Eine alte magische Ritualsammlung

Von K. bekam ich einen Lese-Tipp zu einem Artikel in der Zeit über frühere Rituale und Zauber. Es geht um alte Manuskripte, die hier in Leipzig aufbewahrt werden.

Das dazugehörige Buch der Forscher wird auf Englisch erscheinen: „Magical Manuscripts in Early Modern Europe. The Clandestine Trade in Illegal Book Collections“ von Daniel Bellingradt und Bernd-Christian Otto.

Spannendes findet man aber auch schon im Artikel, so dass z.B. nur 5% der Zauber Schadenszauber waren und Magie in allen Gesellschaftsschichten eine wichtige Rolle gespielt hat.

Es wird auch eine magische Hochzeit mit einer Nymphe beschrieben, die Glück und Segen über den menschlichen Partner bringen soll (…was sehr an magische Hochzeiten mit Schutzgeistern aus alten Kulturen erinnert und mal wieder beweist: bei uns ist nichts verloren gegangen, nur einiges vergessen worden).

Ihr könnt den Artikel hier nachlesen. Vielen Dank für den Hinweis!

P.S. … und ganz uninteressant scheint Magie heutzutage auch nicht zu sein, es ist gerade der meistgelesene Artikel mit mehr als 315.000 Aufrufen. 😉

 

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Das neue Thema des Monats…

… ist online! Diesmal geht es um die Zeit der Ernte und was das alles auch ganz individuell bedeutet.

Man braucht nicht mal ein Gärtchen dafür, ernten tun wir alle. Aber ernten wir auch das, was wir gerne mögen? Bauen wir es überhaupt an?

Ein paar Gedanken dazu findet ihr hier im neuen Thema auf der Webseite.

 

Update und schöner entspannen im Sommer…

Heute ein kleines Update: bis zur Sommerpause (vom 8. bis 21. August) ist es zwar noch etwas hin, doch beim Kartenlegen ist bereits alles ausgebucht. Neue Anfragen sind dann wieder ab dem 22. August möglich.

Und im neuen Thema des Monats auf der Homepage geht es darum, den Sommer-Urlaub mit grünen Helfern ein bißchen zu verlängern.

Das Gefühl kennen wir vermutlich alle, man fährt weg oder entspannt gemütlich auf Balkonien und sagt sich wie in jedem Jahr: Diesmal werde ich es so angehen, dass der Erholungseffekt nicht so schnell verblasst. Spätestens am Mittwoch der ersten Arbeitswoche stellt man dann fest, dass das Urlaubsgefühl in weite Ferne gerückt ist und sich alles wie immer anfühlt.

Aber das muss nicht so sein. Natürlich geht man das am besten von mehreren Seite an, Achtsamkeitsmeditation ist zum Beispiel auch sehr hilfreich.

Ich weiß, dass Achtsamkeit ein Trend-Wort ist, aber die Methode ist wunderbar und kann nichts dafür, dass sie gerade gehypt wird. Manche Dinge sind einfach gut, egal ob sie gerade im Trend liegen oder »out« sind.

Natürlich kann man auch sanft mit Pflanzen unterstützen, dass man im Gleichgewicht bleibt und ich habe für dieses Thema des Monats einmal nicht ganz so bekannte Pflanzen herausgesucht. Die üblichen Verdächtigen wie Baldrian oder Melisse kennt ja so gut wie jeder.

Frauen meist mehr als Männer. Im Freudeskreis und auch bei meinen Kundinnen und Kunden sehe ich oft, dass die Männer zögerlich sind. Sie können Schlafstörungen bis zum abwinken haben, aber bis sie mal den Kräutertee trinken, den die Partnerin mitgebracht hat, muss es schon gar nicht mehr gehen. Und wehe der wirkt dann nicht gleich beim ersten Mal durchschlagend, dann taugt das sowieso nichts und ist nur ein Feelgood-Placebo.

Also, nochmal in Ruhe: viele Kräuter beugen eher vor und gleichen aus. Nimmt man sie erst dann, wenn gar nichts mehr geht, brauchen sie Vorlauf. Im allgemeinen sollte man eine gewählte Pflanze ruhig ein bis zwei Wochen testen, bis man sich sein Urteil bildet. Bei vielen Menschen ist so viel Spannung im System, dass die Pflanzen erstmal alles runterkochen müssen, bis man ihren Effekt bemerkt.

Geduld und ausprobieren sind also auch hier unerlässlich, daran „glauben“ muss man allerdings nicht. Pflanzen wirken „echt“, das ist dann auch einfach Biochemie, die zum tragen kommt. Eine positive Einstellung ist bei allem hilfreich, aber wer skeptisch herangeht, verbaut sich nicht die Wirkung damit.

 

Im Talk bei Mystica TV

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Gerade ist der Talk bei Mystica TV online gegangen. Es war ein sehr schönes, respektvolles und offenes Gespräch. Ich war natürlich ziemlich aufgeregt (das sieht man auch  😉 ), aber ich sitze auch wirklich nicht jeden Tag in einem Studio.

Doch die Aufregung nehme ich gerne in Kauf, weil mir das Anliegen einfach sehr wichtig ist: zu zeigen, dass das moderne Hexentum ein ganz normaler spiritueller Weg ist, der von ganz normalen Leuten gegangen wird.

