Jahreskartendiskussion

Ich bin wieder halbwegs fit. Seit heute kann ich sogar wieder normal sprechen, ohne zu krächzen. Wobei das Jahr generell krächzend begann: ich schaute früh aus dem Fenster und gegenüber rief eine Krähe drei Mal in meine Richtung. Das ist doch nett, da wird man gleich magisch begrüßt im neuen Jahr.

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Da es im letzten Jahr so viel Spaß gemacht hat, also auch in diesem Jahr wieder eine Jahreskartendiskussion! Das bedeutet: man zieht eine Karte aus den großen Arkana des Tarot für das Jahr 2012 und wer mag kann hier gerne mitdiskutieren, natürlich ist das auch anonym möglich. Dazu noch ein Linktipp: bei Albi Deuter gibt es unendlich viele Kartendecks in der vollen Ansicht, dazu Einzelkarten Direktvergleiche und vieles mehr, es ist wirklich eine tolle Seite.

Meine Jahreskarte in diesem Jahr ist wieder mal der Narr. Den habe ich öfter, also stelle ich mich auf Leichtigkeit, Freiheit, viel Denken (er gehört zum Element Luft) und manchmal auch ein paar Höhenflüge ein. Zum Glück hat er seinen Instinkt (den kleinen Hund) dabei, dadurch kann nichts passieren – wenn man auf ihn hört. Diese Aufgabe ist also im Blick zu behalten.

Auf der anderen Seite bedeutet der Narr auch: nicht zu viele Pläne machen, nichts zu fest zurren, es kann alles anders kommen als geplant. Ich sehe das als Kartenlegerin auch in Beratungen. Manche könnten so viel glücklicher sein, wenn sie einfach nur nicht so fest planen würden, wenn sie ihren Blickwinkel ein klein wenig erweitern würden, wäre alles schon gemildert, ohne dass sie sich irgend etwas dadurch vergeben würden. Offensichtlich ist diese Hausaufgabe auch für mich im neuen Jahr dabei. 😉

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6 Gedanken zu „Jahreskartendiskussion

  1. Liebe Claire & liebe „Follower“ 😉

    zunächst einmal lieben Dank für das „Erinnern“ an die Jahreskarte. Ich bin noch mitten im Rauhnachtkartenziehen, so dass ich die schöne Jahreskarte fast vergessen hatte.

    Ich habe mir nun den „Herrscher“ gezogen. Ich musste erst kurz überlegen, ob mir das so „recht“ ist, da ich irgendwie sofort an Stagnation dachte. Aber nein & jaaa natürlich gefällt mir das. Ich möchte dieses Jahr gern Stabilität in allen Lebenslagen erreichen und daran muss ich noch ein bisschen arbeiten, auch wenn ich schon daran gewerkelt habe. Für mich bedeutet der Herrscher auch Ehrlichkeit, Väterlichkeit, Kraft, Vertrautheit, Bodenständigkeit und auch Verantwortung, die es zu übernehmen gilt. Der Herrscher steht ein bisschen für meine Wenigkeit und vielleicht auch ein bisschen für einen starken Partner an meiner Seite, dem ich aber erst noch begegnen müsste 🙂

    Liebe Grüße!

