Nimm´s in die eigenen Hände!

Heute gehts weiter den Mailberg abtragen! 😉 Gestern frisch zurück war ich ein bißchen erstaunt, es waren ein paar Mails dabei, die mich verwunderten. Da schreiben einem Leute einigermaßen allgemein: Irgendwie läuft bei mir alles gerade nicht so pralle, mach doch mal irgendwas für mich, ich weiß auch nicht was, aber mach mal.

Warum sollen andere wissen was gut für einen selbst ist? Und was, wenn sie falsch liegen und man besser damit gefahren wäre, sich auf seine vier Buchstaben zu setzen und mal in Ruhe darüber nachzudenken, was man will? Ah, richtig: dann sind die anderen auch schuld, wenn´s einem doch nicht gefällt. Wie praktisch.

Aber jetzt mal Spaß beiseite: man muss schon selbst wissen was man will oder zumindest, was man nicht will. Das kann einem niemand abnehmen. Es ist sogar ziemlich riskant einfach so sein Glück in fremde Hände legen zu wollen, es gibt ja nicht nur nette Leute da draußen.

Ich bin immer eine große Freundin von: „try and error“, also: ausprobieren. Versucht doch einfach mal was, probiert was aus. Es muss nichts weltbewegendes sein, einfach mal was probieren, es muss auch nicht klappen. Aber es gibt einem das bestärkende Gefühl, dass man etwas tun kann und nicht passiv und rettungsbedürftig in der Ecke sitzen muss, bis sich vielleicht mal was von außen her ereignet. Manchmal ist es wichtiger überhaupt wieder in Bewegung zu kommen, als gleich ein Ziel zu haben.

Andere können nicht wissen, was das Beste für einen ist, um den Baumarktslogan zu zitieren: Keiner fühlt es so wie du. Und wenn du nur klitzekleine Schritte machst, die anderen oder dieser strengen inneren Stimme, die die meisten von uns haben, völlig unbedeutend vorkommen: aber du gehst sie und darauf kommt´s an.

 

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6 Gedanken zu „Nimm´s in die eigenen Hände!

  1. Es heißt nicht umsonst „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“. In diesem alten Sprichwort steckt viel Wahres (die Erfahrung mußte ich auch schon machen) 😉
    Manchmal muß man erst an seinem ganz persönlichen Tiefpunkt angekommen sein um zu erkennen, dass es so, wie es bisher lief, einfach nicht mehr weitergehen kann. Andere Menschen mit in sein Schicksal einzubeziehen, das kann nicht klappen.
    Ich persönlich bin auch eher der Typ, der gerne ausprobiert und wenn es nicht so klappt wie erhofft, dann ist das auch kein Weltuntergang ( wie ein vor kurzem durchgeführtes Kerzenmagie-Ritual, dass nicht das Ergebnis brachte, was ich mir erhoffte).
    Kommt Zeit kommt Rat (noch ein kluger Spruch) 😉
    Irgendwann versuche ich es noch einmal, verlasse mich da jetzt ganz auf mein Gefühl, es war noch nicht der richtige Zeitpunkt.

  2. Die alten Sprichwörter gibt´s ja nicht ohne Grund. 😉 Und man weiß wirklich nie wofür etwas gut ist. Wie oft hadert man mit Sachen, nur um hinterher mit etwas Abstand festzustellen: wenn´s mir damals nicht so schlecht gegangen wäre, hätte ich nie etwas geändert.

    Ich glaube da wird den Leuten auch ein perfektionistisches Weltbild eingeredet. Harmonie bedeutet in der Mitte zu sein zwischen plus und minus, es gibt also beides. Die meisten Leute denken Harmonie bedeutet im plus zu sein und so ist das Leben einfach nicht. Wenn man genügend plus hat, um das minus auszugleichen, ist das schon viel wert.

    Realistisch zu denken kann einem einiges an Kummer ersparen, den man sich nur macht, weil man denkt alles müßte anders sein. Das ist sowieso eine ganz große Kummer-Wurzel: zu denken, es müßte anders sein. Aber das sagt sich so einfach, im täglichen Leben muss man da oft ganz genau hinschauen, um zu erkennen, wo man es sich selbst schwer macht.

