Video mit Katze, ach nein: zu alten volksmagischen Büchern

Wer immer mal bei Instagram reinschaut, wird spätestens bei diesem Video den Verdacht nicht los, dass die kleine Spanierin (unsere rot-weiße Katze) sehr gerne vor der Kamera steht. Nur weil sie eine Fass-mich-nicht-an-Katze ist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht bei allem dabei sein muss und unglaublich neugierig ist.

Eigentlich geht es in diesem Video um die sogenannte magische Hausväter-Literatur. Also Zauberbücher aus dem 18. bis 19. Jahrhundert, die so etwas wie eine Sammlung magischer Absicherungen gegen die Gefahren und Probleme dieser Zeit waren.

Was wir heute daraus ziehen können und wie spannend dieser Blick durch das magische Schlüsselloch der Geschichte ist, darum geht´s im neuen Video.

Selbstverwirklichung

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Letztens kam ich mit einem guten Freund auf das Thema Selbstverwirklichung.

Das arme Wort muss für ganz schön viel herhalten. Einerseits wird es oft als unterschwellige Egoismus-Unterstellung gebraucht. Der/die will sich jetzt selbst verwirklichen! – dieser Satz fällt selten ohne abfälligen Unterton.

Und andererseits zum inneren Aufputschen: Hopp, hopp, bloß nicht nachlassen, verwirklichen, verwirklichen!

 

Dabei ist alles viel einfacher und sehr alt. Das Wort ist freundlich und kein bißchen egoistisch, wenn man es spirituell betrachtet. Selbst-Verwirklichung. Man macht also wirklich, wer man ohnehin schon ist. Man bringt es in die Welt, setzt es um. Das ist weit weg von Profilneurosen und Selfie-Mentalität.

Sich selbst zu verwirklichen ist oftmals harte Arbeit. Nichts könnte weiter weg sein von: Ich mache, was mir gerade durch den Kopf schießt. Man muss auf die Welt bringen, wofür man gemacht ist. Das hat viel mit der inneren Berufung zu tun.

Wir sind ja keine Zufälle. Das Leben hat uns gewollt, sonst wären wir nicht hier. Jeder wird mit Gaben ausgestattet, die er einbringen soll. Es geht um ein Geflecht, das Geflecht des Lebens, in dem jeder von uns ein Farbtupfen ist. Die Natur hat dafür gesorgt, dass die Rechnung aufgeht. Von jeder Farbe ist jemand da.

Natürlich haben wir es schwerer als in alten Kulturen, wo manchmal bis heute orakelt wird, welche Gaben ein Baby wohl in die Gemeinschaft bringt und was seine Bestimmung ist. So ähnlich gab es das bei uns früher auch, wenn auch sehr rudimentär oder von Aberglauben zerfurcht, weil das ursprüngliche Wissen verloren ging. Heute kommt bei uns am ehesten noch das Geburtshoroskop heran.

 

Sich selbst zu verwirkliche bedeutet in die Gemeinschaft einzubringen, was einem »von oben« mitgegeben wurde. Die Sachen, die man richtig gut kann. Und das ist nicht immer ein Fest. Manchmal ist es mehr ein sprichwörtliches Päckchen zu tragen, als ein Geschenk. Aber wenn man wirklich auf seinem Pfad ist, werden sich die Türen öffnen.

Das ist wie mit dem »wahren Willen« in der klassischen Magie. Der Begriff ist auch oft mißverstanden worden, weil er gerade nicht bedeutet: Ich will, ich will! Auch da trifft man wieder auf das alte Wissen, dass man gewissermaßen wollen soll. Dass man einen Auftrag hat (an dem man sich durchaus auch mal reibt). Eben dass wir Menschen keine Zufälle sind. Es gibt Arbeit zu tun!

Wir haben Aufgaben und müssen herausfinden, was wir tun w/sollen. Dann verschwindet auch – trotz allen möglichen Herausforderungen – die graue Wolke der Depression, die so viele klamm umhüllt.

Übrigens – das muss man heute immer dazu sagen – ist Selbstverwirklichung nicht auf den Beruf beschränkt. Damit überforden sich viele, das sehe ich auch oft beim Kartenlegen. Es ist völlig in Ordnung einen Brotberuf zu haben und in der freien Zeit auf die Welt zu bringen, wer man ist. Ältere Leute sind da oft gelassener: Ja, das ist mein Job, aber in meiner Freizeit… und dann leuchten die Augen! Das ist auch ein Weg.

