Das neue Thema des Monats

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Schamanische Rituale aus fremden Kulturen? Nein, das ist von hier. (Aus: „Das große sächsische Weihnachtsbuch“ von Klaus Walther)

Heute ist das neue Thema des Monats auf der Homepage online gegangen, →hier findet ihr es.

Ursprünglich wollte ich Bräuche und alte magische Traditionen rund um Weihnachten und die Rauhnächte zusammentragen. Aber wie das immer so ist, beim Schreiben beginnen Texte zu leben und nehmen ihre eigenen Wendungen.

Statt Aufzählungen á la „in der Stephansnacht (26.12.) für die Liebe orakeln“, wollte etwas anderes besprochen werden. Oder besser: jemand. Der Geist der Weihnacht schlich sich zwischen die Zeilen und drehte die Worte um, bis die Auflistungen unwichtig wurden und ich ihn mal machen ließ.

Viel Freude beim Lesen und damit die alten Bräuche nicht zu kurz kommen, können wir uns gerne hier im Blog austauschen, was bei euch üblich ist, was man einfach macht, in der Aventszeit und zu Weihnachten.

Grukarte - Herzen

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6 Gedanken zu „Das neue Thema des Monats

  1. Hallo liebe Claire!
    Ich habe zwar keine großen magischen Traditionen (da entscheide ich immer aus dem Bauch heraus, ob und wann ich etwas machen möchte), aber irgendwie ist ja die ganze Zeit magisch.

    Bei mir hat es Tradition gleich nach Totensonntag die Wohnung zu schmücken. Ich laufe dann wie eine kleine Weihnachtselfe durch alle Räume und freue mich über alles, was ich aufgestellt habe. Am Abend freut sich dann auch mein Mann dadrüber.
    Mein Bruder und ich sind schon seit Jahren am ersten Abend des Weihnachtsmarktes dort. Wir haben hier einen wunderschönen Mittelaltermarkt und da geht es dann hin. Es ist immer ein wenig wie nach Hause zu komme, da wir dort viele Bekannte unter den Ausstellern haben, die wir meist nur dort sehen. Die Freude ist dann natürlich immer groß und man hat sich viel zu erzählen.
    Dann ist natürlich Plätzchen backen ganz wichtig. Meine Mutter und ich sind irgendwie die Einzigen, die es schaffen, sich die Zeit dafür zu nehmen und so sind wir dann einen ganzen Tag beschäftigt, um genug für alle zu machen. Das verschenken dieser an Familie, Freunde, Kollegen ist dann fast genauso schön wie das Backen selbst.
    Und dann gibt es eine CD, die ich jedes Jahr höre. Ohne diese Musik könnte es gar nicht Weihnachten werden 🙂 Meine Großeltern hatte diese als Schallplatte und ich liebte diese Lieder so sehr, dass Opa sie mir sogar im Sommer angemacht hat und ich dann auf dem Fußboden vor den Plattenspieler saß und ruhig zuhörte. Dann wurde ich größer und den Plattenspieler gab es nicht mehr und auch die Platte vergaß ich… Bis meine Mutter eine Anzeige las, dass jemand Platte auf CD überspielen wurde. Sie kramte die Platte raus und gab sie ihn. Und zu Weihnachten (ich muss so ca 21 gewesen sein), schenkte sie sie mir. Ich wusste erst gar nichts damit anzufangen. Aber als wir die CD abspielten und die Fanfaren losgingen… Ach was war das schön.
    So und nun höre ich auf mit meinem Roman und mache mir eben diese CD an.

    LG Catha

  2. Deinen Artikel fand ich wirklich gelungen. Du schaffst einen wunderbaren Misch aus traditionellem Verständnis und Platz für Neuerungen. Zu oft beharren Menschen auf den Erhalt alter Traditionen und gehen trotzdem im modernen Weihnachtstrubel auf. Deine Perspektive finde ich viel gesünder.
    Ich habe auch gerade zum Thema Weihnachten geschrieben und finde es schade, wie sehr man sich z.B. um die Urheberschaft und Ursprung des Festes streitet. Damit geht etwas verloren, das in allen Traditionen mit drin steckt. Weihnachten, Julfest, Wintersonnenwende, oder wie man es nennen mag, dreht sich um Ruhe, Frieden und die Zusammenkunft in der Familie. Das schafft man nur, wenn man das Fest individuell gestaltet und keinen straffen Zeitplan für das Fest fährt.

