Es sind Ferien… Teenwitches

Heute eine kleine Unterbrechung beim Orakelsommer, denn es sind Sommerferien und dann erreichen mich immer viele Fragen interessierter Leute von etwa 11 bis 15 Jahren.

Das überrascht mich nicht, schließlich ist das das Alter, in dem traditionelle Kulturen die Jugendlichen in spirituelle Themen einführen, sei es durch Initiationen oder Rituale. Unbewusst spüren das viele Teens auch bei uns noch, das ist das typische Alter, in dem das erste Interesse an spirituellen Themen aufkommt. Übrigens bei Jungs wie Mädchen gleichermaßen, zumindest ist es bei meinen Zuschriften so.

Bei uns stehen sie in dieser Situation oft ziemlich alleine da, da gibt´s vielleicht mal Orakelkarten in der Bravo oder man leiht sich verstohlen entsprechende Bücher in der Stadtbibliothek aus (na gut, das war zu meiner Zeit vor dem Internet so 😉 heute geht´s natürlich ab ins Web) und wer ganz mutig ist probiert mal Gläserrücken aus.

Manchmal mit negativen Folgen, weshalb ich finde: wir müssen die Jüngeren an die Hand nehmen, damit sie nicht ganz alleine rumprobieren müssen und dabei am Ende negative Erlebnisse haben oder Dinge erfahren, die sie nicht einordnen können und die sie dann beunruhigen.

Daher heute zwei aktuelle Fragen, die gerade besonders häufig sind, ich habe sie natürlich ein bißchen verfremdet, damit die Diskretion gewahrt bleibt:

Ich interessiere mich sehr für Zauberei und Magie etc.
Ist Magie gefährlich? Ist Magie schwarz oder weiß?

Und was sind „Symptome“  das man eine Hexe ist?

Ich liebe die Harry Potter Reihe und wollte fragen ob es Ähnlichkeiten gibt zwischen der erfundenen Magie und der, die es wirklich gibt.

Das sind wichtige und gute Fragen!

Zum Hexentum habe ich letztens ein Video gemacht (zu den „Symptomen“), das findest du hier: http://www.hexe-claire.de/youtube-video-bin-ich-eine-hexe/ .

Magie ist nicht gefährlich, wenn man nicht absichtlich etwas Negatives ruft. Alle traditionellen Völker haben damit gearbeitet und zwar um zu helfen und zu heilen, die Indianer zum Beispiel oder die Schamanen in Russland und bei den Eskimos, aber auch in Afrika und Australien. Überall auf der Welt ging es darum die guten Kräfte zu bewegen, damit sie uns helfen.

Wenn man es unbedingt will kann man schwarzmagisch arbeiten, das ist schon möglich. Aber es bringt einen nicht weiter und stiftet nur Schaden. Weiße Magie ist dazu da zu helfen und zu unterstützen.

Die erfundene Magie, wie bei Harry Potter usw. nimmt die echte Magie als Inspiration, aber natürlich wird da einiges hinzugefügt, es soll ja unterhaltsam sein! 😉 Das hat also nichts mit der echten Magie zu tun bzw. es ist Unterhaltung. So ähnlich wie ein Krimi im Fernsehen die echte Polizeiarbeit als Vorlage nimmt, aber nach Belieben ausschmückt und jeder echte Polizist muss schmunzeln, was sie alles daraus machen.

Trotzdem hat es seinen Wert, denn für viele sind Harry Potter (früher auch die Serie „Charmed“ oder Bücher wie „Die kleine Hexe“) usw. der Einstieg in die Magie. Auch wenn es „nur“ Unterhaltung ist, erinnert es die Menschen daran, dass es diese alten Wege nach wie vor gibt und manche interessieren sich dann tiefergehend dafür.

* * *

Ich bin so verliebt in … (an dieser Stelle folgt dann immer eine herzerweichende Beschreibung all der schönen Eigenschaften des Jungen/Mädchens und ich hoffe die Betreffenden ahnen auch nur, wie liebevoll sie betrachtet werden). Ich weiß, dass es Zauber gibt und glaube an Magie. Was kann ich nur tun?

Wenn all die älteren Hexen heute noch die Jungs bzw. Männer hätten, die sie sich damals so sehr gewünscht haben… oh je!

Aber ich weiß natürlich was du meinst und mein Rat ist: genieße die Liebe und die Schmetterlinge und das ganze Chaos, das damit einher geht. Die Jungs, mit denen du jetzt Erfahrungen sammelst, sind meist nicht die, bei denen es endgültig bleibt (mit der Jugendliebe alt werden ist etwas, das es nur ganz selten gibt).

Sei selbstbewusst, dein Glück hängt nicht an einem Mann, auch wenn die Liebe toll ist und einem tausend Gefühle beschert. Versuch sie nicht mit Ritualen festzunageln, auch wenn jeder weiß, wie verlockend das sein kann (und das hat nichts mit dem Alter in Jahren zu tun, die Zahl im Ausweis sagt nichts über innere Reife aus).

