Die Ahnen ehren

Nach langer Pause gibt es ein neues Video auf Youtube! Diesmal geht es wieder um eure Fragen und hier speziell um die Verehrung der Ahnen.
 
Das Thema ist oft noch seltsam weit weg, vom Gefühl her. Aber immer mehr Menschen interessieren sich dafür und wer weiß, wo wir in zehn, zwanzig Jahren stehen.
 
Viel Freude mit dem Video! Es ist etwas länger geworden, aber das Thema ist auch wirklich umfangreich:

Absender gesucht

Nach der Sommerpause lag in meinem Postfach ein hübsches, selbst gestaltetes Lenormand und Skat Deck. Die Absenderin oder der Absender bat mich mit Pseudonym um meine Meinung dazu.

Vielen Dank für die Karten, das war wirklich eine schöne Überraschung, aber ohne Adresse wird das schwierig! 😉 Falls es die betreffende Person liest: Bitte sende mir noch deine Adresse zu, dann antworte ich gerne.

Der Baum des Lebens

 

Erkenntnis ist eine stachelige Frucht, sagt ein altes und – wie wir alle wissen – nur allzu wahres Sprichwort. Will man sich altem Wissen annähern, muss man oft über Symbole gehen. Ironischerweise ist es gar nicht so verborgen, wie oft gesagt wird. Es liegt praktisch vor unserer Nase. Wir müssen nur lernen, altbekanntes mit offenen Augen zu sehen.

Nehmen wir einmal die Schlange im christlichen Kontext. Je länger man darüber nachdenkt, desto holpriger wird es. Die Schlange gehört zu den ältesten spirituellen Symbolen der Menschheit. Weit älter als viele heutige Religionen und so gründlich diffamiert und verteufelt, dass beim besten Willen niemand mehr an die alte Erdgöttin dahinter denkt.

Und trotzdem blitzt es oft noch durch: überformt, verdreht, aber es ist da. Die Schlange am Fuß des Weltbaums und der Adler oben in seinen Wipfeln, ein uraltes Bild. Der Adler, Symbol des Vatergottes, Zeus & Co. lassen grüßen. Die Schlange, schon immer verbunden mit Mutter Erde und dem Element der Fruchtbarkeit, dem Wasser.

* * *

Maria steht manchmal auf einer Schlange, da ist es fast noch offensichtlich. Am besten noch mit einer Mondlichel dazu, dem alten Symbol der Göttinnen, das in Form von Lunula-Amuletten auch bei uns noch bis weit in die Christianisierung hinein beliebt war. Und dann denken wir an die Sache mit Adam und Eva, da wird es erst richtig eigenwillig, aber dazu gleich mehr.

Man fragt sich: Warum wurden an so zentralen Stellen Schlangen eingebaut? Eigentlich wäre es nicht nötig, sie dort als Symbole einzuflechten. Maria würde auch gut ohne Schlange auskommen (oder doch nicht?). Beim Lebensbaum war die Schlange wohl unumgänglich und musste wenigstens negativ gedeutet werden.

Das Wissen um diese Symbole muss also eine gewisse Zeit noch gut im Bewusstsein der Leute verankert gewesen sein, sonst hätte man es elegant verschweigen können und keine Umdeutung vornehmen müssen.

* * *

Die ganze Sache im Garten Eden wird unstimmig, je länger man darüber nachdenkt. Da haben wir einen Lebensbaum, inklusive Schlange und einer Frucht.

Vermutlich ein Granatapfel, wenn man die Ursprungsregion des Mythos bedenkt. Er ist ein uraltes Göttinnen- und Fruchtbarkeitssymbol, rot wie das Leben und die vielen, kleinen Kerne in der runden Form sprechen für sich.

* * *

Aber das ist noch nicht alles. Die beiden ersten Menschen stehen neben dem Baum, fast wie Ask und Embla in der germanischen Mythologie. Die ersten Menschen-Paare haben in vielen Mythen etwas mit Bäumen zu tun und auch die kleinen Seelchen (Kinder) kommen von Bäumen. Sind sie sich ähnlich, sind sie „aus demselben Holz geschnitzt“- bis heute verwenden wir diesen Ausdruck, auch wenn wir seinen Ursprung oft nicht mehr kennen.

