Die Ahnen ehren

Nach langer Pause gibt es ein neues Video auf Youtube! Diesmal geht es wieder um eure Fragen und hier speziell um die Verehrung der Ahnen.
 
Das Thema ist oft noch seltsam weit weg, vom Gefühl her. Aber immer mehr Menschen interessieren sich dafür und wer weiß, wo wir in zehn, zwanzig Jahren stehen.
 
Viel Freude mit dem Video! Es ist etwas länger geworden, aber das Thema ist auch wirklich umfangreich:

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6 Gedanken zu „Die Ahnen ehren

  1. Guten Morgen 😀
    Vielen lieben Dank für das schöne Video!!

    Gestern (also passend zum Erscheinen deines Videos) wäre unsere Seelenhündin 18 Jahre alt geworden und ich habe es direkt für sie umgesetzt….Ich hatte dabei ein weites, offenes und liebevolles Gefühl in mir.

    Doch jetzt meine Überlegung…Geht denn das Ritual auch bei Tieren….Oder auch Freunden….Ohne miteinander verwandt (Ahnen) zu sein?

    Oder gibt es dafür etwas spezielles, schönes??

    Lieben Dank und herzliche Grüße Miriam

  2. Liebe Miriam,

    das geht auch für verstorbene Tiere und Freunde, die nicht zur Familie gehören. Es gibt nicht ohne Grund den Ausdruck „Ahnen im Geiste“. Es sind andere, aber genauso vollwertige Beziehungen.

    Manche legen das sehr eng aus. Aber grau ist alle Theorie. Im echten Leben machen die meisten von uns die Erfahrung, dass es verwandte Seelen eben nicht nur in der eigenen Familie gibt. Und sie kommen auch nicht immer in einer menschlichen Hülle daher.

    In unserer Kultur wird das gerne verkannt oder es gilt als sentimental. Da wird sogar schnell mal unterstellt, jemand hätte irgendein Problem mit Menschen, wenn er Tiere liebt. Schließlich ist der Mensch die angebliche Krone der Schöpfung und alles andere steht darunter. Wie kann man das dann gleichwertig gerne haben?

    Aber als naturspirituelle Menschen wissen wir: wir alle befinden uns im großen Netz des Lebens in seinen mannigfaltigen Formen. Letztendlich zählt, was das Herz berührt, was echt und tiefgehend ist, daneben verblassen alle Definitionen.

    Liebe Grüße, Claire

  3. Hallo Claire, ich habe mal eine ganz andere Frage.
    Und zwar ist es bei mir so, dass ich gerne (vor allem jetzt in der kommenden Jahreszeit) etwas mehr mit Ahnenarbeit machen möchte. Meine Ahnen waren jetzt aber durch die Bank weg erzkatholisch. Jetzt habe ich die ganze Zeit die Befürchtung, dass die es jetzt als total unpassend empfinden würden, wenn ich da mit „irgendwelchem magischem Zeug“ ankäme. Typisch christliche Zugänge wie Allerheiligen/Allerseelen zu nutzen oder ein Kreuz aufzustellen kommt für mich als Hexe aber auch nicht infrage. Wie könnte ich da jetzt beide Seiten miteinander verbinden, ohne das es für einen von uns komisch wird? Ich habe letztes Jahr einfach eine Kerze ins Fenster gestellt und versucht ein bisschen ins Plaudern zu kommen, das fand ich sehr schön, aber ich würde gerne mehr tun.

  4. @ Sarah: Das ist ein wichtiger Punkt und erfordert Fingerspitzengefühl.

    Bei mir gab es ein paar beinharte Protestanten in der Linie und für diesen puritanischen Zweig ist schon Allerheiligen/Allerseelen eine Form von Aberglaube. Katholiken sehen das oft nicht, aber Räucherwerk in der Messe, die speziellen Feiertage, Prozessionen, die Heiligenverehrung usw. wirken auf nüchterne Protestanten wie Heidentum in Reinkultur. 😉

    Eine Kerze ist ein schöner Anfang und ich persönlich habe das über den Lebensbaum als verbindendes Symbol gelöst, der Stammbaum sozusagen.

    Bei mir ist das ein kleiner Holzteller mit hineingeschnitztem Baum, den ich zum Zentrum mache, aber man kann auch vieles andere verwenden. Es wäre auch ein Kreuz (als universelles Symbol, das es schon lange vor dem Christentum gab) denkbar. Ich kenne jemanden, der eine Mischung verwendet, ein Kreuz in Baumform, um so den Weg der Ahnen zu respektieren, aber das Eigene eben auch einzubringen.

    Man findet also Mittelwege und auch scheinbar verhärtete Ahnen freuen sich dann eben doch, dass man an sie gedacht hat und dass sie mit Licht und Wärme bedacht wurden. Es kann ein paar Jahre dauern, bis man sie erwärmt hat, aber es besteht auch kein Grund zur Eile. Die „da drüben“ brauchen manchmal auch ihre Zeit.

  5. Hallo Claire,
    danke für deine ausführliche Antwort!
    Ich denke das mit dem Baum ist eine gute Idee, soweit ich das zurückverfolgen kann hat sowohl die mütterliche als auch die väterliche Seite ziemlich lange Landwirtschaft betrieben, und uns gehört immer noch ein Stück Wald, da passt das total gut…eigentlich ziemlich offensichtlich sogar, aber manchmal steht frau auf dem Schlauch 😉
    Stimmt, die Katholiken haben vieles einfach „umbenannt“ und ansonsten so wie vor der Missionierung weiter verwendet. Ich kann mich noch erinnern, das in der Lokalzeitung von meiner Heimatstadt mal eine Werbung für Gebetskerzen stand, inklusive Übersicht wann man sich damit an welchen Heiligen wofür mit welchem Gebet wenden kann…das ist einem als Hexe ja nun auch nicht so ganz fremd 😉

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