Gedanken zum Glück

Zum Newsletter zu Litha gab es wieder viele Rückmeldungen, so dass ich die Gedanken auch hier im Blog noch einmal aufgreifen möchte.

Es ging ums Glück und darum, dass man heutzutage tatsächlich dazuschreiben muss, dass man die Mails von drei Wochen nicht alle am ersten Tag, an dem man wieder zurück ist, beantworten kann…

…es sind schon verrückte Zeiten, in denen wir leben, aber es gibt nur eine Lösung: selbst mit Normalität anfangen, sie wirkt nämlich ansteckend.

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Viele haben Bedenken in der Art: Ich würde ja gerne ruhiger machen, aber die Anderen… Dabei wird vergessen, dass „die Anderen“ im selben Hamsterrad stecken und auch lieber ein normales Tempo hätten. So hält es sich selbst am laufen, niemand will nachstehen und alle brennen sich aus mit einem Tempo, das eigentlich keiner will.

Aber es funktioniert auch umgekehrt. Macht einer langsamer, kommen die anderen zum Nachdenken. Natürlich meckern manche, es gibt immer jemanden, der meckert. Aber die meisten denken: Stimmt, darüber werde ich mal nachdenken und das ein oder andere ändern. Normalerweise bewirken schon kleine Änderungen etwas, man muss nicht gleich das ganze Leben über den Haufen werfen.

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Heute predigen viele Lifestyle-Coaches: Ändere dein Leben radikal! Sei erfolgreich! Lebe deinen Traum! Das ist dieses typische Schwarzweiß-Denken, nach dem man nur ganz oder gar nicht glücklich sein kann.

Dabei wissen wir doch alle, dass auch der schönste Traum seine Schattenseiten hat und aus schwierigen Zeiten manchmal die besten Dinge erwachsen. Und vor allem ist dieser Trend keine Antwort auf das Hamsterrad an sich. Ob man nun im „normalen“ oder im „glücklichen“ Leben rennt und hetzt, macht doch keinen Unterschied.

Diesen Trend sieht man auch beim Kartenlegen, immer häufiger gibt es die Frage: Soll ich alles hinwerfen und völlig neu starten? Was meint ihr, wie oft die Karten dann antworten: Bleibe dabei, du hast grundsätzlich ein gutes Leben, aber ändere dieses oder jenes, dann läuft es wieder rund. Sie sagen das erstaunlich oft.

Durch das übersteigerte Glücks-Streben, das überall gepredigt wird, erkennen viele nicht mehr das Glück, das sie bereits haben. Erst wenn man „die beste Version von sich selbst“ geworden ist, glauben sie glücklich sein zu dürfen. Puh, das kann aber ganz schön dauern. 😉 So lange muss zum Glück niemand warten.

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Vielleicht sehe ich das als Hexe und Kartenlegerin auch anders, weil ich so viele Lebensgeschichten höre. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist seelisch und körperlich gesund zu sein, gesunde Kinder zu haben oder überhaupt Kinder bekommen zu können, mit PartnerIn durch Leben zu gehen, eine halbwegs erträgliche Wohnung zu haben, nicht von den Nachbarn gepiesackt zu werden.

Es ist nicht selbstverständlich, dass ältere Angehörige noch selbst ihren Alltag meistern können, dass niemand aus der Familie im Krankenhaus oder Pflegeheim liegt oder dass missgünstige Menschen im Berufs- oder Privatleben einen Bogen um einen machen.

Man sollte sein Glück nicht so weit weg rücken, dass man es nicht mehr sehen kann. Natürlich sollte man es nicht bloß als Nicht-Unglück definieren, so ist diese Aufzählung nicht gedacht. Trotzdem gibt es vieles, für das man dankbar sein kann.

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Ich hatte letztens schon darüber geschrieben: In vielen traditionellen Kulturen gilt ein Leben als in Balance, wenn sich Glück und Unglück die Waage halten. Man ist nicht erst dann ausgeglichen, wenn alles gut läuft und toll ist. Man ist es bereits wenn man 50% Pech und 50% Glück hat. Das hört sich ganz anders an als unser überzogener Perfektionsdrang, nicht wahr?

Es liegt vielleicht auch daran, dass diese Traditionen mehr am echten Leben dran sind und daher nicht vergessen haben, wie es läuft. Und es läuft doch auch bei uns modernen Menschen nicht anders. Manchmal denkt man viele sind nur deshalb unglücklich, weil sie meinen glücklicher sein zu müssen.

