Man kann nicht alles haben!

Zur Zeit ist das mein Lieblingssatz, ich verstehe ihn aber nicht negativ, sondern ganz im Gegenteil, als beruhigend normal. Einfach lächelnd mit den Schultern zucken und sich sagen: „Tja, man kann eben nicht alles haben.“, kann ungemein befreiend sein. In unserer Zeit ist es fast noch wichtiger zu wissen, was man weglassen will, als zu wissen was man will. Fast natürlich nur, aber wichtig ist es.

Man muss auswählen, das braucht ein bißchen Ruhe und die Erkenntnis, dass die Welt nicht untergeht, wenn man nicht überall mit von der Partie ist. Die Idee des grenzenlosen Wachstums hat sich mittlerweile in alle möglichen Lebensbereiche hinein gefressen. Das ist unrealistisch. Begrenzungen sind völlig natürlich, Mutter Natur sorgt damit für ein ausgewogenes Gleichgewicht.

Niemand hat unbegrenzt Energie und doch haben wir so oft ein schlechtes Gewissen, wenn wir nicht über unsere Grenzen gehen, sondern realistisch und natürlich im oben genannten Sinn bleiben. Ich kenne das ja selbst und wünschte manchmal, dass ich mehr Beratungen machen kann, dass die Leute keine Wartezeiten hätten, dass ich an neuen Kursen arbeite, bei den Youtube Videos mehr mache, zündende Ideen für dieses und für jenes habe und vieles mehr.

Wenn sich die Stirn deshalb in Falten legt, erinnert mich zum Glück eine polternde innere Stimme daran, dass ich nur ein Mensch bin – Betonung auf ein. Nicht zwei oder drei, nein nur ein Mensch. Und dann war da eben dieser Satz meiner Oma: Man kann nicht alles haben. Das hat sie oft gesagt, aber nie mit diesem negativen Unterton, sondern als Aufforderung sich für etwas zu entscheiden oder als versöhnliche Feststellung, dass das Leben eben so ist.

Advertisements

3 Gedanken zu „Man kann nicht alles haben!

  1. Stimmt, man kann nicht alles haben und das ist gut so.
    Genauso wie es gut ist auf etwas warten zu müssen, vielleicht auch um den „Wert“ besser zu schätzen, egal ob materiell oder eben nicht.
    Dieses sich ständig unter Druck setzen ist eh nicht gut, nicht nur das man nicht alles haben kann, man kann auch nicht immer alles geben.
    Man muss auch differenzieren können was (einem) wichtig ist und was nicht.
    Und etwas (im Moment) nicht zu bekommen oder zu erreichen ist nicht schlimm und manchmal im nachhinein war es denn gar nicht sooo wichtig.

  2. Ach… das ist gut zu wissen, dass man mit diesem Problemchen nicht alleine ist. Natürlich will man alles haben. Aber es geht eben nur bis zu einem gewissen Maß. Dafür hat man das, was man hat, dann aber auch richtig. Voll konzentriert und voller Wertschätzung.

    Seid alle gegrüßt
    Diana

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s