Frohes Walpurgis!

Goethe sagte: Es ist nichts schwerer zu ertragen, als eine Reihe von freien Tagen. Jedenfalls wird er bei uns immer so (falsch) zitiert.

In Wirklichkeit hat er gesagt: Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.

Tja, was soll man dazu sagen, wir liegen alle mal daneben. 😉

Deshalb wünsche ich euch ein wunderbares verlängertes Walpurgis-Wochenende. Trotzen wir dem Wetter und rufen die Lebenskräfte herbei, sonst gibt´s am Ende noch einen Pulloversommer hinterher…

 

Ostara kommt

Foto von @frangipani_delicious / Instagram

So langsam legt der Frühling richtig los und alle atmen auf. Zu Imbolc hat man die erste Hoffnung, dass der Winter nicht ewig dauern wird, aber es ist erst einmal nur das Licht, das mehr wird.

Jetzt kommt auch die Wärme dazu, die Knospen sprießen und Frühblüher lassen einem das Herz aufgehen. Endlich wieder Farbtupfen! Ostara fällt diesmal auf den 20.3., das ist ein Montag. Die meisten werden vermutlich am Sonntag davor oder am Wochenende danach feiern.

Das wird immer wieder gefragt, aber es ist völlig in Ordnung ein Fest dann zu feiern, wenn man Zeit hat und es als stimmig erlebt. Viele machen es mittlerweile so und feiern dann, wenn sie das Gefühl haben: Jetzt liegt es in der Luft. Also nicht nach Stichtag, sondern wenn es innerlich bei ihnen ankommt und spürbar ist.

* * *

Passend zu Ostara nimmt das Jahresrad ordentlich Fahrt auf und daher noch zwei organisatorische Sachen:

Beim Kartenlegen sind neue Anfragen ab dem 10. April wieder möglich.

Die Wartezeiten waren auf über zwei Monate geklettert und ich sag´s mal frech: Man will sich ja noch an seine Fragen erinnern können, wenn es soweit ist. 😉

In der Woche vom 3. bis 7. April bin ich nicht erreichbar, das schonmal zum vormerken.

Das ist vor allem für Kursteilnehmer wichtig, die jeweils zum Monatsbeginn neue Lektionen nehmen. Ihr könnt gerne schon Ende März weitermachen oder etwas später ab dem 10. April, wie es besser passt.

 

Es ist recht ruhig im Blog…

… im Moment, was bedeutet: der Bär steppt! 😉 Natürlich fallen einem genau dann lauter schöne Themen ein, über die man gerne schreiben würde. Als »Herrin der Zettel« (und Notizbücher!) vergesse ich zum Glück recht wenig, das kommt alles noch.

Für dieses Jahr kristallisieren sich die ersten Pläne heraus, bei einem bin ich schon mittendrin und das ist der lange geplante Onlinekurs für die Skatkarten.

Wer sich in die Info-Liste eintragen lassen möchte: eine Mail an claire@hexe-claire.de mit dem Betreff „Skatkurs“ reicht. Das verpflichtet zu nichts, es bedeutet einfach nur, dass man eine Infomail bekommt, wenn der Kurs online geht.

Er sollte bis Ende des Jahres fertig sein, das braucht Zeit, weil sich vieles beim Schreiben entwickelt. Da gibt es so viele Fragen aus der Praxis: Wo sind die Stolpersteine, was kann man wie lösen? Welche Kniffe gibt es, was kann man sich sparen und was ist wirklich hilfreich?

Das ist immer der Punkt, wo es spannend wird. Für Anfänger ein Graus, für Fortgeschrittene eine sportliche Herausforderung, dieser Moment, in dem man vor den Karten sitzt und sich grübelnd fragt: Was will mir der Künstler damit sagen?

Es ist Arbeit das Kartenlegen zu erlernen, aber ich hoffe, dass ich genügend Spaß und Abwechslung hineinbringen kann, damit es nicht zäh oder langweilig wird. Denn zwischendurch hat jeder mal einen Hänger (ich hatte auf YouTube mal ein Video zum toten Punkt beim Kartenlegen gemacht).

Überhaupt gibt´s da so viele Mythen, die Anfänger entmutigen. Man muss es nicht von heute auf morgen drauf haben. Es ist auch nicht zu erwarten, dass man ein Kartenpäckchen erblickt und auf wundersame Weise ein Erweckungserlebnis hat, woraufhin man alle Karten automatisch beherrscht.

Wenn man so etwas hört, denkt man natürlich: Oh je, mit mir wird das wohl nichts werden.