  2. Dankeschön, liebe Claire 🙂 Da will ich doch gleich mal mitmachen.
    Ich habe am Tag an dem ich meine Jahreskarte gezogen habe, ein Märchen angeschaut (ich liebe im Moment diese deutschen Märchen- Neuverfilmungen, die gerade im Fernsehen laufen): Rapunzel. Besonders nachdenklich wurde ich bei der Stelle, als Rapunzel endlich nach Jahren die Gefangenschaft ihres engen Turms verlassen kann und dann während der Flucht mit dem Prinzen in ein neues Leben plötzlich umkehrt und freiwillig in den Turm zurückkehrt – weil sie Angst vor dem neuen Unbekannten hat (und wegen einer komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter). Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor, denn in letzter Zeit habe ich mich in vielen Bereichen schon ganz schön eingeigelt und zurückgezogen in eine vermeintliche Sicherheit und alle Pläne die Veränderung betreffen möglichst weit weggeschoben. Auch was meine Beziehung zu meiner Mutter angeht gibt es einges zu Klären, was ich bis jetzt vor mir her geschoben habe. Naja, und was ziehe ich dann als Jahreskarte? Den Turm! Irgendwie erstmal erschreckend, denn er ist schon eine ganz schön düstere Karte (und das Wort ’Katastrophe’, das bei der Karte mitspielt, mag ich ja auch nicht wirklich). Aber je mehr ich mich mit der Karte beschäftige, desto mehr freue ich mich auf die Energie, die mir dieses Jahr helfen wird Veränderungen anzugehen und endlich alten Ballast loszuwerden und Dinge zu klären. Und auch Erkenntnis und Geistesblitze spielen bei der Karte wohl eine Rolle. Die Karte hört sich für mich also nicht nach weiterhin gemütlichem Zurücklehnen an, aber nach Befreiung und Neuanfang – und darauf freue ich mich. Hatte von Euch schon mal jemand den Turm und kann mir seine Erfahrungen erzählen?
    Viele Grüße Katrin

  3. Bei mir ist es diesmal der Stern oder die Gerechtigkeit. Nach dem dem Turm letztes Jahr wäre schön ein paar „gerechte“ „Sternstunden“ zu erleben. Vieles ist bei mir kaputt gegangen. Nicht Aussen, sondern Innen. Das war hart und tat und tut mir immer noch sehr weh. Das hat mich viel gelehrt und weiß sehr viel mehr über mich und andere, aber dieses Wissen wollte und will ich nicht haben. Hach das Herz…. immer hat es Kummer. Mal ist es zuviel, dann wieder zu wenig.
    Aber es wird ja alles besser und ich stehe ja auch nicht mit leeren Händen da.
    Auf ein schönes 2012!

  4. Als Jahreskarte habe ich dieses Mal „Die Hohepriesterin“ gezogen. Offenbar hält dieses Jahr viel zu lernen für mich bereit, wenn ich mich für dieses Wissen auch öffne. Ich deute die Karte auch so, dass ich diese Erfahrungen möglichst „wertfrei“ begrüßen und sie auch umsetzen sollte. Vielleicht auch ein kleiner Wink, an meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten? 🙂

  5. Für Katrin:
    Der Turm ist, für mich, keine einfach Karte. Da geht es immer in die Tiefe, da wird alles auf null gestellt. Ich musste/wollte/sollte mich im letzten Jahr mit einigem Beziehungskram auseinander setzen. Ich hätte nie gedacht, dass die Problematik (immer Männer aussuchen,die mich nicht! wollen) soweit zurückreicht (ein Vater der mich nie wollte!). Aber du hast ja schon eine Vorwarnung erhalten und hast auch schon einen Überblick, was Dich erwarten könnte. Und letzten Endes ist es immer Deine Entscheidung, wie weit Du Dich diesem Wissen öffnest.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Kraft und Mut.

  6. Danke, Diana! Kraft und Mut werde ich brauchen 🙂 Aber ich bin trotzdem ganz zuversichtlich, dass ich dieses „auf Null stellen“ irgendwie brauche (und überlebe haha). Ich habe dazu vor einer Weile einen für mich (und den Turm) passenden Spruch gesehen: „Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“ (Anaïs Nin) – also, für mich 2012: alles neu! Wünsche Dir ein tolles neues Jahr mit dem Stern und der Gerechtigkeit (hört sich doch vielversprechend an)!
    Für Lailokeny: die Hohepriesterin finde ich eine super Karte und Deine Deutung dazu sehr passend, auch für Dich alles Gute für 2012! Und allen anderen natürlich auch!!

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