Es geht bergauf

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Habt vielen Dank für die vielen, lieben Genesungswünsche, sie haben gewirkt! 😉

Natürlich habe ich auch ein bißchen pflanzlich nachgeholfen bzw. helfen lassen, denn es ist wirklich so: mit Grippe kann man nichts mehr machen, da ist man wie vom Hammer gestreichelt. Ich hab sowas noch nie erlebt. Man hat mal einen grippalen Infekt, da hängt man auch durch, aber das war eine andere Hausnummer.

Es gab also Zwiebeltee (einfach Zwiebeln auskochen und das Wasser trinken). Der schmeckt ganz erträglich verglichen mit Zwiebelsaft (rohe Zwiebeln fein hacken, mit Zucker vermischen, ziehen lassen und den entstehenden Saft trinken). Ja…, da werden Kindheitserinnerungen wach!

Natürlich darf Meerrettich nicht fehlen, in dem Zustand fehlt einem der Nerv für viel Schischi, also einfach aus dem Glas. Aber aus dem Spreewald muss er schon sein! 🙂

Meine Oma kam aus dem Sorbischen (genauer aus dem Wendischen, aber wenn man das sagt, weiß kaum jemand, was gemeint ist), also gab es selbstverständlich auch Leinöl, denn das hilft bekanntlich gegen alles. Hühnersuppe natürlich auch.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell man auf die guten, alten Sachen aus der Kindheit zurückkommt, wenn es hart auf hart kommt. Und sie wirken. Als mein Fieber auf 40 Grad zumarschierte, haben es Wadenwickel in den Griff bekommen, als die Tabletten versagten.

Daraus mache ich aber keine Religion. Nach drei, vier Tagen Gliederschmerzen ist man einfach dankbar, wenn man sich mal ein paar Stunden Pause davon verschaffen kann.

Wie es der Zufall wollte, kam ich auf dem Weg zum Arzt an einem Holunderbusch vorbei, das war natürlich wie bestellt und ich wußte, welches Sprüchlein ich aufzusagen hatte. (Wer alte Sprüche sucht, ich habe sie hier übersichtlich zusammengetragen.)

Ich schwöre auch auf den alten Brauch, sich die Nägel abzuschneiden, um die Regeneration des Körpers anzuregen (sie wachsen ja nach). Es mag nur ein alter Aberglaube sein, aber er hat mich noch nie enttäuscht… 😉

Jetzt muss ich natürlich mal in die Runde fragen: Was sind eure besten Tipps gegen Husten, Schnupfen und schlimmeres? Da gibt´s bestimmt regionale Besonderheiten und natürlich die berühmten Sachen, denen man bei der Oma nicht entkam (…und die man heute freiwillig nimmt, egal wie scheußlich sie schmecken, weil Erinnerungen drin stecken, die ganz eigene Heilkräfte freisetzen).

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12 Gedanken zu „Es geht bergauf

  1. Hallo liebe Claire. Schön, dass es dir wieder besser geht! Ich bin auch gerade erst wieder auf den Beinen. „Schlafen ist die beste Medizin. “ hat Oma immer gesagt. Das hat mir dieses Mal gut geholfen. Schwarzer Johannisbeersaft zum Gurgeln, Tee aus Spitzwegerich und Salbei. Wadenwickel gehen immer. Zwiebelsaft kenn ich nur zu gut 🙂 aber auch Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen. Propolis…ich könnte jetzt stundenlang aufzählen. Unsere Ärzte schauen einen nur kurz an und verschreiben dann für die nächsten 14 Tage Antibiotika. Von daher heilen wir uns nur noch selbst.
    „Eine Grippe dauert ohne Medikamente 1 Woche, mit Medikamenten 7 Tage.“ Omas sind /waren halt die Klügsten 🙂

  2. Das sind/waren sie! 🙂

    Viele Leute erwarten aber genau das von den Ärzten. Meiner war ganz glücklich, dass ich nichts verschrieben haben wollte, weil Antibiotika bei Viren sowieso nichts bringen.