Ich habe bei sowas immer die Stimme von Hape Kerkelings genialer Figur der Evje van Dampen im Ohr. Wie er auf seine unvergleichliche Art verkündet: Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit! Das gilt nicht nur für die Liebe, das schadet auch beim Kartenlegen nicht. Aber mit mindestens genauso viel Spaß, wie die unvergleichliche Evje verbreitet. 😀

Fall sie jemand tatsächlich nicht kennen sollte (oder heute noch nicht gelacht hat):

 

 

 

Frohes Neues!

Ein glückliches, gesundes und zauberhaftes Jahr 2017 an alle! Wer schauen möchte, wie es wird, findet im neuen Thema des Monats auf der Homepage einen Ausblick.

Bei mir beginnt es behutsam, zwischen den Jahren hat mich eine friebrige Erkältung erwischt. Jetzt muss erstmal alles organisiert werden, was dadurch durcheinander gewirbelt wurde. Nicht wundern, wenn Mails jetzt etwas länger dauern.

Weihnachten war einer erkältet, hinterher hatten alle etwas davon, das geht grad richtig rum. Ich finde die asiatische Angewohnheit einen Mundschutz zu tragen klasse, damit erspart man anderen viel Kummer. Leider ist es bei uns noch zu exotisch, aber das kann ja noch werden.

Jetzt bin ich wieder zurück und steige auch wieder beim abendlichen Lichtermeer mit ein. Bis einschließlich zum 6. geht es noch weiter.

Also dann: auf ein Neues! 🙂

 

Wieder da!

Nach dem Päuschen zu Samhain bin ich wieder zurück. Es war eine ruhige, sonnige und blütenreiche Zeit auf der Isla Verde, an sehr alten und ganz neuen Plätzen (manche erst in vor einer Weile vom örtlichen Vulkan ausgespuckt).

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so schön kann Straßenbepflanzung sein

Die magischen Momente waren reichlich, ein vollständiger Regenbogen im Vulkankrater vor einem – so etwas hat man nicht jeden Tag. Es bedeutet aber auch: der Regen kommt gerade direkt auf einen zu…

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leider passte der Regenbogen nicht ganz aufs Bild, hinter mir lauerte der Kraterrand
das wäre ein spektakuläres, aber leider auch das letzte Foto geworden

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wo eine Katze das Haus der Inselheiligen bewacht kann kein schlechter Ort sein

img_5211Heiliges in hell

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Heiliges in dunkel
(das Foto sieht normal aus, aber „live“ hatte diese Figur eine bemerkenswert düstere Ausstrahlung)

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Heiliges in alt

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und der örtliche Zaubertrank für Energie und gute Laune: cortado con leche condensato
ich werde mal versuchen das mit Espresso und Milchmädchen nachzubrauen

Das Wichtigste sind für mich aber nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern die Menschen. Die Palmeras und Palmeros haben eine wunderbare Lebensart, freundlich, offen, entspannt.

Man denkt sich automatisch: So geht´s doch auch! … und nimmt es als Inspiration mit nach Hause.

Gedanken

„Weißt du wer gestorben ist?“.

Die Frage trifft mich unerwartet heute Morgen und ich zucke etwas zusammen, das Jahr hatte es in dieser Hinsicht in sich.

„Tamme Hanken, der Knochenbrecher, guck mal hier!“.

Nein. Das gibts doch nicht! Ich kannte ihn nicht persönlich, aber das war wirklich mal ne Type, wie man bei uns sagt.

Es ist komisch, genau gestern bin ich über ein Zitat von Laotse gestolpert:

Am Ende deiner Reise wirst du nicht gefragt: Bist du ein Heiliger geworden oder hast du für das Heil der Menschen gekämpft? Die einzige Frage, die du beantworten musst, ist die Frage: Bist du du selbst geworden?

Tamme Hanken ist nur 56 geworden, aber gelebt hat er ganz sicher und er war definitiv er selbst. Ne Type eben.

Wenn ich dieses Jahr eins gelernt habe, dann, dass man nie weiß, wann das Ende der Reise sein wird. Wir denken immer, wir hätten ewig Zeit. Das ist eine Illusion, niemand weiß es und die meisten Menschen bereuen zum Schluss nicht, was sie getan haben, sondern was sie nicht getan haben. Was sie eigentlich hätten tun können und wollen, aber da gab´s immer ein „aber“ oder ein „vielleicht später mal“.

Man kann jetzt nur den Angehörigen viel Kraft wünschen. Ich will auch gar nicht lange reden, aber gerade wenn so herzliche und lebenspralle, aber eben auch feinfühlige Menschen gehen, berührt einen das einfach und ist auf der anderen Seite ein Fingerzeig, sich zu sagen: Lebe was du hast, mach was draus.