Das erinnert auch an die slawischen Stickereien, in denen Vögel im oder am Baum sitzen, ein uraltes Symbol für die Seelen im Lebensbaum, die darauf warten, wieder geboren zu werden. Oft sogar mit Göttin inklusive, hier ist ein schönes Beispiel dafür, natürlich in rot gestickt, der Farbe des Lebens.

Die ganze Paradies-Szene wirkt surreal, jedenfalls sobald der Gott JHWH (heute als „Gott“ bekannt, trotzdem ein Gott unter vielen und das auch in der Bibel, wie man zum Beispiel hier nachlesen kann), in Erscheinung tritt.

* * *

Vorher sind es zwei Menschen, die am Lebensbaum stehen und von der weiblichen Schlange(ngöttin des Lebens) eine Fruchtbarkeits-Frucht bekommen. Vielleicht um kleine Seelen aus dem Lebensbaum ins echte Leben zu bringen?

Gut möglich, dass ursprünglich alles ganz anders gemeint war. Die ganze Sache mit dem Baum spielt jedenfalls in der spirituellen Welt (dem sprichwörtlichen Paradies) und die beiden sind Ur-Ahnen. So etwas findet man auch anderswo auf der Welt. Eigentlich überall auf der Welt, um genau zu sein.

Stellt sich nur noch die Frage, warum Erkenntnis eigentlich schlecht sein soll und bestraft werden muss? Dazu wird wohl jeder seine eigene Antwort finden.

Trotzdem ist es möglich, dass ein Gott im Ursprungsmythos eine Rolle gespielt hat, nur vielleicht eine ganz andere. Vielleicht war es ursprünglich ausgewogen zwischen der Schlangengöttin und dem Gott „da oben“ im Baum. Vielleicht war er – symbolisch gesprochen – einmal ein Adler und die Situation im Gleichgewicht?

Wie so oft gilt: Die Götter der vorhergehenden Religion werden zu den Dämonen der darauf folgenden gemacht. Es lohnt sich genau da hinzuschauen, wo man im ersten Moment denkt, alles zu kennen. Und Erkenntnisse zu gewinnen, denn Unwissenheit ist sicher kein Paradies.

Wieder da!

Da bin ich wieder, aus dem Urlaub zurück und wie immer: bitte habt etwas Geduld bei den Antworten auf die aufgelaufenen Mails, sie werden eine nach der nächsten beantwortet.

Bei Mails mit allgemeinen Fragen ist es so, dass ich mir die Fragen notiere, sie sammele und für Youtube oder auch hier für´s Blog vormerke, wenn ich sehe, dass bestimmte Themen viele Leute interessieren. Ich kann sie nur selten beantworten, das ist einfach eine Zeitfrage.

Auf der anderen Seite gibt es viele interessante Fragen und ich denke, es ist ein guter Kompromiss, sie für alle zu beantworten. So gehen gute Themen nicht verloren und auf einen, der fragt, kommen bekanntlich zehn, die es auch gerne wüßten (das kennt man ja noch vage aus dem Mathe-Unterricht😉 ).

Wenn jemand detaillierte, persönliche Fragen hat, gehört das ein eine Beratung, sei es mit den Karten oder in eine spirituelle Beratung, ich schreibe ja auch maßgeschneiderte Rituale (und werde es irgendwann auch noch schaffen, das mit auf die Homepage zu schreiben).

So etwas kann ich nicht einfach mal nebenbei beantworten, denn das braucht erstens Zeit und zweitens wäre es unfair gegenüber allen, die auf reguläre Beratungs-Termine warten.

Bei den Beratungen muss ich ohnehin mal schauen, die langen Wartezeiten von zuletzt um die drei Wochen sind sehr lang. Natürlich soll man sich darüber freuen, aber auf der anderen Seite ist das eben wirklich eine lange Zeit. Es kann also sein, dass ich – vorübergehend – nur Stammkunden annehme, wenn es mal wieder eng wird.