    Denn viele fühlen sich nicht ernst genommen, wenn sie ohne Rezept wieder aus dem Sprechzimmer kommen.

    Dabei freut man sich doch eigentlich, wenn der Arzt sagt: Sie machen das gut, machen Sie einfach weiter so. Man braucht den Doc manchmal ja nur, damit es jemand vom Fach nochmal einschätzt.

  3. Zwiebeln klein Schneiden mit Honig übergießen, abdecken 24 h ziehen lassen. Sud Eßlöffelweise über den Tag verteilt nehmen ( das beste Antibiotika ). Zink egal in welcher Form entweder über die Nahrung, oder in Form von Zinktabletten. Heiße Zitrone mit Honig, Wasser, allerdings nicht kochend über die Zitrone gießen. Bei verstopfter Nase eine Socke mit Zwiebel füllen und übers Bett hängen, riecht etwas , hat aber meinen Sohn immer geholfen. Hühnerbrühe wenn es geht frisch zubereitet und über den Tag verteilt Essen. Und Brust sowie Rücken mit Salben einreiben……… Och da gibt es doch ne Menge, aber trotzdem sollten man sich ausruhen. Wie heißt es? – Eine Grippe dauert mit Medikamenten 7 Tage und ohne auch 😉

  4. Hallo Claire,
    schön dass es dir wieder besser geht !
    Zur Zeit schwöre ich auf Ingwer und Manukahonig, nicht unbedingt in Kombination aber beides am Tag schon präventiv, oder Fussbäder in die man wahlweise Salz, Senf oder auch Ingwer gibt.
    Wenn es mich als Kind erwischt hatte dann ging es ab ins Bett – ein heisser Lindenblütentee und dann Schwitzen ! Bei hohem Fieber machte die Mutter auch Wadenwickel. Hunger hatte man eh‘ keinen also war das freiwilliges Fasten. Ach – und bei verstopfter Nase hatte meine Mutter auch was Schönes in Petto: wir hatten damals ja noch einen alten Holzofen zum Heizen; da hatte sie eine Untertasse mit Babyöl an den Rand gestellt, damit es warm aber nicht heiss wurde und damit habe ich über Nase und Jochbeine (Nebenhöhlen) gestrichen und das brachte alles zum Fliessen. Die Hühnersuppe gab es eigentlich erst, wenn man schon wieder auf dem aufsteigenden Ast war. LG Erdrauch

  5. Liebe Claire,
    weiterhin gute Besserung. Ich helfe mir bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung oder bei Stress u.a. mit einer Tinktur aus Taigawurzel und Zimt. Die ist echt super und wirkt manchmal Wunder 🙂 Lieben Gruß*

  6. Hallo Claire,
    schön, dass es dir wieder besser geht ^^. Meine eine Oma hat immer frischen Zitronensaft gepresst, etwas Honig hein und lauwarmes / etwas heißeres, aber nicht kochendes Wasser drauf. Und sie schwört auf’s dämpfen mit Kamille (Topf + Kopf + Handtuch drüber) – sehr sehr effektiv. Meine andere Oma sammelt Löwenzahnblüten und macht daraus eine Art Honig (mit Zucker stehen lassen) oder nutzt Wickel mit Kartoffeln bei z.B. Halsschmerzen / Erkältung – die bringen viel Wärme. Und frische Hühnersuppe oder auch Rindersuppe wirkt immer :D. Ich selbst nehm gern Fenchelhonig aus der Drogerie und Isländisches Moos.

