Hexenfeste klein & fein

Frühling lässt sein blaues Band…

Wie kann man Hexenfeste klein und doch fein feiern? Eine Zuschrift brachte mich auf dieses Thema. So mancher Teenie möchte zu Hause keine langen Diskussionen und daher lieber diskret die Jahreskreisfeste feiern, aber auch allgemein stark eingespannte Menschen (und wer ist das nicht?) haben oft nicht die Kraft oder den Raum, um ein Jahreskreisfest zu gestalten.

Das hat dann schnell was von: „Das nun auch noch, ich weiß gerade beim besten Willen nicht, woher dafür eine Idee nehmen.“.

Aber: zusammen sind wir stark – und kreativ! 😉 Warum nicht mal vor den Jahreskreisfesten Ideen zusammentragen, wie man sie trotz aller Herausforderungen feiern kann? Jede/r kann mitposten, natürlich auch anonym, nur heraus mit den Ideen, Beltane steht vor der Tür!

Für mich persönlich stehen die Farben weiß, rot und grün zu Beltane in Vordergrund, die müssen in Form von Kerzen, Blumen oder Bändern vorhanden sein. In stressigen Jahren habe ich manchmal einfach Blüten in eine Schale mit Wasser gegeben, dazu Kerzen und ein wenig Waldmeisterbowle für alle, am Abend eine Meditation und ein sich einfühlen in die Energie des Festes – das war´s. Und es war nicht schlecht

Dinge anpassen, ohne sie zu verwässern, das ist der Weg. Dabei sollte man auch respektieren, wie man gestrickt ist. Die einen lieben Party, die anderen sind eher ruhig. Ich bin bei den Ruhigen, setz mich irgendwohin, bleibe eine Weile sitzen und weiß, was ich wissen muss.

Für mich wäre ein Jahreskreisfest auch komplett, wenn ich im Grünen (im Winter nicht ganz so Grünen) sitze, die Antennen ausfahre und mich voll und ganz in die umgebenden Eindrücke fallen lasse. Andere würden da sagen: Och nee, das ist mir zu öde, da muss schon etwas mehr Stimmung rein!

Es ist wichtig, dass man das respektiert und natürlich auch die Lebensumstände, ob man Kinder hat und mit einbeziehen möchte oder Eltern, bei denen man noch wohnt, wie Freunde oder Bekannte zu spirituellen Dingen stehen oder auch die/der Partner/in, all das sollte man mit ins Auge fassen. Schon allein daraus ergeben sich vielschichtige Voraussetzungen, so dass es ein „Schema F“ gar nicht geben kann.

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8 Gedanken zu „Hexenfeste klein & fein

  1. Ich finde es schön, ein kleines Eckchen, ein Plätzchen am Fenster oder im Regal her zu richten. Eine Postkarte mit einem schönen Motiv oder eine Kerze oder ein Blüte oder schöne Steine oder ein schönes Glas in das man ein gutes Getränk gibt… ach es gibt so viele kleine und doch so schöne Möglichkeiten. Ein kurzes Innehalten, ein langer Spaziergang im Schweigen.
    Meiner Meinung nach spricht auch gar nichts dagegen ein Konzert, eine Motto Party zu besuchen und sich dabei seine eigenen Gedanken zu machen.

    Euch allen ein schönes Beltane….

  2. Bei mir ist das Feiern immer sehr abhängig vom jeweiligen Fest und natürlich auch meiner Stimmung. Während ich Samhain und Jul eher ruhig und bedächtig feiere, ist Beltane für mich ein Fest, wo es mich nach draußen drängt: erst ins Grüne, dann unter Menschen. Wild und frei um’s Feuer tanzen, singen, flirten und Frühlingskräuter und Honigwein genießen, bevor es wieder an die Arbeit geht, die eben nötig ist, bevor man die Ernte (auf welchem „Feld“ auch immer) einbringen kann. Gott und Göttin sind an diesem Tag für mich sehr präsent und ich ehre sie auf jedwede Weise, die mir gerade einfällt.

    Schön finde ich auch kleine jahreszeitfestliche Basteleien, dieses Jahr versuche ich mich mal an einem Mini-Maibaum. Auch eine selbstgemischte Räucherung aus saisonalen Kräutern und Blüten, die man zuvor gesammelt (oder notfalls gekauft) und nach Belieben getrocknet hat, lässt ein bisschen Stimmung aufkommen,selbst wenn man ein Fest drinnen verbringen möchte oder muss.

    Außerdem unaufwändig und bisweilen sehr aufschlussreich finde ich kleine (oder große) Meditationen oder Trancereisen. Zu Samhain wollte ich beispielsweise mal eine Ahnenreise machen, landete dann aber irgendwie bei Hekate (zugegeben war mir der Gedanke an sie auch angenehmer als der an etwaige Ahnen), zu Mabon ging es in einen Seelengarten und Imbolc schien mir perfekt, um Brigid zu besuchen (wäre ich nicht eingeschlafen … 😉 ). Wenn ich über das Thema das Festes meditiere, nehme ich mir als Anregung auch gern eine Tarotkarte vor, die das jeweilige Fest für mich repräsentiert. Beltane zum Beispiel wäre da „Die Liebenden“ oder „Die Herrscherin“, Litha „Die Sonne“, Mabon „Der Eremit“ usw.