 

 

Es ist recht ruhig im Blog…

… im Moment, was bedeutet: der Bär steppt! 😉 Natürlich fallen einem genau dann lauter schöne Themen ein, über die man gerne schreiben würde. Als »Herrin der Zettel« (und Notizbücher!) vergesse ich zum Glück recht wenig, das kommt alles noch.

Für dieses Jahr kristallisieren sich die ersten Pläne heraus, bei einem bin ich schon mittendrin und das ist der lange geplante Onlinekurs für die Skatkarten.

Wer sich in die Info-Liste eintragen lassen möchte: eine Mail an claire@hexe-claire.de mit dem Betreff „Skatkurs“ reicht. Das verpflichtet zu nichts, es bedeutet einfach nur, dass man eine Infomail bekommt, wenn der Kurs online geht.

Er sollte bis Ende des Jahres fertig sein, das braucht Zeit, weil sich vieles beim Schreiben entwickelt. Da gibt es so viele Fragen aus der Praxis: Wo sind die Stolpersteine, was kann man wie lösen? Welche Kniffe gibt es, was kann man sich sparen und was ist wirklich hilfreich?

Das ist immer der Punkt, wo es spannend wird. Für Anfänger ein Graus, für Fortgeschrittene eine sportliche Herausforderung, dieser Moment, in dem man vor den Karten sitzt und sich grübelnd fragt: Was will mir der Künstler damit sagen?

Es ist Arbeit das Kartenlegen zu erlernen, aber ich hoffe, dass ich genügend Spaß und Abwechslung hineinbringen kann, damit es nicht zäh oder langweilig wird. Denn zwischendurch hat jeder mal einen Hänger (ich hatte auf YouTube mal ein Video zum toten Punkt beim Kartenlegen gemacht).

Überhaupt gibt´s da so viele Mythen, die Anfänger entmutigen. Man muss es nicht von heute auf morgen drauf haben. Es ist auch nicht zu erwarten, dass man ein Kartenpäckchen erblickt und auf wundersame Weise ein Erweckungserlebnis hat, woraufhin man alle Karten automatisch beherrscht.

Wenn man so etwas hört, denkt man natürlich: Oh je, mit mir wird das wohl nichts werden.

Ich habe bei sowas immer die Stimme von Hape Kerkelings genialer Figur der Evje van Dampen im Ohr. Wie er auf seine unvergleichliche Art verkündet: Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit! Das gilt nicht nur für die Liebe, das schadet auch beim Kartenlegen nicht. Aber mit mindestens genauso viel Spaß, wie die unvergleichliche Evje verbreitet. 😀

Fall sie jemand tatsächlich nicht kennen sollte (oder heute noch nicht gelacht hat):

 

 

 

Ein neues Video über Kristallkugeln

Da war ja noch ein Video! Unveröffentlicht lacht es mich bei Youtube an. In letzter Zeit war so viel los, dass an neue Videos nicht zu denken war. Umso schöner, wenn man ein früheres Video wiederfindet, damit die Pause nicht so lang wird.

Diesmal geht es um eine ziemlich häufige Frage und zwar wie man die richtige Kristallkugel für sich aussucht. Kristallkugeln gelten gemeinhin eher als schwieriges magisches Hilfsmittel. Dabei sind sie wirklich einen Versuch wert.

Das ist nicht nur etwas für besonders Begabte, meist fehlt nur die Geduld oder man verkrampft zu sehr. Pausen und eine gute Prise Humor helfen da ungemein. Oft ist der Punkt, an dem man befreit über seine Anspannung und die allzu ernsthaften Bemühungen lachen kann genau der Punkt, an dem der Knoten platzt.

Ein paar Tipps für das richtige „Startgerät“ findet ihr in diesem Video:

(Unser Kater vom Video-Bild guckt seit einer Weile vom Katzenhimmel aus zu. Er war immer sehr interessiert an solchen Sachen. ❤ Nur beim pendeln war er immer ein bißchen zu engagiert und wollte sozusagen direkt ins Schicksal eingreifen…)

April, April und das neue Thema des Monats

Oh je, heutzutage nehmen viele Leute alles so ernst. Ich habe überlegt, ob ich etwas fröhlich-abwegiges ins Blog schreibe. Aber als ich sah, dass sogar diese witzige Meldung der Tagesschau zum Teil ernsthaft kommentiert wurde, konnte ich nur den Kopf schütteln.

Die Leser haben die Meldung sozusagen bierernst genommen: eine heimliche Rockergruppe vom LKA, die sich „Schnelles Helles“ nennt. Wie kann man da den Scherz nicht erkennen? 😀

Wie dem auch sei, gerade ist das neue Thema des Monats auf der Homepage online gegangen, diesmal geht es um die Top 5 Fragen zum Kartenlegen.