 

Die Auswertung der Umfrage und aktuelles

sternschnuppe

So, dann bringen wir mal Ordnung in die Chose, bevor ich mich auf die Söckchen mache und frei nach Oscar Wilde die Sommerpause verbringe:

Muße, nicht Arbeit ist das Ziel des Menschen.

Wobei der Meister der spitzen Bemerkungen auch wußte, dass das eine Herausforderung sein kann, denn:

Gar nichts tun, das ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt.

Nun denn, ich nehme die Herausforderung an!  😉

* * *

Aber kurz noch zu allem wichtigen. Wer es noch nicht gesehen hat: das neue Thema des Monats ist online, diesmal zu den Sternschnuppen (jetzt ist schließlich beste Sternschnuppen-Zeit) und den alten Überlieferungen und Aberglauben dazu.

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Der Juli ist schon um, aber wie vesprochen steht ja noch das Ergebnis zur Umfrage zu euren Wünschen aus. Erst einmal vielen Dank für eure Anmerkungen, Emails und Kommentare.

Den ersten Platz unter den Wünschen teilen sich zwei Themen. Da ist einmal ein Kurs über die Skatkarten, der auch vorher schon immer wieder nachgefragt wurde.

Die gute Nachricht: ich habe bereits angefangen. Die realistische Nachricht: es wird noch ein wenig dauern, denn sowas braucht Zeit. Natürlich kann man schnell einen Kurs zusammenstricken, aber damit ist niemandem geholfen. Man will ja nicht nur wissen, wie es geht, sondern auch, wie man mit typischen Stolpersteinen und Herausforderungen beim Kartenlegen umgeht.

Wie einfach es ist, wenn man es kann, das ist ja keine Kunst. Der Weg dorthin ist das spannende und da gibt´s keine Abkürzungen.

 

Das zweite wichtige Thema war der Hexenweg im Alltag: Wie lebt man das? Denn Rituale sind ja nicht alles. Hexe zu sein bedeutet mehr, als immer mal ein paar Wunschkerzen anzuzünden. Ich denke dieses Thema werde ich hier im Blog und bei Youtube vertiefen. Darauf gibt es keine schnellen Antworten, aber man kann es einkreisen und ein Gefühl dafür wecken.

Praktisch als Unter-Thema dazu wurde auch mehrfach nach dem Alltag mit den Göttern gefragt und generell wie man gut mit seinem Team „auf der anderen Seite“ zusammenarbeitet.

 

Ein weiteres Thema waren DIY-Videos zu allen möglichen Themen, wie Mojos machen, Kräuter und Räucherwerk, Edelsteinwissen usw. Dazu gibts auch schon viel im Hexenkurs (von dem man auch einzelne Lektionen nehmen kann, viele Fortgeschrittene machen das zum Beispiel so).

Generell wird immer wieder um Videos gebeten, gerne auch als richtiger Kurs. Ich muss mal schauen, wie und wann das möglich ist. Ihr kennt das sicher aus dem eigenen Leben: So viele Ideen, so wenig Zeit. Aber ich hab´s auf dem Schirm!

 

Wenn wir schon bei den Videos sind, mehr Beispiel-Legungen mit den verschiedenen Kartendecks sind auch ganz oben auf der Wunschliste. Gut, dass ihr das sagt, denn ich hätte von mir aus gedacht: Da habe ich schon ein paar gemacht und ihr sollt euch nicht mit der x-ten Beispiel-Legung langweilen. So kann man daneben liegen, besser man fragt mal nach!  😉

 

Außerdem gab es noch weitere Anfragen zu Klassikern, wie Ritualen und deren Aufbau, altem Mondwissen und zum Beispiel, wie man seine Karten reinigt, was es mit der Priesterschaft der alten Gottheiten auf sich hat, ob ich nicht noch mehr Gottheiten besprechen kann auf Youtube und was es mit Geisterkontakten auf sich hat.

Auch die afrobasierten Traditionen, wie Vodou, Candomble, Umbanda usw. sind ein Thema, sowie die Traditionen des fahrenden Volkes. Und überhaupt: wie man heute, inmitten all der Möglichkeiten seinen eigenen Weg gestaltet. Ist alles notiert!

 

So, ihr Lieben, noch einmal vielen Dank für euer lebhaftes Feedback. Manche haben sich richtig viel Mühe gemacht und lange Mails geschrieben, sowas ist in unserer schnelllebigen Zeit nicht selbstverständlich und ich danke euch dafür.

Jetzt bin ich erstmal in der Sommerpause, Kommentare sind noch ca. bis Mittag möglich, dann bin ich weg, denn Urlaub ist Urlaub und wenn man ihn nur halb macht, kann man ihn auch ganz lassen.

Habt eine gute Zeit, ab dem 22. August bin ich zurück!  😀