… und was wissen die Älteren schon von der Liebe, wenn sie davon reden, sie nicht ganz so dramatisch zu nehmen (wir waren auch mal jung und haben das ganze Gefühlschaos ebenfalls durch, ein bißchen was könnt ihr uns schon glauben 😉 ).

Vermutlich suchst du dir also doch irgendwas raus und probierst es aus, also sei so klug und sage immer dazu. „…wenn es für alle das Beste ist“, dann passt das Universum gut auf dich auf, damit nichts nach hinten losgeht.

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6 Gedanken zu „Es sind Ferien… Teenwitches

  1. Hallo,
    Ich finde es schön, dass sich bereits so junge Leute für Magie und Spiritualität interessieren und eine gesunde Neugier zeigen. Es klingt zwar alles noch recht naiv und sie scheinen es noch sehr romantisch zu sehen, aber wenigstens scheinen sie dem Thema offen gegenüber zu stehen. Das ist super!
    Toll, wie du den jungen Menschen ihre Fragen beantwortest 🙂 Oft traut man sich ja nicht damit zur Familie oder Freunden zu gehen… Da ist es super, wenn jemand doch ein offenes Ohr für Ihre Fragen hat.

    Ich weiß noch, wie meine Mutter damals, als ich klein war, immer Hexen gesammelt und auch so lustige kleine Bücher wie „Meine Hexenrezepte“ im Schrank hatte. Zwar waren es die alten Frauen mit Hakennase und Besen, aber ich dachte immer, sie sei auch so eine magische Frau mit Ihren kleinen Zaubersprüchen und Tränken. Leider kam ich damals noch nicht zur Magie, wurde nicht rangeführt und Internet zur Selbstrecherche gab es bei uns noch nicht.
    Hexe wird die liebe Mama immer noch genannt, zwar liebevoll, aber dann doch nicht in einem so positiven Zusammenhang.

    Aber genug davon… Bin erst 23 und schon am erzählen von Geschichten aus der Kindheit.
    Und das gleich im allerersten Kommentar, obwohl ich schon länger lesen.

    Mach weiter so 🙂
    Liebe Grüße,
    Teresina

  2. Da gebe ich dir völlig recht, ich finde auch, man sollte sie nicht alleine dastehen lassen und ihnen vor allem auch zeigen, dass sie jede Frage stellen dürfen (Manche belächeln ja dann gewisse Fragen nur, das finde ich schade). Ich bin auch immer gerne bereit einem Neuling (jünger sind sie ja nicht immer) zu helfen und in den meisten Fällen lerne ich so selbst auch immer mal wieder was dazu. So wächst man gemeinsam! 🙂

    Herzliche Grüsse
    Nicky

  3. Guten Abend Claire,

    ich finde den neuen Beitrag sehr erheiternd und interessant – für mich sind solche Serien wie „Charmed“ (ich liebe es nach wie vor), „Sailor Moon“ oder „W.i.t.c.h.“ und Bücher (wie die kleine Hexe oder Krabat) ein erster Einstieg gewesen und irgendwie daran „Schuld“, dass ich mich für Magie interessiere ^^. Gläserrücken hab ich damals auch mal mit ein paar Freundinnen ausprobiert – die Erfahrung war aber irgendwie spooky. Meine Mutter fand das gar nicht so gut… Ich hatte als Jugendliche (also vor ca. 10-12 Jahren) auch mal verschiedene Sailor-Moon-Hefte, darunter ein Tarot . Das Tarot umfasste ca. 22 Karten. Ich hatte es bis meine Mutter die gesammte Heftesammlung ins Altpapier schmiss (ohne mein Wissen in meiner Abwesenheit), weil ich dafür „zu alt“ sei (ich war vielleicht 12-13). Ich habe mir neulich aus Nostalgie ein paar Hefte, darunter auch ein Tarot, über Ebay ersteigert. Meinst du ich kann damit als Einstieg auch magisch arbeiten? Oder enthält es zu wenig Karten, da meines Wissens bei einem anderen Tarot deutlich mehr Karten vorhanden sind? Denn ich habe kaum Erfahrung im Kartenlegen, würde es aber gern ausprobieren….

    Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht, Ann-Christine

  4. Ja, man lernt nie aus und Fragen sind wichtig. Man lernt immer zusammen, denn wer gefragt wird lernt dadurch auch etwas dazu, z.B. andere Blickwinkel oder Dinge, an die man noch gar nicht gedacht hatte. 🙂

    @ Ann-Christine: Das sind dann die 22 großen Arkana aus dem Tarot, das passt schon. Früher haben manche esoterischen Schulen ausschließlich mit diesen „großen“ Tarotkarten gearbeitet.

    Das gesamte Tarot hat 78 Karten, die 56 kleinen und die 22 großen Arkana, aber es spricht nichts dagegen erst einmal nur mit den 22 großen Arkana zu arbeiten. Und wenn es einen dann tiefer in die Materie zieht, kann man immer noch mehr dazu nehmen. Das „ruft“ einen dann auch, wenn es so sein soll.

  5. Vielen Dank für deine Antwort 😀 und die Hilfe, die du mir dadurch gibst ^^

    Liebe Grüße, Ann-Christine

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