Materielles

Im neuen Thema des Monats hier auf der Webseite geht es diesmal um materielle Fragen beim Kartenlegen. Im wahrsten Sinne des Wortes und das ist ein ganz anderer, als die meisten vermuten…

Nächste Woche kommen wir hier im Blog zu den Hexenkalendern für 2018. Ich denke am Mittwoch wird es soweit sein, dann können wir an diese kleine Tradition anknüpfen.

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Eine alte magische Ritualsammlung

Von K. bekam ich einen Lese-Tipp zu einem Artikel in der Zeit über frühere Rituale und Zauber. Es geht um alte Manuskripte, die hier in Leipzig aufbewahrt werden.

Das dazugehörige Buch der Forscher wird auf Englisch erscheinen: „Magical Manuscripts in Early Modern Europe. The Clandestine Trade in Illegal Book Collections“ von Daniel Bellingradt und Bernd-Christian Otto.

Spannendes findet man aber auch schon im Artikel, so dass z.B. nur 5% der Zauber Schadenszauber waren und Magie in allen Gesellschaftsschichten eine wichtige Rolle gespielt hat.

Es wird auch eine magische Hochzeit mit einer Nymphe beschrieben, die Glück und Segen über den menschlichen Partner bringen soll (…was sehr an magische Hochzeiten mit Schutzgeistern aus alten Kulturen erinnert und mal wieder beweist: bei uns ist nichts verloren gegangen, nur einiges vergessen worden).

Ihr könnt den Artikel hier nachlesen. Vielen Dank für den Hinweis!

P.S. … und ganz uninteressant scheint Magie heutzutage auch nicht zu sein, es ist gerade der meistgelesene Artikel mit mehr als 315.000 Aufrufen. 😉

 

Zum vormerken: signierte Bücher bei PranaHaus

Autogrammstunde mit Bastet

Manche werden es schon im Newsletter gesehen haben, die „Magische Heilkunst“ kommt demnächst auch als Taschenbuch-Ausgabe heraus.

Dazu gibt es wieder eine Aktion mit 111 handsignierten Büchern beim traditionsreichen PranaHaus Versand. Den Katalog könnt ihr bei Interesse auf der PranaHaus Homepage anfordern, ich habe jetzt noch ein bißchen was zu schreiben… 😉

 

Das neue Thema des Monats

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Schamanische Rituale aus fremden Kulturen? Nein, das ist von hier. (Aus: „Das große sächsische Weihnachtsbuch“ von Klaus Walther)

Heute ist das neue Thema des Monats auf der Homepage online gegangen, →hier findet ihr es.

Ursprünglich wollte ich Bräuche und alte magische Traditionen rund um Weihnachten und die Rauhnächte zusammentragen. Aber wie das immer so ist, beim Schreiben beginnen Texte zu leben und nehmen ihre eigenen Wendungen.

Statt Aufzählungen á la „in der Stephansnacht (26.12.) für die Liebe orakeln“, wollte etwas anderes besprochen werden. Oder besser: jemand. Der Geist der Weihnacht schlich sich zwischen die Zeilen und drehte die Worte um, bis die Auflistungen unwichtig wurden und ich ihn mal machen ließ.

Viel Freude beim Lesen und damit die alten Bräuche nicht zu kurz kommen, können wir uns gerne hier im Blog austauschen, was bei euch üblich ist, was man einfach macht, in der Aventszeit und zu Weihnachten.

Grukarte - Herzen

Eine Heilpflanzen App

app-heilpflanzen

Ihr Lieben, heute mache ich Werbung und ich mache sie sehr gerne. Im November 2013 hatte ich hier im Blog das Heilkarten-Set von Jitka Petrova vorgestellt.

Wer mich ein bißchen kennt, weiß, dass botanical art zu meinen Hobbys gehört. Anders gesagt: Pflanzen naturgetreu malen, so schön, wundersam und vielfältig, wie sie sind. Ich bin also solide vorbelastet.  😉

Jitkas Karten haben mich sofort begeistert, weil sie die Energie und die Devas der Pflanzen in ihren Bildern wunderbar einfängt. Ihre Bilder strahlen und die Beschreibungen auf den Karten sind nicht nur die üblichen Fakten, sondern mit viel Gefühl für die Zwischentöne der Pflanzen verfasst.

Nun gibt es zusätzlich zum Kartenset auch eine App, hier bei Itunes und hier bei Google Play. Schaut einfach mal rein.

Ich schaue oft etwas neidisch zu den Briten herüber, bei denen es ganz normal ist, dass der eine kleine Kalender herausbringt und jemand anderes handgeschriebene und selbst gemalte Büchlein drucken lässt und vertreibt.