Manchmal fühle ich mich da wie ein Facharzt, ich kann jedenfalls verstehen, wie schwierig es sein kann, die Termin-Listen nicht ins uferlose wachsen zu lassen. Und auf der anderen Seite weiß ich auch, wie ungerne man selbst lange wartet. Versuchen wir es also erst einmal mit diesem Kompromiss.

Wie es gerade ausschaut, könnt ihr wie immer direkt auf der Kartenlegen-Seite einsehen (ggf. auf „aktualisieren“ klicken, falls der Browser nicht automatisch neu lädt, damit ihr den aktuellen Stand habt).

Dann starten wir mal durch, ich freue mich schon auf die Themen des Herbstes (aber erstmal hoffen wir noch auf einen möglichst langen Sommer, so ein bißchen Sonne kann man schon noch vertragen, bevor Nebel, Nässe und Kälte anmarschiert kommen…).

Die Auswertung der Umfrage und aktuelles

sternschnuppe

So, dann bringen wir mal Ordnung in die Chose, bevor ich mich auf die Söckchen mache und frei nach Oscar Wilde die Sommerpause verbringe:

Muße, nicht Arbeit ist das Ziel des Menschen.

Wobei der Meister der spitzen Bemerkungen auch wußte, dass das eine Herausforderung sein kann, denn:

Gar nichts tun, das ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt.

Nun denn, ich nehme die Herausforderung an! 😉

* * *

Aber kurz noch zu allem wichtigen. Wer es noch nicht gesehen hat: das neue Thema des Monats ist online, diesmal zu den Sternschnuppen (jetzt ist schließlich beste Sternschnuppen-Zeit) und den alten Überlieferungen und Aberglauben dazu.

* * *

Der Juli ist schon um, aber wie vesprochen steht ja noch das Ergebnis zur Umfrage zu euren Wünschen aus. Erst einmal vielen Dank für eure Anmerkungen, Emails und Kommentare.

Den ersten Platz unter den Wünschen teilen sich zwei Themen. Da ist einmal ein Kurs über die Skatkarten, der auch vorher schon immer wieder nachgefragt wurde.

Die gute Nachricht: ich habe bereits angefangen. Die realistische Nachricht: es wird noch ein wenig dauern, denn sowas braucht Zeit. Natürlich kann man schnell einen Kurs zusammenstricken, aber damit ist niemandem geholfen. Man will ja nicht nur wissen, wie es geht, sondern auch, wie man mit typischen Stolpersteinen und Herausforderungen beim Kartenlegen umgeht.

Wie einfach es ist, wenn man es kann, das ist ja keine Kunst. Der Weg dorthin ist das spannende und da gibt´s keine Abkürzungen.

 

Das zweite wichtige Thema war der Hexenweg im Alltag: Wie lebt man das? Denn Rituale sind ja nicht alles. Hexe zu sein bedeutet mehr, als immer mal ein paar Wunschkerzen anzuzünden. Ich denke dieses Thema werde ich hier im Blog und bei Youtube vertiefen. Darauf gibt es keine schnellen Antworten, aber man kann es einkreisen und ein Gefühl dafür wecken.

Praktisch als Unter-Thema dazu wurde auch mehrfach nach dem Alltag mit den Göttern gefragt und generell wie man gut mit seinem Team „auf der anderen Seite“ zusammenarbeitet.

 

Ein weiteres Thema waren DIY-Videos zu allen möglichen Themen, wie Mojos machen, Kräuter und Räucherwerk, Edelsteinwissen usw. Dazu gibts auch schon viel im Hexenkurs (von dem man auch einzelne Lektionen nehmen kann, viele Fortgeschrittene machen das zum Beispiel so).

Generell wird immer wieder um Videos gebeten, gerne auch als richtiger Kurs. Ich muss mal schauen, wie und wann das möglich ist. Ihr kennt das sicher aus dem eigenen Leben: So viele Ideen, so wenig Zeit. Aber ich hab´s auf dem Schirm!