    LG
    Liath (heute als Labertasche unterwegs 😉 )

  3. Das ist ein tolles Thema!

    Zu Beltane hätte ich auch noch gern ein paar Ideen. Ich persönlich experimentiere da noch.
    Vll. auch für die Küche? Etwas, das man auch für eine Person zubereiten, kochen oder Backen kann? (Die meisten Rezepte lohnen in so kleinem Rahmen und auf die Schnelle nicht wirklich…bzw. ich bin nicht so der Typ, der Abends um 1/4 vor 8 noch die letzten Zutaten kauft und sich dann noch gehetzt in die Küche stellt – obwohl ich viel von Küchenmagie halte.)

    Letztes Jahr habe ich meine Birken mit roten Bändern geschmückt und Grablichte (ich hatte gerade keine anderen roten Kerzen zur Hand, die man draußen aufstellen konnte) darunter im Kreis aufgestellt. Dann habe ich mich einfach dazu gesetzt, die Dämmerung betrachtet und einer Amsel zugehört. (Bevor jetzt jemand denkt, ich sei Großgrundbesitzer oder Lageristin für Grabdekoration: „meine“ Birken sind nur 1 m hoch und wohnen im Topf. D. h. mein Fest war recht kleinformatig.) ;O)
    Davor das Jahr war ich auf einer mittelalterlichen Veranstaltung, die ein großes Maifeuer mit Tanz und Musik rund ums Feuer angeboten hat. Das war schön. Nur leider etwas sehr kommerziell.

    Dieses Jahr würde ich auch gern mit Gleichgesinnten feiern. Allerdings müßte ich das auch organisieren – wozu wieder einfach die Zeit fehlt.

    Liebe Grüße,

    Amira

  4. Bei uns hat es sich irgendwie eingeschlagen, dass zu Festtagen (Jahreskreisfeste, Voll- und Neumonde) immer irgendwas los ist. Wenn wir die Wohnung voll haben mit lieben Leuten, koche ich einfach etwas dem Fest angemessenes und konzentriere mich auf die irdischen Aspekte des Festes. ^^

  5. Ich meine auch es kommt immer ganz drauf an um welches Fest es sich handelt und wieviel Zeit man gerade hat. Grundsätzlich finde ich es immer toll etwas saisonal / festlich passendes zu kochen oder zu backen und auch zu dekorieren (Wohnung / Altar, wie auch immer). Je nach Anlaß und zeitlichem Rahmen kann man ein kleines Ritual abhalten, eine Räucherung zu Ehren von jemand bestimmtes anzünden oder vielleicht Karten legen – je nachdem welches Fest eben. Für Beltane weiß ich dieses Jahr ehrlich gesagt noch nix. Vermutlich wird wieder ganz spontan auf der Terasse was „gezaubert“ und dazu ein Gläschen Wein getrunken. Jedenfalls werd ich nicht irgendwo in den Mai tanzen gehen, sondern den Abend eher schön ruhig zuhause verbringen.

  6. Schön, wie viele Anregungen hier zusammen kommen.

    Kochen und backen sind Themen, die ich in diesem Jahr auch definitiv stärker vertiefen möchte bei den Festen. Wenn man an Ostern oder Weihnachten denkt, sind sie so stark mit bestimmten Lebensmitteln verbunden, vom Osterei und Süßkram bis zur Weihnachtsgans und Lebkuchen.

    Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen, aber eben auch das Spirituelle, wenn man es mal genauer betrachtet. Die Hingabe der ganz normalen Leute galt doch schon immer der Ausgestaltung von Festen, ob es nun Heiligentage waren (und sind) oder die Jahreskreisfeste, es muss halt auch ein bißchen handfest sein. 😉

  7. Ja, Essen und Trinken verbindet uns eben auch mit der Erde und erdet uns – ganz handfest. :O)
    Es verbindet uns mit den Jahreszeiten und der Natur, die uns umgibt.
    Es kann uns auch mit den Ahnen verbinden, denn gewisse Speisen, haben die auch zu ganz bestimmten Zeiten und Festen gekocht – von (Ur-)Omas Rezeptbuch angefangen…
    Scott Cunningham empfielt zu Beltane u.a. Waldmeister und Haferspeisen. Aber dem bin ich noch nicht nachgegangen.
    Ein weites, spannendes Feld. ;O)

  8. Hallo ihr Lieben,
    da Beltane nun schon lange her ist und Samhain vor der Tür steht, wollte ich euch gerne nach eurer Meinung fragen, was genau bei Samhain gefeiert wird. Ich habe gehört, dass es eigentlich das Ende des Jahres ist und man bei diesem Fest nochmal den Blick auf das letzte Jahr wirft und seine eigene Entwicklung reflektiert und sich dann bedankt.
    Mich würde sehr interessieren, wie ihr das seht und wie ihr Samhain feiert.
    Ich freue mich über eure Anregungen!

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