vom hundertsten ins tausendste und Ebook Fragen

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Aus lauter Vorfreude auf den Herbst krame ich schon in alten Herbstfotos herum. All die schönen Farben und vor allem die Gerüche, die dann wiederkommen. Man übersieht (im wahrsten Sinne) das leicht, aber jede Jahreszeit hat ja auch ihre ganz typischen Gerüche. Das merkt man im Frühling immer besonders gut, wenn sich der fast geruchlose Winter zurückzieht und die Luft auf einmal wieder nach etwas duftet.

Wobei bei mir der Winter durch die Kindheit ganz stark mit dem Geruch von Braunkohle und Kohleöfen verbunden ist. Wenn ich das durch Zufall irgendwo rieche, bin ich wieder bei meiner Oma und sehe die winterlichen Straßen im sorbischen Brandenburg vor mir und ihren wunderbaren Herd, der zum Teil Gas hatte, zum Teil aber auch noch richtig mit Feuer funktionierte. Für so ein Teil würde ich wirklich was geben, diese Gemütlichkeit, wenn das Kaffeewasser leise im Kessel vor sich hin summt…

*

Nach diesen Sentimentalitäten ein großer Sprung: Wie zu erwarten gibt es zu den Ebooks einige Fragen und da fragt ihr genau die Richtige. Ich gehöre zu den Leuten, die noch immer interessante Webseiten ausdrucken und abheften. Das Leben hat da manchmal einen fabelhaften Sinn für Ironie.

Aber kneifen gilt nicht und deshalb beantworte ich gerne eure Fragen dazu (bitte auch beim Verlag fragen, die können ja nicht Gedanken lesen, was sich die Leser wünschen). Schreibt sie einfach als Kommentar unter diesen Beitrag, das geht natürlich auch völlig anonym.

Eine Leserin (Danke! 🙂 ) kam gleich auf mich zu wegen des Ausdruckens und empfahl die Software CALIBRE zum Umwandeln der Dateien, damit man den Text auch auf Papier bringen kann. Ich verstehe generell nicht, warum das so kompliziert ist. Wer wirklich Texte klauen will, wird immer einen Weg finden und warum sollten die anderen sich Texte nicht ausdrucken können? Hm.

Auf die Frage, ob die Bücher auch gedruckt erscheinen werden, kann ich noch keine abschließende Antwort geben. Es hieß: Wenn sie gut laufen, werden sie auch gedruckt. Aber bei allem, unter das ich noch keine Unterschrift gesetzt habe, mache ich keine Versprechungen. 😉 Ich kann es also noch nicht sagen, würde es mir aber natürlich wünschen. Die Ebooks sind ja etwas kompakter vom Umfang her, daraus könnte man süße, kleine Hefte machen, aber das hat man als Autorin nicht wirklich in der Hand, da müssen wir also erstmal abwarten.

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8 Gedanken zu „vom hundertsten ins tausendste und Ebook Fragen

  1. Erstmal: Dein neuer Header ist ja wuuunderschön! =D Ich liebe Schnecken, das ist wirklich ein tolles Bild! Zu den ebooks kann ich leider gar nichts sagen… Ich muss nämlich gestehen dass ich ein absolut eingeschweißter Papierleser bin und von dem ganzen digitalen Gelese nicht so viel halte (außer Blogs). 🙂 Ein ebook habe ich allerdings tatsächlich auf meinem iphone, das ist eines von Dir 😀 Lese ich immer mal, wenn ich irgendwo im Wartezimmer sitze oder so.
    Zu den Gerüchen der Jahreszeiten allerdings kann ich mehr sagen. Nämlich dass ich tatsächlich schon seit TagEN den Herbst riechen kann. Ich liebe ihn ebenfalls und freue mich darauf. Vorher darf allerdings nochmal ein wenig Sommer bleiben. 😉
    Zum Einen hat man ja immer diese jahreszeitlich typischen Düfte und Aromen im Kopf, von bestimmten Lebensmitteln (wie Glühwein, Lebkuchen, Orangen ect. im Winter). Zum anderen ist es die Luft draußen. Im Winter riecht es „kalt“ und klar Nach Schnee, Nadelbäumen und Feuchtigkeit irgendwie. So geruchsneutral ist der also gar nicht. Aber Du hast schon Recht, im Frühling „knallt“ es in der Nase danach immer so richtig.
    Jetzt im Herbst – also bald 😀 riecht es nach feuchtem Laub, Gras und Moos. Und nach 1000 anderen Dingen. Jedenfalls habe ich den Duft schon original in der Nase, gerade wenn ich abends im frühen Dunkel auf der Terrasse stehe, die Kühle auf der Haut spüre, sehe dass der Abendhimmel schon wieder eine ganz andere Farbe angenommen hat…
    Ach ja, bei dem Thema kommt man schnell ins Schwärmen =)
    Grüße Deine Schmusetiger ganz lieb und knuddel sie mal. Die eifrige Leserin freut sich immer über neue süße Fotos, hehe :))