 

Wenn wir schon bei den Videos sind, mehr Beispiel-Legungen mit den verschiedenen Kartendecks sind auch ganz oben auf der Wunschliste. Gut, dass ihr das sagt, denn ich hätte von mir aus gedacht: Da habe ich schon ein paar gemacht und ihr sollt euch nicht mit der x-ten Beispiel-Legung langweilen. So kann man daneben liegen, besser man fragt mal nach! 😉

 

Außerdem gab es noch weitere Anfragen zu Klassikern, wie Ritualen und deren Aufbau, altem Mondwissen und zum Beispiel, wie man seine Karten reinigt, was es mit der Priesterschaft der alten Gottheiten auf sich hat, ob ich nicht noch mehr Gottheiten besprechen kann auf Youtube und was es mit Geisterkontakten auf sich hat.

Auch die afrobasierten Traditionen, wie Vodou, Candomble, Umbanda usw. sind ein Thema, sowie die Traditionen des fahrenden Volkes. Und überhaupt: wie man heute, inmitten all der Möglichkeiten seinen eigenen Weg gestaltet. Ist alles notiert!

 

So, ihr Lieben, noch einmal vielen Dank für euer lebhaftes Feedback. Manche haben sich richtig viel Mühe gemacht und lange Mails geschrieben, sowas ist in unserer schnelllebigen Zeit nicht selbstverständlich und ich danke euch dafür.

Jetzt bin ich erstmal in der Sommerpause, Kommentare sind noch ca. bis Mittag möglich, dann bin ich weg, denn Urlaub ist Urlaub und wenn man ihn nur halb macht, kann man ihn auch ganz lassen.

Habt eine gute Zeit, ab dem 22. August bin ich zurück! 😀

 

 

Endspurt!

Erst einmal ein frohes Lammas an alle! Ich werde es kommendes Wochenende feiern, hier steppt diese Woche noch der Bär. Denn bis zum „Betriebsende“ ist noch ein bißchen Zeit, um genau zu sein: diese Woche. Die kommenden zwei Wochen bis zum 22. August bin ich dann in der Sommerpause und beim Kartenlegen war schon ein Weilchen alles ausgebucht.

Bei den Kursen sind Neuanmeldungen wacklig, das kann noch klappen, ich kann es aber nicht garantieren. Wer schon dabei ist und noch fix die ein oder andere Lektion nehmen will: besser heute oder morgen, das kann sonst echt knapp werden. Wie immer: bitte direkt bei claire@hexe-claire.de melden.

*

Das muss ich mittlerweile oft dazu sagen, denn ich lese nicht jeden Tag in sozialen Netzwerken. Dazu habe ich nicht die Zeit und einen anderen Fokus.

Als Autorin muss man lange Aufmerksamkeits-Spannen kultivieren, wo man nur kann. Ich habe festgestellt, dass ich nur schreiben kann, wenn ich nicht ständig irgendwo rumzappe. Ich mache kein Multitasking (man ist schneller ohne) und habe mir „nur mal schnell gucken“ fast völlig abgewöhnt.

Der Flugmodus ist mein bester Freund, in kurzen Pause geht kein zwanghafter Blick aufs Display. Ich langweile mich lieber, denn Langeweile lässt neue Ideen aufsteigen, wie Gedanken-Blasen, die nur hochkommen können, wenn der See still ist.

Wenn du kreativ sein willst, lies kein Kreativ-Magazin, sondern langweile dich! Kein Scherz, anfangs ist es noch ein bißchen nervig, man langweilt sich eben wirklich. Aber plötzlich hebt sich der Vorhang und Ideen (nicht selten x mal übersehene) fragen mit sanfter Stimme, ob man sie nicht langsam mal umsetzen möchte.

Ähnliches hatte ich auch im Newsletter erwähnt, denn es gibt öfter mal Zuschriften nach dem Motto „du als Youtuberin“ oder „du als Bloggerin“.

Aber das bin ich nicht, ich bin Hexe und die Ratsuchenden kommen immer zuerst. Youtuber sind Leute, die in perfekt ausgeleuchteten Studios sitzen, die wie ihr privates Wohnzimmer aussehen sollen und deren Manager viel Geld damit verdienen. (Ist doch so…😉 )

Das ist nicht meine Welt. Ich schreibe gerne, ich mache auch gerne Clips für Youtube oder lade einen Schnappschuss bei Instagram hoch. Soziale Netzwerke machen Spaß, das sehe ich nicht verbissen. Aber es ist eben nicht der wesentliche Teil meiner Arbeit, der passiert ganz diskret und ohne großes Aufsehen.

