch jede Sippschaft ein bis zwei Leute, die das können und ist in der Hinsicht gut versorgt.

 

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Deutsches Blatt mit Damen – Skatkarten

Vielen Dank für den Leserkommentar beim Beitrag zum deutschen Skatblatt mit Damen! Damit es nicht untergeht, auch an dieser Stelle den Hinweis: Es gibt aktuell eine neue Auflage dieses Blatts mit Damen (anstelle des Obers).

Das ist wichtig für alle, die gerne mit dem deutschen Blatt Karten legen (oder Skat spielen… soll es ja auch geben 😉 ) und den Ober nicht immer zur Dame erklären wollen.

Ihr findet das Deck hier im Onlineshop des Altenburger Kartenladens, im Museumsshop in Altenburg gibt es die Karten sicher auch.

 

Mit den Toten leben anderswo

Gestern kam auf arte eine Doku über die vorchristlichen Totenbräuche in Svanetien (Georgien), hier kann man sie sich online anschauen. Da ist manches dabei, das wir auch kennen (die besondere Bedeutung von weißen Speisen, Lichter bzw. in dem Fall Feuer auf der Friedhof usw.).

Der Beitrag über den fröhlichen Friedhof von Maramures (Rumänien) ist auch noch da, ihr findet ihn hier, das ist eine schöne Einstimmung auf Samhain.

Ich habe auf vielfachen Wunsch ein Video zum Ahnengedenken gemacht, es muss nur noch geschnitten und hochgeladen werden, dann gibt es auch dazu noch etwas.

 

Alternativen zum Räuchern & Duftstoffe generell

Es gibt ein neues Video und die Frage dahinter wird oft gestellt: Was kann ich tun, wenn ich mit Düften eine zauberhafte Atmosphäre schaffen will, aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht räuchern möchte?

Ein paar Anregungen dazu findet ihr im Video und ich schweife auch ein bißchen ab zum Thema Duftstoffe generell und dem bewussten Umgang mit ihnen.

Heutzutage wird man permanent von künstlichen Düften begleitet, wenn man nicht aufpasst. Früh fängt es mit parfümierten Kosmetika im Bad an und dann geht es munter so weiter. Viele Geschäfte verwenden Raumparfums, um die Kunden in Kauflaune zu bringen oder ihr Image per Duft zu kommunizieren.

Vom Haushaltsreiniger bis zur Duftkerze wabern uns Chemie-Cocktails entgegen, deren Wirkungen und Wechselwirkungen oftmals unklar sind.

Wer sich ein bißchen informiert, stellt schnell fest, dass künstliche Duftstoffe viele Nebenwirkungen haben können. Und sie begegnen uns jeden Tag wild gemischt, meist nehmen wir es gar nicht mehr wahr.

Gerade weil ich um die Wirkung von Düften weiß, möchte ich da ein bißchen sensibilisieren, dass man bewusst hinschaut und auswählt.

 

Jahresanalysen

Weil bereits die ersten Anfragen kamen: auch in diesem Jahr gibt es wieder Analysen zum neuen Jahr, alles wichtige dazu findet ihr hier in den News auf der Seite.

Manches Jahr hat es sich etwas geknubbelt und daher erweitere ich den Zeitraum diesmal von Samhain bis zu Imbolc, was die magische Orakel-Zeit des Jahres ganz gut umfasst.

 

Dieses Jahr kommt Samhain ohnehin mit großen Schritten. Ich bin die kleinen Winke der Lieben von »drüben« gewohnt, seit etwa zwei Wochen geht das richtig munter zu. Bei manchen spürt man, dass sie sich mittlerweile gut eingerichtet haben. Die Energie ist nicht mehr flatterhaft, sondern warm und weich.

Vielleicht liegt es daran, dass ich im Umfeld viel mit dem Thema zu tun hatte, was die Weltsicht sehr verändert. Es ist wichtig an den Tod zu denken, auch wenn alles in unserer Kultur davon ablenkt.

Ich finde es wichtig nicht zu leben, als wäre alles unendlich, sondern nachzudenken: Was mache ich mit meinem Stückchen Zeit.

Dann fängt man erst so richtig an zu leben. Paradox, aber wahr. Ich weiß genau, dass ich eine gute Tasse Tee »drüben« ganz schön vermissen werde und genieße jede einzelne. 😉 Auch wenn es eine schwierige Art zu lernen ist, aber wenn man mit dem Tod konfrontiert ist, klärt sich vieles ein für alle Mal, ohne dass man noch einmal darüber nachdenken muss.

 

Freunde und Familienmitglieder, die kaum etwas mit dem Thema zu tun haben, haben zur Zeit einige Fragen, die mit „Du bist doch vom Fach…“ beginnen und mit ungewöhnlichen Erlebnissen in der letzten Zeit enden. Geht es euch auch gerade so?

Deshalb ist es gut, wenn man Jahreskreisfeste nicht mit der Stoppuhr feiert. Einfach offen sein für das, was ist. Wie ich schon öfter gesagt habe, sie sind wirklich mehr wie Wellen. Es gibt einen Vorlauf, es gibt eine starke Phase und dann ebbt es langsam wieder ab. Und wie man dieses Jahr gut sieht, kann es im Vorlauf bereits hoch her gehen.

 

Sammelphase

Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen auf Youtube. Ich sammele die Themen jetzt und freue mich schon auf die Videos. Es sind viele, spannende Sachen angefragt worden.

Ich bereite das in Ruhe vor, überhaupt denke ich gerne über Dinge nach, bevor ich etwas dazu sage (naja, meistens…).

Manchmal sind Menschen sehr unter Druck: Wann sagt sie denn nun was? Warum kommt da nicht sofort eine Antwort? Vermutlich bin ich ein lebendes Fossil, aber ich nehme mir Zeit über etwas nachzudenken, wenn ich nicht gleich den Weg sehe. Wem wäre mit einem Schnellschuss gedient?

Schnell in die falsche Richtung gerannt bringt einen viel später und mit deutlich mehr Krafteinsatz ans Ziel, als ein Moment mehr Zeit – und der richtige Weg tut sich auf.

 

In letzter Zeit kommen öfter mal Medienanfragen und selbst die hektischsten Mitmenschen wirken daneben wie ein stiller, ruhender See. Schnell, jetzt, sofort, warum kam da keine Antwort am Wochenende? Wenn jemand so an die Sache herangeht, schwant einem schon, wie es vor der Kamera laufen wird…

Deshalb bin ich – und da bin ich wahrlich nicht allein – so dankbar, dass es die sozialen Netzwerke wie Youtube, Blogs, Instagram usw. gibt. Da darf man ausreden, da kann man direkt miteinander kommunizieren und jeder kann sich ein eigenes Bild machen.

Es ist stimmt nämlich nicht, dass Medienauftritte immer gut sind. In meinen Anfängen war ich öfter mal beim Radio oder im TV unterwegs. Mein Umfeld hat sich gefreut: Das ist bestimmt gut für dich! War es aber gar nicht. Es war auch nicht schlecht, es hat einfach keinen Unterschied gemacht.

Ich glaube das liegt auch am Thema. Im Spirituellen, sei das mit den Karten, mit Ritualen oder den inneren Wegen, geht man in die Tiefe. Also weg von der Oberfläche und die meisten Menschen empfinden das auch so. Das ist das genaue Gegenteil von Hypes und diesem Druck auf grobe emotionale Tasten, wo Zwischentöne nur stören.