  7. Liebe Claire,
    Hühnersuppe ist ja nichts für Vegetarier, also muss was anderes ran. 😉 Meine Oma schwörte auf Eigenurin, was leider viele Menschen mit Schaudern ablehnen. Man muss hierzu den „Mittelstrahl auffangen und damit gurgeln. Hilft sehr gut!! Die Wadenwickel kann man noch mit „Retterspitz“ aus der Apotheke unterstützen. Sonst all‘ die guten Sachen, die hier schon beschrieben wurden. Weiterhin gute Genesung und liebe Grüße, Anke

  8. Hallo,
    also ich bin auch ein großer Fan von Propolis, auch wenn ich mich allein an den Gedanken der Tinktur schütteln muss 🙂 Mein Vater ist Imker, daher wird in unserer Familie sowieso auf Honig geschworen! Ich habe grade zur Erkältungszeit immer zwei kleingeschnittene Zitronen mit einer ordentlichen Ingwerzehe kleingeschnitten und mit flüssigem Honig übergossen, im Kühlschrank stehen. Ein paar Löffel mit heißem Wasser aufgegossen lässt einem immer schon etwas besser fühlen! Unsere Hebamme hat uns mal den Tipp gegeben einfach eine Zwiebel aufzuschneiden und an das Bett zu stellen wenn unser Sohn so schlimmen Reizhusten hat und es funktioniert besser als jeder Hustenstiller (nicht nur bei dem Zwerg)!

  9. Ich bin ein Teefan. Also gibts Ingwer-Thymian- oder Salbeitee und heiße Zitrone mit Honig. Außerdem finde ich Dampfbäder gut (zum Inhalieren), solchen Erkältungsbalsam zum Einreiben und mgl. viel Schlaf. Und bei Kopfweh diesen Chinabalsam, vorsichtig die Stirn und Schläfen damit eingeriegen – aber bloß nicht in Augennähe.

  10. Hallo Claire, schön, dass es die besser geht!
    Mir hilft immer Ingwertee sehr gut bei Erkältungen und ich halte meinen Hals warm. Schon beim ersten Kratzen schlafe ich mit Schal. Das hat schon oft wahre Wunder gewirkt. Meine Oma schwor aber nicht auf den Schal sonder auf eine Schafswollsocke um den Hals (am besten eine die auch schon getragen war). Ansonsten finde ich Wadenwickel bei Fieber wunderbar, genauso wie sich mit Pfefferminztee abzuwaschen. Die Minze hilft den Körper etwas runterzukühlen. Allerdings finde ich, dass man Fieber nur dann senken sollte, wenn man darunter sehr leidet. Es ist ja letztendlich der Versuch des Körpers die eingedrungenen Vieren abzutöten. Und wichtig ist, dass man es nicht zu schnell und zu stark senkt. Das belastet den Kreislauf zu sehr.

  11. Hallo liebe Claire,
    schön dass es Dir wieder besser geht, auch wch erst jetzt von Deinem „Hammerstreicheln“ lese, ich schwächel was das Nachlesen überall angeht……Ich habe schon lange kein Fieber mehr gehabt. Da hst Du ja einiges durchgemacht und die „alltäglichen Kleinigkeiten“ wie Schnupfen und Husten sind Randerscheinigungen.
    Zwar gehe ich auch oft in die Apotheke, greife aber stets zu pflanzlichem, am liebsten reinem Extrakt. Thymian, Efeu, gibt es beides hochkonzentriert. Gerne schmiere ich auch auf Brust und Rücken, wie es Mütter auch früher taten! Zwiebelsud kommt bei mir bzw. meinen Lieben immer in die Ohren, wenn sie Ohrenschmerzen haben. Und hier schwören auch alle auf (warme) Kirschkernkissen, bei was auch immer 🙂
    Meiner Tochter hatten wir hohes Fieber auch mal mit kaltem Wasser gesenkt – dann bekam sie einen Fieberkrampf – das war die Hölle. Aber das kann den Erwachsenen ja zum Glück nicht passieren.
    Na dann hoffen wir dass der Frühling bald einkehrt und Du frisch gestärkt weiter durchstarten kannst. Das mit dem Nägelschneiden gefällt mir, klingt gut für mich, das probiere ich aus 🙂
    Herzliche Grüße
    Beltane

  12. Nachtrag: Gegen Schmerzen im Allgemeinen, meist mal Kopfweh oder so, helfen hier am besten einige Mandeln, so 4-10 Stück, langsam zerkaut. Die haben einen Stoff in sich ähnlich wie Aspirin. Und sie schmecken und schaden nicht 🙂

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