*

So, aber nochmal zurück zum Text: wir hatten kürzlich den „Eure Wünsche“-Beitrag hier im Blog und ich habe bereits alles zusammengetragen, die Veröffentlichung der Ergebnisse kommt demnächst.

Schwierige Zeiten

Das geht ja wirklich Schlag auf Schlag im Moment, auch in den Kursen ist es gerade ein großes Thema: Was ist da los? Dreht die Welt langsam durch?

Es sind große, lange Prozesse, die wir kaum überschauen können, die mit Gesellschaften an sich zu tun haben, denn nichts kommt aus dem Nichts.

Wenn es chaotisch wird, versucht man am besten mit dem Herzen zu sehen und in all dem medialen Aufruhr kommt ein stiller Gedanke: Was ist eigentlich mit den Opfern? Überall geht es um Täter, die Polizei, das Internet, was auch immer.

Sogar in solchen Momenten interessieren sich alle für die (vermeintlich) Starken, die Täter. Das finde ich bezeichnend. Natürlich stehen jetzt alle unter Schock und Angehörige oder Zeugen solcher Taten haben andere Sorgen, als Interviews zu geben.

Aber was machen die Medien? Da geht es fast nur um die „Macher“, die Täter. In einer Sendung kam eine Mutter, die in Winnenden ein Kind verloren hat, zu Wort und für mich waren ihre Worte, ihr Schmerz und ihre Emotionen so viel aussagekräftiger als alles sich-hochschaukeln und berauschen daran, wie viele Waffen jemand hatte, wie viele Tote es gab (acht, nein doch schon neun).

Es geht um Menschen, nicht um Zahlen. Es geht um Schmerz, Verzweiflung, Wut, Trauer und all die anderen Dinge, die unsere Hochglanzgesellschaft so gerne unter den Teppich kehrt. Da werden nicht nur neun Menschen erschossen, da werden Familien, Freunde und Bekannte mitverletzt, denn deren Leben ist nie mehr wieder wie zuvor. Das sollte auf den Headlines stehen, denn das ist die Realität, die niemand mehr rückgängig machen kann.

*

Ich hatte das schon im Interview letztens anklingen lassen: unsere Zeit hat zu viel Feuer (Wut, Machtwille, Power) und zu viel Luft (Über-Kommunikation, Gerüchte, oberflächliche Meinungen, auf alles aufspringen und es schnell wieder fallen lassen).

Wir brauchen mehr Erde: Boden, der unseren Wurzeln Halt gibt, damit wir nicht wegfliegen. Und wir brauchen Wasser, das Element der Gefühle, die das übermäßige Feuer löschen können, weil sie uns wieder mit uns selbst verbinden.

Die Elemente sind starke Symbole für das, was passiert. Ich setze mich zur Zeit intensiv damit auseinander, wie wir die Elemente-Arbeit (seit jeher unser europäisches Medizinrad) nutzen können, um mehr Balance zu finden.

Wir müssen alle etwas tun, die Zeit der großen Helden ist vorbei. „We don´t need another Hero“- Tina Turner hat es schon lange auf den Punkt gebracht.

Jeder muss etwas ändern und ein Stückchen mitmachen. Manchmal reicht es schon völlig aus, etwas Negatives wegzulassen. Auch das ist eine gute Tat. Die große Weltverbesserung fängt immer bei einem selbst an. Mitten im Leben.

Das ist nicht leicht. Den Meisten fliegt der Kopf weg. Job, Familie, immer am rennen, abends nochmal schnell die Mails checken und nein: dadurch, dass alle so leben, kann man sich eben nicht so einfach rausziehen. Solche Tipps kann man in den Skat drücken, dafür müssten Menschen alleine in sterilen Petrischalen leben.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass alle anfangen, dass alle mitmachen und aus vielen kleinen Stückchen zum Schluss eben doch ein großes Stück entsteht. So unbeholfen wir manchmal vielleicht auch sind, es hat doch niemand die große Lösung. Man muss anpacken, wo man etwas machen kann. So klein es auch sein mag, denn auch klein ist definitiv besser als nichts.