Vieles ist in den letzten Jahren schon entspannter geworden, aber auf der anderen Seite gibt es noch viel zu tun, damit es selbstverständlicher wird. Und um gesehen zu werden, wie wir wirklich sind, müssen wir sichtbar sein.

Damit es eines Tages nicht mehr heißt: „Waas, eine Hexe?“, sondern: „Ah ja, da habe ich schon von gehört, die sollen ja ganz in Ordnung sein.“.

 

Zu Besuch bei Mystica TV

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Gerade war ich bei Mystica TV zum Talk eingeladen und habe mich sehr darüber gefreut. Es ist mir wichtig einen Teil dazu beizutragen, dass das moderne Hexentum sichtbar ist. So wie es ist: bunt, frei und doch gut geerdet, naturverbunden und spirituell, durchaus praktisch, aber eben ein bißchen mehr als nur „Wunsch-Magie“. 😉

Und da ist es eine wunderbare Sache, wenn man in einer offenen Umgebung darüber reden kann. Früher war ich zurückhaltender und dachte: Wenn jemand diesen Weg finden soll, dann wird er oder sie ihn auch finden. Im Kern denke ich das heute noch, aber damit etwas gefunden werden kann, muss es auch auffindbar sein.

Wie so oft sind es nicht die großen Überlegungen, sondern die vermeintlich kleinen Geschichten des Alltags, die einem den Anstoß geben. Bei mir war es eine Dame im Hexenkurs. Sie war Mitte 60 und hat immer gespürt, dass bei ihr etwas anders ist. Nur was dieses »etwas« ist wußte sie nicht.

Bis sie durch Zufall vom modernen Hexentum und der weißen Magie hörte und sofort klar war: Das bin ich, das ist das Puzzle-Teil, das in meinem Leben immer gefehlt hat. Gleichzeitig kam natürlich auch der Gedanke: Wie schade, dass ich erst jetzt von diesem Weg erfahren habe. Was hätte ich in all den Jahren…

In solchen Momenten merkt man wie wichtig es ist, offen über spirituelle Wege zu reden. Jeder soll sich seine Meinung bilden, aber dazu muss es überhaupt erstmal sichtbar sein.

Deshalb ist es wichtig, was BloggerInnen, YoutuberInnen und andere über ihren Hexenweg berichten. Man weiß nie wer es sieht – und für wen es einen Unterschied macht.

Viele denken: Ach, mein Blog usw. ist doch so klein. Aber täuscht euch da mal nicht, gerade die vielfältigen Sichtweisen und Erfahrungen machen es doch aus und oft erfährt man erst viel später, was man im Leben von anderen bewirkt hat.

Der Talk bei Mystica wird im Mai/Juni online gehen, ihr erfahrt es natürlich auch an dieser Stelle.

 

Die Neuauflage von „Stadthexen“ ist erschienen

sh_Gerade ist die Neuauflage von „Stadthexen“ erschienen und wie auf Facebook versprochen, plaudere ich dazu noch ein bißchen aus dem Nähkästchen. Es wird übrigens auch auf Polnisch herauskommen, wie ich gerade erfahren habe.

Bereits „Die Magie der Hexen“ ist als „Magia wiedzm“ erschienen und ich habe immer wieder sehr nette Leserbriefe bekommen. Ich habe übrigens keine polnischen Vorfahren, weil das in dem Zusammenhang immer wieder gefragt wird, es hat sich einfach so ergeben.

Die Newsletter-LeserInnen kennen die Geschichte schon: an „Stadthexen“ hat sich damals entschieden, ob es weitere Bücher von mir geben würde. Verlage müssen Bücher unter vielen Gesichtspunkten betrachten. Damals gab es bereits ein paar Bücher von mir und man dachte, der „Trend“ Hexentum würde nun langsam zu Ende gehen.

Nachdem alles so schön angefangen hatte, hieß es wieder Klinkenputzen gehen, Absagen kassieren und es weiter versuchen. Im Nachheinein betrachtet sieht vieles einfach aus, aber das war wirklich holprig damals. 😉

Schließlich kam das Buch doch heraus und der Weg ging weiter. Ich freue mich, dass ich es nochmal überarbeiten konnte, denn mit manchem war ich nicht so zufrieden. Ich habe heute eine ganz andere Art zu schreiben. Das ist viel entspannter geworden, ich suche auch generell mehr das Verbindende als das Trennende.

Wie schon auf Facebook geschrieben möchte ich mich bei euch bedanken für die Treue als LeserInnen. Das fing ja alles ganz klein an. Ich hatte eine 16qm Wohnung und anfangs nicht mal einen eigenen Computer, den musste ich mir erstmal zusammensparen. Ich habe einfach von Hand geschrieben und es bei Freuden abgetippt.

Dann kam so langsam eines zum anderen, Schritt für Schritt. Und immer dabei: meine LeserInnen. Schreiben ist nichts, was man alleine macht, da gibt es immer ein Miteinander, kein Mensch ist eine Insel.

Manchmal ist es ein Satz in einem Leserbrief oder eine Frage von jemandem, die bei mir hängenbleiben und ihre Kreise ziehen. Daraus entstehen Ideen, die weiter führen. Plötzlich hat man ein Thema, daraus wird ein Kapitel und immer so weiter. Das ist wie mit einem Stein, den man ins Wasser wirft und der Wellen schlägt.