Alle guten Dinge sind drei

Noch ein Eintrag zum Göttinnen-Thema, eigentlich mehr ein Erlebnis, das ich schon länger mal erzählen wollte und wenn wir gerade dabei sind. 😉

Vor einer Weile hatte mir auf YouTube eine Frau ziemlich genervt geschrieben, warum ich von Göttinnen rede. Mit der Aussage: Müsst ihr Frauen (ähm, sie ist doch selbst… ?!) nun krampfhaft Gott etwas weibliches andichten und deshalb von Göttinnen sprechen?

Da war ich wirklich sprachlos, nicht nur wegen ihres Tonfalls, sondern weil für sie die Existenz von Göttinnen anscheinend so unvorstellbar war, dass sie nicht gemerkt hat, dass ich ihren Gott gar nicht meinte (der ursprünglich auch eine Göttin an seiner Seite hatte und das ist keine feministische Erfindung, sondern bestens belegt).

Das sind so die Momente, in denen einem kurz die Kinnlade offensteht, dieses Denkmuster hat mich wirklich verblüfft, gerade weil es von einer Frau kam. Aber in solchen Momenten merkt man auch, dass man das Thema tatsächlich immer wieder erwähnen muss, weil es noch jede Menge Aufklärungsbedarf gibt.

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9 Gedanken zu „Alle guten Dinge sind drei

  1. Da hab ich auch was zu berichten..ich lebe in Österreich in der Nähe von Kufstein. Da befand sich lange ein Schild, direkt an der Autobahn auf dem stand „Grüss Göttin“.

    http://tirol.orf.at/news/stories/2662583/

    Das wäre der Link dazu , wen es interessiert. Es ist echt unglaublich wie viel Furore dieses Schild verursacht hat..diese groteske Vorstellung eine Göttin zu grüssen..
    Aus stillen Protest hab ich für meine Garten Türe ein Schild gemalt 😉

  2. gestern Abend auf ZDF bei der Sendung „Die Anstalt“
    Merkel und Seehofer erscheinen vor Gott, .. und sie war eine Göttin
    😀
    fühlte sich gut an, ..immer mehr erinnern sich

  3. @daedra: Das ist ja ein cooles Schild! Schade dass es nicht verlängert wurde!

    @Karin: Kennst du den Film ‚Dogma‘? 🙂

    Und last but not least @Claire’s Bericht: Oh Mann, oh Mann. Für mich ist die Göttin so alltäglich und selbstverständlich dass mich solche anderen Sichtweisen auch immer wieder erstaunen. Aber wer halt noch nie davon gehötr hat… wir müssen also weiterhin Aufklärung betreiben und so. Immerhin gilt ja auch in DT Religionsfreiheit (auch wenn ich auf Formularen etc immer ‚Sonstiges‘ ankreuzen muss. Obwohl ich nicht Wicca bin beneide ich die Amerikaner, bei denen das eine anerkannte offizielle Religion ist 🙂 )

  4. Eigentlich direkt witzig, dass so manche „Frau“ wie ein „Mann“ denkt. Was ist da denn schief gelaufen?? 😁 Das Schild, welches Deadra erwähnt hat, kenne ich sehr gut und hat mich bei jeder Fahrt nach Tirol sehr erfreut. Leider wurde es abgeschafft. Ohne Worte. Wald- und Wiesengrüsse!

  5. @ Naturhexe: Das ist mir auch schon aufgefallen. Einige Frauen wachen strenger als die meisten Männer über die Einhaltung frauentypischer Einschränkungen, z.B. indem sie ihre Mitfrauen abwerten, für spinnert erklären oder als falsch, faul, gerissen usw. hinstellen. Ich glaube damit wollen sie sich Pluspunkte bei den Männern sichern, die diese Gesten aber oft nicht einmal bemerken oder sich dafür interessieren.
    Das ist ein Punkt, an dem ich sehr aufmerksam geworden bin. Sobald jemandem gesagt wird: du bist falsch bzw. nicht richtig, so wie du bist, schaue ich besonders genau hin.
    Was weiß man schon wirklich über den anderen, worauf man ein Urteil gründen könnte? Jeder Mensch ist ein kleines Universum für sich und man tut gut daran erstmal hinzuschauen und den anderen erzählen zu lassen, anstatt sofort die eigenen Vorstellungen über alle drüberstülpen zu wollen.

  6. Ich wünsche mir, dass du mich 400km südlich von dir begeistert Beifall klatschen hörst.😄

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