  2. ich wollte mir längst deub ebook „organisiert“ haben, aber da ich bücher und hefte immer gern blättere, zögere ich … erst recht bei so einem buch, was man eigentlich neben seinen karten braucht. ich gucke so schon den ganzen tag auf den bildschirm und möchte das nicht auch noch während des kartenlegens(lernens) … lass es uns wissen, wenns die papierversion gibt 🙂

  3. @ Athene und Speechy: Das verstehe ich sehr gut. Ich hab´s auch mit dem Handy getestet bei den Ebooks und mir fehlt tatsächlich das Blättern, das Anstreichen, Notizen machen und Eselsohren knicken. Das kann man digital auch alles tun und ich kenne viele, die ihren Ebookreader heiß und innig lieben, aber ich bin so ein Anfass-Mensch, ich be/greife die Dinge gerne und das gilt anscheinend sogar für Texte. 😉

    In den USA soll das übrigens genau umgekehrt sein, dort ist das Ebook mittlerweile beliebter als die gedruckten Bücher.

  4. Da oute ich mich auch gleich mal als „Anfaß-Mensch“. Irgendwie bin ich der Technologie nicht hinterher gekommen… und hege den leisen Verdacht, daß das auch mit „Wollen“ zu tun hat.
    Sprich: ich will da gar nicht hinterher…
    So ein Kindle löst bei mir einfach starkes Befremden aus und ich möchte so ein Ding nicht benutzen. Mein Handy ist so alt, daß ich es nur zum telefonieren nutzen kann.
    Von daher bleibe ich bis auf Weiteres in der analogen Bücherwelt.
    Schaun wir mal, wie lange ich mit der Methode noch durchkomme. ;O)

  5. @ Amira: Das kann ich super verstehen! Bei mir im Umfeld wird gerne mal gelächelt, wenn ich den Drucker anwerfe, um eine Homepage „in Ruhe“ durchzulesen. Computer verbinde ich eher mit Arbeit, als mit Entspannung. Ich hab´s auch schon öfter erlebt, dass manche Webseiten von einem Tag auf den anderen verschwunden waren und dann freut man sich, wenn man sie trotzdem nochmal lesen kann.

    Im Bereich Hexentum und Magie gabs vor ein paar Jahren einen richtigen Boom an selbstgemachten Webseiten meist anonymer NutzerInnen (beepworld und Co. in den fetzigsten Farben ;)). Aber was da geschrieben wurde, war gar nicht mal schlecht. Einiges wurde einfach bei Starhawks „Hexenkult“ abgekupfert, aber es gab auch einige, die wunderbares, eigenes Material geschrieben haben und leider ist es dann irgendwann verschwunden.

  6. Eben, ich glaub das ist es eben auch: ich verbinde elektronische Medien mit meiner Arbeit. Und in meiner Freizeit bzw. wenn es um Themen geht, die mir „heilig“ sind, möchte ich Dinge gern analog haben. Ich selbst bin ja auch ganz analog. :O))

    Das stimmt! Daß die Dinge einfach weg sind aus der digitalen Welt, habe ich auch schon erlebt – und bedauert. Da gab es wirklich tolle Seiten.
    Aber dieses Phänomen verbinde ich mit dieser gewissen Kurzlebigkeit des Mediums Internet.
    Wenn man da was „halten“ will, muss man es irgendwie für sich analogisieren. :O)

    Aber ich finde, daß die deutschen Verlage teilweise echt zu konservativ verlegen und es so viele spannende Themen gibt, die so gleich unter den Tisch fallen. Dabei sind diese interessant und wertvoll – wenn auch nur für wenige Menschen.
    Von daher möchte ich auch auf keinen Fall, daß das hier so rüber kommt, als wollte ich Deine Ebooks schlecht reden, Claire.
    Ich find es super, daß Du das machst!
    Nur brauch ich persönlich warscheinlich noch ein paar Jahre, bis ich das Ebook für mich entdecke… und meine „Berührungsängste“ ablegen kann. ;O)

  7. Ich verstehe schon, wie du´s meinst und sehe es selbst ganz ähnlich. Außerdem habe ich eine große Liebe zu Kunstbüchern (meist in der Größe, die einem besser nicht auf die Füße fällt ^^) und dafür gibt es einfach keinen Ersatz.

    Bei den Ebooks habe ich bewusst gesagt: Probier´s einfach aus! Natürlich auch angesichts der Tastsache, dass man viele Themen sonst nirgendwo unterbringen kann. Die Verlage haben oft recht enge Vorgaben. Da würden einige Leute schon gerne dieses oder jenes Thema annehmen, aber es gibt eben eine gewisse Linie, die einzuhalten ist.

    Da werde ich mittelfristig (vorausgesetzt es bleibt so, vielleicht wird es ja auch wieder lockerer) mal schauen, manchmal habe ich so ein „back to the roots“ Gefühl und die Freiheit, wie ich sie ganz am Anfang hatte, lockt. Na, schaun ´mer mal, dann sehn ´mer schon. 😉

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