Fangen wir also mit 50/50 an, so wie das echte Leben ist, nicht die Illusionen von Photoshop und Promikult, so unterhaltsam das manchmal auch sein mag. Guckt euch die Stars doch an, da sind Drogen, Süchte, Eßstörungen, Depressionen usw. an der Tagesordnung, trotz feinster Kulissen. Oder gerade deshalb. Sehen so glückliche Menschen aus?

Da ist man doch lieber ehrlich unglücklich, wenn man gerade unglücklich ist und ehrlich glücklich, wenn man glücklich ist. Und dazwischen eben irgendwas dazwischen. Denn so sieht das echte Leben aus.

 

Letzter Aufruf für die Kurse…

… bis Anfang nächster Woche ist ein »Check-in« vor der Sommerpause noch möglich. 😉

Die Zeit fliegt und dann heißt es oft: Was, du bist jetzt schon weg? Daher mache ich einen letzten Aufruf.

Wer noch eine Lektion nehmen möchte oder jetzt neu starten will: alle Infos gibt´s wie immer auf der Homepage oder direkt unter claire@hexe-claire.de .

Ab nächstem Freitag bin ich in der Pause und dann ab dem 26.6. wieder zurück.

 

Zum vormerken: die Sommerpause

Das Jahr rennt. Gut, das sagt man häufig so dahin, aber in diesem Jahr ist es wirklich so und damit bin ich nicht alleine.

Manchmal sind die Monate so voller Eindrücke, dass sie einem wie ein halbes Jahr vorkommen.

Wieder einmal bewahrheitet sich, dass zwischen den Schwierigkeiten die Möglichkeiten liegen. Eine verrückte, intensive Zeit ist das. Zeit für ein Päuschen also und das mache ich in diesem Jahr vom 3. bis 25. Juni.

Beim Kartenlegen ist schon alles ausgemaust, neue Anfragen sind dann ab dem 26. Juni wieder möglich, wenn ich zurück bin.

Die Kurse gehen wie gewohnt weiter. Da gibt es Engpässe seltener und wenn, dann eher im Herbst, wenn alle aus dem Urlaub zurück sind und die dunkle Jahreszeit magisch nutzen wollen.

Das wird öfter mal gefragt: Wie können Online-Kurse ausgebucht sein? Aber natürlich können sie das. Die Leute haben auch die ein oder andere Frage in den Kursen und man kann nicht unbegrenzt Teilnehmer annehmen.

Wer also vor der Pause noch mit einem Kurs starten möchte: Bitte rechtzeitig anfragen (mindestens eine Woche vorher), damit es noch klappt. Wer schon dabei ist, der weiß ja wie alles funktioniert. 😉 Jetzt brauchen wir nur noch einen Sommer…

 

Frohes Walpurgis!

Goethe sagte: Es ist nichts schwerer zu ertragen, als eine Reihe von freien Tagen. Jedenfalls wird er bei uns immer so (falsch) zitiert.

In Wirklichkeit hat er gesagt: Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.

Tja, was soll man dazu sagen, wir liegen alle mal daneben. 😉

Deshalb wünsche ich euch ein wunderbares verlängertes Walpurgis-Wochenende. Trotzen wir dem Wetter und rufen die Lebenskräfte herbei, sonst gibt´s am Ende noch einen Pulloversommer hinterher…

 

Ostara kommt

Foto von @frangipani_delicious / Instagram

So langsam legt der Frühling richtig los und alle atmen auf. Zu Imbolc hat man die erste Hoffnung, dass der Winter nicht ewig dauern wird, aber es ist erst einmal nur das Licht, das mehr wird.

Jetzt kommt auch die Wärme dazu, die Knospen sprießen und Frühblüher lassen einem das Herz aufgehen. Endlich wieder Farbtupfen! Ostara fällt diesmal auf den 20.3., das ist ein Montag. Die meisten werden vermutlich am Sonntag davor oder am Wochenende danach feiern.

Das wird immer wieder gefragt, aber es ist völlig in Ordnung ein Fest dann zu feiern, wenn man Zeit hat und es als stimmig erlebt. Viele machen es mittlerweile so und feiern dann, wenn sie das Gefühl haben: Jetzt liegt es in der Luft. Also nicht nach Stichtag, sondern wenn es innerlich bei ihnen ankommt und spürbar ist.

