Kartenstadt Altenburg

IMG_3900die Burg

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ein alter Brauch zu Ostern: Brunnen werden mit Eiern dekoriert

Wie versprochen kommt jetzt der Besuch in der Kartenstadt Altenburg, wo das Skatspiel erfunden wurde. Die Burg samt Schloss hat natürlich noch viele andere, schöne Exponate, aber ich habe mich ganz speziell auf die Sammlung der Karten, speziell der Orakelkarten, konzentriert.

Ganz nebenbei: ich habe noch nie so freundliches Museumspersonal erlebt (so sind die Thüringer, ein sprichwörtlich freundlicher Menschenschlag). In jedem Raum kam jemand auf einen zu und erzählte einem näheres zu den Stücken.

IMG_3906ein Narr an der Wand

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einer der ausgestellten Druckstöcke

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runde Karten sind keine neue Erfindung

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alte Skatkarten mit handschriftlichen Anmerkungen zum Orakeln

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Lenormandkarten aus dem 19. Jhd, manche erinnern vom Stil her mehr an das Grand Jeu

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ein altes, eher klassisches Lenormand aus dem 19. Jhd

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alte Orakelkarten mit Sprüchen zur Deutung

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ein Gesellschaftsspiel zur Unterhaltung im Lenormand-Stil

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ein Orakelspiel das man heute nicht mehr kennt, mit kabbalistischer Symbolik

Es gäbe noch so viel mehr zu erwähnen, ich kann gar nicht alles zeigen, am besten fährt man selbst hin, es ist wirklich eine Reise wert, wenn man sich fürs Kartenlegen und die Geschichte der Karten interessiert!

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6 Gedanken zu „Kartenstadt Altenburg

  1. Danke für den tollen Einblick! Leider werde ich so schnell wohl nicht dorthin kommen (ist etwas weit weg von mir), aber interessieren würde es mich sehr. Wenn ich die Fotos sehe, würde ich am liebsten einen Ausflug in die Zeit machen zu der sie benutzt wurden und das ganze Drumherum mit anschauen … wo und wie da wohl orakelt wurde und von wem? Welche Gespräche wurden geführt und welche Prophezeiungen haben sich erfüllt…? Die Atmosphäre von damals war sicher auch ein wenig im Museum zu spüren, oder?

  2. Oh ja, da hätte man gerne mal Mäuschen gespielt! Dadurch dass das Museum sich im Schloss der Burganlage befindet, ist die Atmosphäre wirklich besonders. Das passt einfach zu den Karten, in einem modernen Museumsbau würde es nicht halb so gut wirken.

    Mit der Entfernung haben wir hier wirklich Glück, man steigt in Leipzig in eine der mitteldeutschen S-Bahnen und ist fast im Handumdrehen da.

  3. Das ist das Schöne am Internet, da kann man alle anderen einfach virtuell mitnehmen. 😉

    Ich fand auch die Vielfalt und das spielerische in den ausgestellten Karten sehr inspirierend. Man muss immer ein bißchen aufpassen, dass man da nicht betriebsblind wird und es gibt heutzutage generell so eine Denkweise nach dem Motto: die besten Karten nehmen, die richtigen Ergebnisse haben, das schlüssigste System verwenden usw.

    Aber alle Karten sind irgendwann einmal erfunden worden, von Leuten wie du und ich, die haben auch nur mit Wasser gekocht, ausprobiert und dabei dazu gelernt. Das hat man im Museum sehr schön an den ausgestellten Karten sehen können und irgendwie fand ich die Erinnerung daran sehr befreiend. 🙂

  4. Vielen Dank für diesen tollen Tip! Wenn ich mal wieder in der Nähe bin, werde ich mir das nicht entgehen lassen!

  5. Unbedingt in Altenburg auch das kleine Naturkundemuseum ansehen, da gibt es den größten je in Europa gefundenen Rattenkönig zu sehen! Und auch wenn man dem Museum deutlich anmerkt, dass es dringend Geld braucht, so hat es doch seinen Charme und über eine kleine Spende freuen die sich immer! Es wäre wirklich schade, wenn man das wirklich auch schöne Gebäude dem Verfall preisgeben müsste. Das ist in Altenburg leider schon an vielen anderen Stellen so gekommen =(

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