Kontakte zu Verstorbenen

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da guckt man zwei Mal hin: das Blatt ist echt und wurde vom Wind dorthin gesteckt

2Fotoein klassischer Fall von „Mein Schaaatz.“
ich hatte Glück auf dem Antikmarkt
und entdeckte dieses Prachtstück von einem Hämatit

Wie versprochen geht es kurz vor Samhain um Verstorbenen-Kontakte hier im Blog. Erst einmal muss man eins klarstellen: Vergiß alles, was du aus Filmen kennst. Filme sind Unterhaltung und Mystery-Filme haben genauso viel mit dem echten Leben zu tun wie Arzt-Serien mit dem Krankenhausalltag und „Alarm für Cobra 11“ mit der Arbeit der Autobahnpolizei. Es ist halt Unterhaltung.

Im echten Leben sieht das etwas anders aus. Wobei Jenseitskontakte definitiv der Bereich sind, in dem ich die meisten Zuschriften von Leuten bekomme, die sich noch nie in irgend einer Form fürs Spirituelle interessiert haben und völlig unvorbereitet Erlebnisse der besonderen Art hatten.

Das ist ein typisches Thema der Kategorie: viele haben Erfahrungen damit, aber keiner redet darüber, um nicht komisch angeschaut zu werden. Oft wird es auch „psychologisiert“ und damit wegrationalisiert. Wer lebhaft von der kürzlich verstorbenen Oma träumt, verarbeitet eben seinen Schmerz. Natürlich ist das nicht unwahrscheinlich, aber wenn die kürzlich verstorbene Oma vor ganz realen Gefahren im Alltag warnt und damit auch noch Recht hat, ist das ein bißchen was anderes.

Die rationalisierende Denkweise widerspricht vielen tausend Jahren Menschheitserfahrung, auch in den alten Mythen und sogar in der Bibel finden sich Tote, die mit den Lebenden kommunizieren. Es ist eben nicht einfach alles vorbei.

Oft sind die Botschaften sehr persönlich, wie zum Beispiel bei einer Frau, die mir berichtete, dass sie mit ihrer Mutter indisch essen wollte, wenn sie ihre Krankheit überstanden hat. Dazu kam es leider nicht mehr, die Mutter verstarb völlig überraschend. Aber kurz nach ihrem Tod gab es einen Rums in der Küche und ausgerechnet ein indisches Kochbuch, das wochenlang bombenfest an seinem Platz gestanden hatte, lag auf dem Fußboden. Das war wie ein Zeichen, dass die Mutter ihren Frieden gemacht hat und an sie denkt.

Nicht ganz so versöhnlich ist es, wenn man den Tod einer Person vorhersieht und auch das passiert oft Leuten, die überhaupt nicht darauf vorbereitet waren. Das kann im Traum sein (sie sehen den anderen zum Beispiel in unerklärlichem Licht), aber auch in spontanen Gedanken oder Bildern vor dem inneren Auge passieren. Wenn es um Unfälle geht, kommen oft unterschwellige Schuldgefühle hinzu, dass man es vielleicht irgendwie hätte verhindern können. Das ist keine leichte Situation.

Die meisten Erlebnisse drehen sich aber um das Abschied-nehmen, da kommt der Verstorbene als helles Licht noch einmal vorbei oder man nimmt zum Beispiel ganz intensiv das Parfum des anderen wahr.

Diese Wahrnehmungen sind nicht nur auf Menschen, die einem nahe standen beschränkt. Auch Tiere, die einem nahe waren, nehmen manchmal nochmal ganz intensiv Abschied oder senden in Träumen und bedeutungsvollen Zufällen Botschaften, die im echten Leben eine ganz konkrete Bedeutung haben. Solche Erfahrungen machen viele Leute, sie sind nicht so selten oder mysteriös, wie das oft vermutet wird.

Der Tod gehört zum Leben mit dazu, das meine ich nicht in diesem platten Sinne, wie man es oft hört (bei einem Trauerfall wird einen das erstmal nicht besonders trösten), sondern ganz umfassend. Er ist eine Grenze, die nur in besonderen Situationen überschritten werden kann oder sollte und meist auch nur von der anderen Seite aus (es sei denn jemand wird nochmal zurück geholt ins Leben). Aber es gibt nicht diese völlige, absolute Trennung, dass ein für alle mal Schluss ist.

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7 Gedanken zu „Kontakte zu Verstorbenen

  1. Sehr überschaulicher Beitrag, Claire! Danke!

    In meinen Augen ist es so, dass Familienmitglieder die erst kürzlich verstorben sind oder in nächster Zeit zur anderen Welt „hinübergehen“ werden, sich in Träumen von naheliegenden Menschen melden oder aber auch in ganz alltäglichen Situationen.
    Zum anderen glaube ich auch an die Reinkarnation, sodass bereits verstorbene Personen, in die spätere Generation vom jeweiligen Familienkreis hineingeboren werden. Obwohl diese Theorie von den heutigen Monotheistischen Religionen als zweifelhaft angesehen wird, bestätigen mir immer wieder Beispiele (Rückführungen, Kenntnisse von älteren Sprachen bei Kindern), dass es sowas ähnliches wie Wiedergeburt gibt, oder zumindest ein Teil der Seele inkarniert.