  3. Ich glaube auch, die Leute haben einfach ein falsches Weltbild – da sieht man in Filmen die tollen Stars mit ihren superromantischen Happy-End-Lovestories (aber was kommt eigentlich nach dem Happy End?), mit ihren unfassbaren Abenteuern, mit stylischen Häusern, Klamotten, perfektem Look und überhaupt. Dann vergleicht man das eigene Leben mit dieser Hollywoodwelt und denkt sich: Da muss doch was schiefgehen, egal was, aber irgendwie reicht mir das alles nicht …

    Dabei liegt ein Abenteuer, eine Herausforderung und Zufriedenheit praktisch an jeder Ecke – man muss sie nur sehen wollen und können. Glück ist halt oft eine Frage der richtigen Einstellung und die kann man am ehesten selbst ändern, als sie sich irgendwie herbeizaubern zu lassen.

  4. Das stimmt schon, man muss „sein Glück in die eigenen Hände nehmen“ und niemanden die Eigenverantwortung aufdrücken… aber was, wenn manche Leute nun mal einfach in einer Sackgasse stecken und mal gerne eine andere Sicht für ihr Problem sehen wollen. Ist es dann falsch, sich Rat zu suchen, selbst wenn die Antwort schon in einem ist? Was man letztendlich damit macht ist doch die eigene Entscheidung.
    Und vielleicht wissen einige der Leute, die ihre Sachen so allgemein formulieren schon, was sie gerne in diesem Fall möchten, aber wollen erst mal Kontakt suchen, ohne vorher ihr ganzes Seelenleben auszuschütten, da es ja wie Du schon sagst, nicht nur nette Menschen da draußen gibt. Ich finde, dass man da nicht zu schnell urteilen sollte, denn wer weiss, was da letztlich für ein Mensch hinter steckt mit welcher Geschichte.
    Und natürlich wünscht sich jeder Mensch ein Happy End. Wer möchte denn nicht unsagbar glücklich sein. Ist das denn falsch? Aber natürlich stimmt es auch, dass es eine Balance zwischen beidem geben muss, sonst schätzt man wohl die guten Momente auch nicht mehr so sehr und verliert den Blick für die Welt. So zwiegespalten das wohl irgendwie ist. Ich gebe zu, ich könnte auf viele schlimme Dinge, die in der Welt passieren sehr gut verzichten.
    Das Hinterherjagen nach immer Besserem und Schnelleren und Schönerem ist aber m.E. auch nicht der richtige Weg zum Glücklich- oder nennen wir es mal eins-mit-sich-sein 😉 Aber versuchen, seine Träume zu erreichen, die einen glücklich machen würden, finde ich persönlich richtig. Solange dabei nicht andere auf der Strecke bleiben.
    Das mit dem „Glück ist eine Sache der Einstellung“ finde ich auch richtig und man sollte seine täglichen kleinen Glücksmomente viel mehr wahrnehmen. Aber ich verstehe auch, dass man in manchen Situationen das nicht mehr kann und alles nur blöd ist. Wie schön ist es da, wenn man damit nicht allein ist und z.B. Rat und Comfort bei Freunden findet.
    Wie ihr alle schon sagt, das Leben besteht nicht nur aus guten Zeiten, und ebenso aus starken und schwachen Momenten, aber ich finde gerade, wenn jemand in einer schlechten für sich ist, ist es umso mehr ein Grund, für ihn da zu sein.

  5. @ Amalie: Sich Rat zu holen ist überhaupt kein Problem, das macht doch jeder mal.

    Problematisch wird es wenn man in Wirklichkeit keinen Rat sondern eine Anweisung will, um nicht selbst entscheiden zu müssen. Das muss man genau unterscheiden, denn es ist nicht dasselbe.

  6. da sitmme ich Dir voll zu, auch wenn das manchmal wohl ineinander läuft, sei es gewollt oder ungewollt. Aber die Entscheidung sollte man selbst treffen.Etwas anderes würde einen ja im Endeffekt auch gar nicht zufrieden machen.

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