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Passend zu Ostara nimmt das Jahresrad ordentlich Fahrt auf und daher noch zwei organisatorische Sachen:

Beim Kartenlegen sind neue Anfragen ab dem 10. April wieder möglich.

Die Wartezeiten waren auf über zwei Monate geklettert und ich sag´s mal frech: Man will sich ja noch an seine Fragen erinnern können, wenn es soweit ist. 😉

In der Woche vom 3. bis 7. April bin ich nicht erreichbar, das schonmal zum vormerken.

Das ist vor allem für Kursteilnehmer wichtig, die jeweils zum Monatsbeginn neue Lektionen nehmen. Ihr könnt gerne schon Ende März weitermachen oder etwas später ab dem 10. April, wie es besser passt.

 

Es ist recht ruhig im Blog…

… im Moment, was bedeutet: der Bär steppt! 😉 Natürlich fallen einem genau dann lauter schöne Themen ein, über die man gerne schreiben würde. Als »Herrin der Zettel« (und Notizbücher!) vergesse ich zum Glück recht wenig, das kommt alles noch.

Für dieses Jahr kristallisieren sich die ersten Pläne heraus, bei einem bin ich schon mittendrin und das ist der lange geplante Onlinekurs für die Skatkarten.

Wer sich in die Info-Liste eintragen lassen möchte: eine Mail an claire@hexe-claire.de mit dem Betreff „Skatkurs“ reicht. Das verpflichtet zu nichts, es bedeutet einfach nur, dass man eine Infomail bekommt, wenn der Kurs online geht.

Er sollte bis Ende des Jahres fertig sein, das braucht Zeit, weil sich vieles beim Schreiben entwickelt. Da gibt es so viele Fragen aus der Praxis: Wo sind die Stolpersteine, was kann man wie lösen? Welche Kniffe gibt es, was kann man sich sparen und was ist wirklich hilfreich?

Das ist immer der Punkt, wo es spannend wird. Für Anfänger ein Graus, für Fortgeschrittene eine sportliche Herausforderung, dieser Moment, in dem man vor den Karten sitzt und sich grübelnd fragt: Was will mir der Künstler damit sagen?

Es ist Arbeit das Kartenlegen zu erlernen, aber ich hoffe, dass ich genügend Spaß und Abwechslung hineinbringen kann, damit es nicht zäh oder langweilig wird. Denn zwischendurch hat jeder mal einen Hänger (ich hatte auf YouTube mal ein Video zum toten Punkt beim Kartenlegen gemacht).

Überhaupt gibt´s da so viele Mythen, die Anfänger entmutigen. Man muss es nicht von heute auf morgen drauf haben. Es ist auch nicht zu erwarten, dass man ein Kartenpäckchen erblickt und auf wundersame Weise ein Erweckungserlebnis hat, woraufhin man alle Karten automatisch beherrscht.

Wenn man so etwas hört, denkt man natürlich: Oh je, mit mir wird das wohl nichts werden.

Ich habe bei sowas immer die Stimme von Hape Kerkelings genialer Figur der Evje van Dampen im Ohr. Wie er auf seine unvergleichliche Art verkündet: Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit! Das gilt nicht nur für die Liebe, das schadet auch beim Kartenlegen nicht. Aber mit mindestens genauso viel Spaß, wie die unvergleichliche Evje verbreitet. 😀

Fall sie jemand tatsächlich nicht kennen sollte (oder heute noch nicht gelacht hat):

 

 

 

Frohes Neues!

Ein glückliches, gesundes und zauberhaftes Jahr 2017 an alle! Wer schauen möchte, wie es wird, findet im neuen Thema des Monats auf der Homepage einen Ausblick.

Bei mir beginnt es behutsam, zwischen den Jahren hat mich eine friebrige Erkältung erwischt. Jetzt muss erstmal alles organisiert werden, was dadurch durcheinander gewirbelt wurde. Nicht wundern, wenn Mails jetzt etwas länger dauern.

Weihnachten war einer erkältet, hinterher hatten alle etwas davon, das geht grad richtig rum. Ich finde die asiatische Angewohnheit einen Mundschutz zu tragen klasse, damit erspart man anderen viel Kummer. Leider ist es bei uns noch zu exotisch, aber das kann ja noch werden.

Jetzt bin ich wieder zurück und steige auch wieder beim abendlichen Lichtermeer mit ein. Bis einschließlich zum 6. geht es noch weiter.

Also dann: auf ein Neues! 🙂