Sind wir hierzulande wirklich so drauf, dass wir uns vor allem von anderen berieseln lassen wollen? Das glaube ich nicht, wir müssen die Sachen nur bekannter machen und wenn mir etwas gut gefällt, helfe ich da sehr gerne! 🙂

Hexenkalender 2017

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Es ist eine Tradition geworden: um den Herbstbeginn herum suchen wir die aktuellen Hexenkalender für das kommende Jahr (hier findet ihr die Einträge für die Kalender →2016, →2015, →2014 und →2013).

Wie jedes Jahr liegt die Betonung auf suchen, denn ganz so einfach sind sie nicht zu finden. Manchmal verstecken sie sich in Hexenshops, die selbst einen Kalender herausbringen, manchmal sind es kleine Projekte, die erst noch bekannter werden müssen.

Natürlich schauen wir nicht nur streng nach Hexenkalendern, auch für Astrologie, Mondkalender, Kalender für Frauenspiritualität (gerne auch für Männerspiritualität, wenn jemand was weiß) und so ziemlich jedes andere spirituelle Gebiet sind als Hinweise willkommen.

Ja, auch Apps können dabei sein, weil ich das oft gefragt werde!  😉 Wir leben alte Traditionen, aber wir leben sie heute und jeder kann frei entscheiden, was ihm besser liegt. Ihr kennt sicher auch Leute, die im Internet (!) über das Internet schimpfen und die Ironie dabei nicht erkennen.

Das war vor ein paar hundert Jahren beim Buchdruck nicht anders, auch damals wurde verkündet, dass die Menschheit verdummen würde und wir wissen alle, was daraus wurde. Man muss nicht bei allem krampfhaft dagegen sein, man muss schauen, wie man bewusst mit den Dingen umgeht.

Eure Hinweise und Tipps könnt ihr wie immer als Kommentare unter den Beitrag schreiben, das geht auch anonym und wir werden sicher wieder einiges zusammenbekommen.

Die Klassiker der letzten Jahre möchte ich nicht nochmal wiederholen (Steinhausers Kempter Kalender usw.), da helfen die Links oben, ich möchte nicht jedes Jahr dieselbe Liste schreiben, das wird ja langweilig.

 

Ganz persönlich verwende ich wieder den Kalender „Himmlische Konstellationen“ von Markus Jehle. Das ist ein Astro-Kalender, in dem man für jeden Tag die Positionen der Planeten, ihre Aspekte, Zeichenwechsel usw. findet. Das ist schon ein bißchen spezieller, aber wer Freude an Astrologie hat, für den ist es eine wunderbare Sache.

Der Mondkalender ist bei mir mittlerweile eine App, diese hier ist es geworden. Er sieht ausgesprochen schön aus und es ist alles dabei, was man sich nur wünschen kann (allerdings keine magischen Anwendungen, was für mich OK ist, weil ich das im Kopf habe, aber wer speziell das sucht, für den wäre es nicht die richtige Variante). Das Schöne ist, dass er lange gültig ist und man nicht jedes Jahr ein Update kaufen muss.

Das sind meine kleinen Tipps und jetzt seid ihr dran: Welche magischen und spirituellen Kalender verwendet ihr gerne und welche (Neu)Entdeckungen gibt es für 2017?

 

Unsere spirituellen Urlaubsbücher

IMG_3312Die Ferienzeit steht vor der Tür und was gibt es schöneres als ausgiebig Zeit zum schmökern zu haben. Auf einer grünen Sommerwiese, am Meer, in einer Hängematte im Park, am See… Mit einem schönen Eiskaffee, um Geist und Seele zu erfrischen während der Lektüre. 🙂

Ja, so in etwa sieht mein Stück vom Glück aus und ich meine, dass wir schon einmal sommerliche Buchtipps gesammelt haben und das könnten wir ruhig zu einer kleinen Tradition hier im Blog werden lassen.

In den Kommentaren zum Beitrag könnt ihr gerne eure Buchtipps teilen, das muss auch nicht nur aus der Hexenrichtung kommen, einfach schöne und inspirierende spirituelle Bücher.

Meine aktuellen Tipps und Lieblinge findet ihr im folgenden. Zwei sind auf Englisch und das ist nicht um besonders weltgewandt oder schlau zu wirken, sondern weil es viele spannende Bücher leider nicht übersetzt gibt.