    LG
    Stephan

  3. @ Catha: Das ist doch wunderschön! 🙂 Bei mir ist es ähnlich mit dem Timing, Totensonntag geht man nochmal auf den Friedhof und macht dort alles hübsch und ab dann geht es zu Hause los.

    Das freut auch die Katzen, kleine Kugeln oder Deko-Äpfelchen kullern fein und Strohsterne kann man in die verborgensten Winkel tragen. Das entwickelt dann eine Eigendynamik: sie tragen es weg, ich finde es wieder und so geht das munter durch die Adventszeit.

    Ich bin gespannt, wie es dem Baum ergeht. Unsere alte Katze schärft nur die Krallen am Stamm, für irgendwas muss das Ding ja gut sein. Aber dieses Jahr ist eine große, starke und vor allem neugierige Mieze aus dem Tierschutz dazu gekommen. Ich traue ihr einiges zu… (Stichwort: Baum fällt!)

    Musikalisch bin ich irgendwann mal beim Happy Christmas Radio geladet (ein Hoch auf Internet-Radios an dieser Stelle) und das dudelt munter an den Wochenenden. Die sind haarscharf am Kitsch vorbei, da singen auch mal die Tempations usw., das ist genau mein Ding.

  4. @ Stephan: Weihnachten ist wirklich paradox. Je mehr man versucht es besonders gut zu machen, desto angespannter wird es.

    Heute hat sich schon vieles gelockert und das ist gut so! Ich kenne das aus der eigenen Familie, die Omas haben oft erzählt, wie sehr sie unter Druck gesetzt wurden. Alles musste perfekt sein und die Verwandten X erwarteten dieses und die Verwandten Y jenes, und wehe man entsprach in irgendeinem Punkt nicht den Erwartungen.

    Die kamen im Endeffekt drei Tage nicht aus der Küche raus und waren hinterher fertig – und natürlich war irgendeine Verwandte trotzdem beleidigt oder fand etwas zum mäkeln.

    Wir stellen uns das so ideal vor, die gute, alte Zeit… Aber damals gab es noch feste Hackordnungen in den Familien und wie „man“ etwas macht schwebte über jedem Detail.

    Seien wir froh, dass wir heute leben! Ich würde nicht mit damals tauschen wollen. Auch wenn heute vieles nicht perfekt ist, können wir doch eher unser eigenes Ding machen und den berühmten „Geist der Weihnacht“ wirklich erfahren.

  5. @ Claire
    Haustiere sind doch einfach herrlich! Immer finden sie Möglichkeiten das Leben für einen aufregender zu gestalten :-). Wir hatten in der alten Wohnung unseren Weihnachtsbaum aus Platzmangel im Meerschweinchengehege stehen (da hate die Bande ein großes Bodengehege). Die ersten Tage war ich auch immer etwas besorgt, das er umfällt. Wenn da so ein freches 1,5 Kg Meerschwein sich an die unteren Zweige hängt und kräftig zieht… Aber nach ein paar Tagen lagen dann alle ganz entspannt drunter und schliefen oder liefen einfach nur immer im Kreis drum herum.
    LG Catharina

  6. Bei mir ist Weihnachten mittlerweile auch ein kunterbuntes Durcheinander aus Wintersonnenwende, unseren „Familien-Ritualen“ (am 24. wird der Baum geschmückt, und zwar ausschließlich von mir und meiner Schwester, ganz wichtig! 😉 usw usf) und worauf wir spontan noch Lust haben. Das ist zwar manchmal ein ziemliches Hin und Her, aber besser als früher dieses ewige Programm abhaken.

    Zum Thema Bräuche ist mir noch was von meiner Oma eingefallen, und zwar hat sie an Heiligabend nach Christmette und Abendessen immer Walnüsse zum Knacken mitgebracht. Dann hat jeder von uns vier Stück gezogen, eine für jede Jahreszeit im neuen Jahr (am besten immer eine nach der anderen, da die Reihenfolge wichtig ist) und meine Oma hat sie aufgeknackt. Ist die Nuss innen gut und ging leicht aufmachen, wird auch die entsprechende Jahreszeit für die Person die sie gezogen hat gut, ist die Nuss innen schlecht (oder läßt sich kaum öffnen, oder geht beim aufmachen kaputt….) hat man in der entsprechenden Jahreszeit mit Pech und Schwierigkeiten zu rechnen. Ich hab da als Kind nie viel drauf gegeben, aber es stimmt wirklich oft und Spaß macht es auch 🙂

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