Samhain – Halloween feiern

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Es sind noch ein paar Tage bis Samhain (31.10. auf den 1.11.) und mit diesem Artikel möchte ich die Gedanken zum Trauer-Thema abrunden.

Samhain bzw. Halloween ist beides: lustig und traurig. Die Kleinen haben ihren Spaß als Hexen und Gruselgestalten und auch für die Großen gibt es Halloween-Parties. Für viele Hexen ist es das keltische Neujahrsfest, weil man davon ausgeht, dass die Kelten (so ähnlich, wie auch ein neuer Tag bei ihnen mit dem Abend begann) mit der dunklen Zeit ins neue Jahr starteten.

Es ist die zentrale Zeit der Ahnen und mittlerweile gibt es in Büchern und im Web so viele Tipps und Hinweise, wie man es feiern kann, dass ich mich schon gar nicht mehr traue, damit anzufangen.

Stattdessen möchte ich den Blick auf ein wichtiges Detail lenken, damit es auch wirklich gelungen wird. Manch eine(r) liest vielleicht eine Anleitung und denkt: Aha, na wenn das so gemacht wird, dann probieren wir es so. In der Praxis kann sich das manchmal „gestellt“ anfühlen, weil es ungewohnt ist.

Es ist also eine gute Idee sich zu überlegen, was man ohnehin schon mitbringt und einflechten kann. Wer gerne bastelt und kreativ arbeitet kann das einfließen lassen, wer gerne kocht und bäckt wird seine Wege finden usw.

Nehmen wir einmal an jemand liest ein Kerzenritual (na gut, es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass sich jemand in dieser Jahreszeit nicht vom Schein der Kerzen verzaubern lässt, aber stellen wir es uns rein hypothetisch vor). Und irgendwie ist das schön und es passt wohl auch zum Fest, aber es zündet innerlich nicht richtig. Warum dann nicht etwas anderes machen?

Bei uns wird es in diesem Jahr ein Ahnen-Festessen geben. Nicht das sog. „stille Abendessen“ (das englische »dumb supper«, das auch bei uns viele feiern), sondern querfeldein. Für jede uns bekannte Herkunft wollen wir etwas Traditionelles auf den Tisch bringen.

Das werden ein paar Gänge! Wir brauchen französische Küche, etwas aus Österreich, aus Ungarn, aus Deutschland, aus Polen und aus Litauen. Zum Glück ist uns nicht noch mehr bekannt, wir kämen gar nicht mehr heraus aus dem schlemmen. Man kann die guten Geister ja nicht nur mit Räucherwerk locken, auch altbekannte Düfte und Aromen kommen immer gut an.

Was ich damit sagen will ist: es muss dir Freude machen. Da muss ein Funke überspringen. Mal feiert man fröhlich, mal nachdenklich. Ein und dasselbe Jahreskreisfest kann in unterschiedlichen Jahren völlig anders aussehen. Und das ist gut so, weil es dann wirklich lebendig ist.

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5 Gedanken zu „Samhain – Halloween feiern

  1. Die Idee mit dem regionalen Essen finde ich toll!
    Für mich kommt das zwar nicht in Frage, aber wer seine Ahnen schätzt, der zeigt ihnen so ihre Wertschätzung.

    Kann man an so einem Tag, bzw. in so einer Nacht auch einen Bannzauber machen? Oder verlegt man diesen lieber auf vorher? (Wenn man gewisse Ahnen nicht mehr um sich haben möchte, sondern sie ziehen lassen will.)

  2. @Walkyra: Das ist auch ein sehr guter Tag, um sich von Ahnen zu lösen, die man ziehen lassen möchte. Die Beziehungen zu ihnen sind schließlich genauso vielschichtig, wie zu Menschen auf unserer Seite. Hier wie dort müssen manchmal gesunde Grenzen gezogen werden, damit es gut weitergehen kann.

  3. Liebe Claire,
    ich wünsch Dir heute einen wunderbaren Tag und eine noch traumhaftere Nacht ❤ . Schon als Du den Beitrag veröffentlicht hast, schoß mir durch den Kopf, dass ich das gern rebloggen würde. Da ich ja aber gerade erst angefangen hatte, mit dem ganzen Blogzeugs hier, hab ich Schiß gehabt, dabei irgendwas falsch zu machen (Internetz zum Absturz gebracht o.ä….man hört ja so einiges 😉 ) …heut probier ichs einfach mal, mal sehn, was passiert.
    Für den Beitrag danke ich Dir, aber nicht nur aus dem selbstsüchtigen Grund, dass ich den für mich nutzen kann, sondern vielmehr, weil er mich inspiriert hat. Auch bei uns wird schön gegessen, nur geht's in die Süß-Richtung (also schon nachmittags), damit auch wirklich alle versammelt sind, was aus terminlichen Gründen nicht anders geht. Wird schön und ich freu mich, weil ich es liebe, Gäste zu haben. Und am Abend …dann ein Kerzenritual nur für mich. Passt.. 🙂

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