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Vor kurzem sah ich Susan Pesznecker´s Buch „The Magickal Retreat“ und weil das Titelbild so ein bißchen blumig ist, war ich anfangs skeptisch, ob es auch wirklich greifbaren Inhalt hat. Zum Glück siegt im Zweifelsfall immer die Neugier: Und was das für ein tolles Buch ist!

Es geht – wie der Titel schon sagt – darum ein magisches Retreat zu machen, also eine Zeit des Rückzugs zum lernen, zum vertiefen oder um Einsichten zu gewinnen. Sie beschreibt die verschiedenen Phasen eines Retreats und gibt Tipps, wie man es für verschiedene Fokus-Punkte am besten aufbaut. Zum Beispiel mit einem Fokus auf magische Fähigkeiten, grüne Magie, künstlerisches Gestalten, zeremoniale Magie, Weissagung und vieles mehr.

Dieses Buch ist ein Praxisbuch und das Schöne ist: es ist für jeden etwas dabei. Man findet Ideen für mehrere Tage, aber auch wenn man nur ein paar Stunden frei hat für sein Retreat findet man Anregungen, was in einem kürzeren Zeitrahmen gut machbar ist.

Abgerundet wird das Buch mit zahlreichen Fragebögen, in denen man die eigenen Ziele abstecken kann, Abläufe plant und sich einfach gut vorbereiten kann, so dass es eine runde Sache wird. Ein tolles Buch, auch und gerade für alle, die sich endlich mal mehr Zeit nehmen möchten.

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Eine weitere Entdeckung ist Wilfried Reuters Buch „Zusammen aufwachen: Buddhistische Weisheit für glückliche Beziehungen“. Ich entdeckte den Autor durch ein anderes Buch „Der Tod ist ganz ungefährlich“, aber das ist eher ein Thema für Samhain.

Er ist buddhistischer Lehrer und arbeitet im ganz normalen Alltag als Frauenarzt in Berlin. Viele Fallbeispiele im Buch stammen also direkt aus der Praxis, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Autor ist keiner, der von oben herab schreibt oder ich nenne es jetzt mal „blumige buddhistische Weisheiten voller Happieness“ unter´s Volk bringt, um selbst als Strahlemann dazustehen (solche gibts ja zur Genüge).

Nein, das Buch ist ehrlich. Es geht um ganz normale Menschen, die im ganz normalen Beziehungsleben stehen (nicht nur Liebesbeziehungen, alle Beziehungen) und sie gut meistern möchten.

Ich mag vor allem die Art die Ideen weiterzugeben sehr gerne, das ist so echt. Es gibt gerade bei Beziehungsratgebern (und spirituelle Beziehungsratgeber erst…) so viel rosa Sauce, die einen mit schwelenden Unzulänglichkeits-Gefühlen zurücklässt: Wenn das alles so positiv ist, warum kriege ich es bloß nicht auf die Reihe?

Wer einen wirklichen Beziehungsratgeber sucht (wie gesagt für alle Beziehungen, nicht nur die Liebe), wird tolle Inspiration und Gedanken darin finden, auch für „gute“ Beziehungen ist das Buch noch eine Bereicherung.

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und dann ist da noch „Jailbreaking the Goddess“, ein Buch, das bei mir offene Türen eingerannt hat. Bei der üblichen Einteilung der Göttin in Jungfrau, Mutter und weise Alte hatte ich immer so ein hintergründiges dumpfes Gefühl. Irgendwas war nicht rund.

Ich lerne schließlich so viele Frauen in meinem Beruf kennen und jede von ihnen ist so vieles, dieser Biologismus wird ihnen einfach nicht gerecht.

Stattdessen entwirft die Autorin Lasara Firefox Allen ein fünffaches Modell, bestehend aus den unterschiedlichsten Aspekten. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich Herzklopfen hatte und gedacht habe: Ja, das ist es! Damit kann sich jede von uns identifizieren. Oder sich zumindest inspirieren lassen und Neues entdecken.

Die fünf verschiedenen Typen (ich will nicht zu viel verraten) sind außerdem nicht statisch. Jede von uns kennt jeden dieser Aspekte, durchläuft sie immer wieder im Leben.

Gleichzeitig ist das Buch ein Praxisbuch. Für jeden der Aspekte gibt es zahlreiche Übungen, Vertiefungen, Wege wie man mit dieser Energie des weiblichen Göttlichen in Verbindung kommen kann.

Das Buch ist gerade erst erschienen, hat begeisterte Kommentare von Starhawk bis Lon Milo DuQuette geerntet und ich bin mir sicher, dass es die Göttinnen-Spiritualität nachhaltig inspirieren und wichtige Diskussionen anregen wird.