    Zu Samhain stelle ich immer einen Ahnentopf auf meinen Altar, und versuche mit unterschiedlichen Räuchermischungen Kontakt zu den Ahnen aufzunehmen. Meist suche ich dazu den sog. Seelenbaum im Wald auf, der die unterschiedlichsten Welten miteinander verbindet. Nach einem kleinen Ritual merkt man, wie sich der Nebel zwischen den Welten langsam lichtet und Botschaften von der Anderswelt in die diesseitige Welt gelangen.
    Meine Eltern (die eben Christen sind) glauben, nur am Grab des Verstorbenen Kontakt aufnehmen zu können, wobei ich immer sage, dass der Körper nur die Hülle ist, währenddessen der Geist/die Seele sich an einem ganz anderen Ort aufhält.
    Es kann sein, dass ich Friedhöfe nicht besonders mag und dieses Rumgetrauere zu Allerheiligen geht mir auch langsam auf den Keks. Aber jedem das seine, denk ich.
    Im ursprünglichen Sinne sollte Samhain allerdings ein Fest der Freude sein, in dem man die Ahnen mit in das Leben der „Lebenden“ miteinbindet und sie mit Freude empfängt. Wenn man jemanden begrüßt, trauert man auch nicht vor dem Tor und hält es verschlossen.

    Die meisten Leute meinen, es sei ein Abschied für immer und sie würden ihre „geschiedenen“ Verwandten nie wieder sehen. Dieses Rumgetrauere ist nun mal nichts für mich. Deshalb kann ich mit Allerheiligen und Allerseelen auch nix anfangen 😉

    Lg, Andreas

  2. Die Wahrnehmung von Gerüchen wie Parfum in Verbindung mit der verstorbenen Person, ist das, was mir die Leute auch sehr oft erzählen. Es gibt wirklich so viele „Kontakte“, dass man sich fragt, wieso das Thema totgeschwiegen wird..Es gibt aber auch Menschen, die es sich quasi zur Aufgabe gemacht haben, solche Phänomene zu sammeln und dazu kann ich das Buch: Die Nachtseite der Natur von Catherine Crowe empfehlen. Durch meine eigene Arbeit weiß ich, wie verzerrt das Bild auf sog. Seancen ist, wenn dann gefragt wird, ob Gläserrücken und Hexenbretter zum Einsatz kommen. Dann sieht man wieder, wie viel Hollywood hineinspielt. Man hat leider schnell seinen Stempel weg, wenn man sich solchen Aufgaben widmet (wobei man manchmal auch einfach hineinwächst). Umso besser, wenn mehr Menschen darüber schreiben und die Klischees weglassen. Ein schöner und passender Beitrag zum anstehenden Samhain.

  3. Hallo claire!
    Das war wieder ein hochinteressanter Beitrag von dir. Ich kann dem von ganzem Herzen zustimmen. Als vor 5 Jahren unser alter Jagthund eingeschläfert werden musste, heulte ich wochenlang heimlich „Rotz und Wasser“ , hatte immer wieder mit einem leichten Luftzug verbunden den Hundegeruch ganz deutlich in der Nase. Licht und Liebe!

  4. Hallo claire,
    Ich muss dir mal was sagen: also deine Fotos sind einfach überirdisch! gigantisch! Ich bin begeistert !!!!
    Nochmal Licht und Liebe!!

  5. Diesseits und Jenseits sind ohne strikte Grenze, so sahen das auch die alten Ägypter. Oder denken wir an Frau Holle. Zu dieser gelangte man durch ein Wasserloch (Brunnen) in die Unterwelt bzw. ins Jenseits, wie das Märchen erzählt. Ich habe einst meine verstorbene Großmutter um Rat angerufen und ihr Gesicht erschien mir daraufhin im Traum in einem Teich, um mir zu helfen. Das alles ist Anlass zur Hoffnung, dass wir von unseren Lieben niemals ganz getrennt sind.

  6. Ich würde so gerne an so etwas glauben, aber kann es einfach nicht. Ich glaube, meine Angst ist zu groß, dass es eben doch nicht wahr ist, deshalb gestattete ich es mir nicht.

  7. @ nettebuecherkiste: Niemand muss irgendwas einfach so glauben. Die meisten Leute, die diese Erfahrungen machen, haben nicht daran geglaubt, dass es so etwas wirklich gibt. Es war dann einfach so, sie hatten diese Erlebnisse und in den meisten Fällen war das sehr versöhnlich, es hat geholfen, damit abzuschließen und zu wissen, dass die Verstorbenen gut dort angekommen sind, wo auch immer sie dann sind.

    Da kommen ja nicht irgendwelche Gruselzombies (ich sag´s jetzt mal so platt) um die Ecke, sondern das sind Menschen, mit denen man etwas verbindet und die man gut kennt.

    Trotzdem kann ich deine Ansicht gut nachvollziehen, es ist völlig OK, sich mit solchen Themen Zeit zu lassen. Es wird einem in unserer Kultur doch auch alles andere als leicht gemacht.

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