Viel Freude beim lesen und bitte: Schickt euch in den April! Was wäre das Leben ohne solche kleinen Traditionen. Ich werde jedenfalls noch heute eine neue Karriere als Ufo-Forscherin aufnehmen. Doch, wirklich! 😉

 

Das neue Thema des Monats…

beim stöbern in alten Fotos entdeckte ich
letztens diese Aufnahme von 2004

… findet ihr ab jetzt auf der Homepage. Passend zur dunklen Jahreszeit geht es diesmal um Orakel, das Wahrsagen (damals und heute) und die Frage, was Schicksal ist und was nicht.

Viel Freude beim Lesen! 🙂

Orakelsommer der letzte Teil: Wer antwortet da eigentlich?

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Die ersten Pilze sprießen, der erste zarte Duft von Herbst liegt in der Luft und auch wenn die Tage nochmal richtig schön werden sollen: die Nächte werden schon kühler und der Wandel der Jahreszeit zeichnet sich langsam ab. Wollen wir hoffen, dass uns ein schöner goldener Spätsommer bevorsteht.

So langsam geht auch der Orakelsommer seinem Ende entgegen, vielen Dank für eure Zuschriften! Meist kamen sie per Mail, nicht alles konnte ich beantworten, aber das bedeutet nicht, dass ich mich nicht darüber freue.

* * *

Letztens fragte mich jemand beim Kartenlegen genau das, was ich als abschließendes Thema der Sommer-Serie im Blick hatte: „Ich kann nicht fassen, dass du das siehst, es ist mir fast ein bißchen unheimlich. Sag mal: Wer antwortet da eigentlich? Woher kommen die Botschaften?“

Ich dachte schon das würde nie jemand fragen! 🙂 Ich bin´s jedenfalls schonmal nicht, ich bin nur die Dolmetscherin. Jeder Kartenlegerin und jedes Medium, das von sich behauptet selbst die Quelle der Weisheit zu sein, muss dringend nochmal nachsitzen, um die Grundlagen zu verstehen.

Nichts kommt aus dem Nichts. Orakel sind Kommunikation, keine Einbahnstrasse. Es gibt die spirituelle Welt. Die ist nicht nur ganz weit irgendwo da draußen, sondern auch direkt mit unserer Ebene verwoben. Das ist wie bei einem Radio: je nachdem welche Wellenlänge ich einstelle höre ich ein anderes Programm. Die meisten Menschen hören das Programm „Alltag“, aber egal wie alltäglich es auch sein mag, jeder kennt auch die andere Ebene.

Man denkt an jemanden, kurz bevor er einem eine Nachricht sendet, man weiß einfach, dass etwas bestimmtes schief gehen oder klappen wird, man hat da so ein Gefühl…

Je nach Kulturkreis haben sich unterschiedliche Vorstellungen herausgebildet. Für manche ist der liebe Gott der Chef und unter ihm sind Engel als Boten für uns da (angelos = Bote). Bei den Indianern ist es der Great Spirit, der mit Hilfe von Tiergeistern usw. die Nachrichten überbringt. Es gibt Göttinnen und Götter, Schutzgeister, Ahnen, Schutzengel, gute Muhmen… – die Liste ist wirklich lang, je nach Region und natürlich auch der geschichtlichen Epoche.

All das kreist in vielen Facetten um den Kern, dass es wohlwollende Kräfte „drüben“ gibt, die uns im Hier und Jetzt helfen wollen, wenn wir offen dafür sind.

Schon Einstein sagte dazu etwas sehr bemerkenswertes:

Die wichtigste Frage, die sich ein Mensch stellen kann, lautet: Ist das Universum ein freundlicher Ort?

Das ist für heutige westliche Menschen oft erstmal schwer: Warum sollten diese Kräfte das tun? Woher weiß ich, dass das echt ist und man es sich nicht bloß einbildet?

Letztendlich kann man die Zweifel zusammenfassen als: Wieso sind die so nett? Wir sind es einfach nicht gewohnt um unserer selbst willen geliebt zu werden oder einfach „jemand“ zu sein, so wie wir sind (nicht erst in einer optimierten Fassung, in unserer „besten Version von uns selbst“).

In einer Kultur, in der man sich alles erst verdienen muss, bedeutet das ein großes Umdenken, dem ein vorsichtiges Herantasten folgt. Immer mit der Ruhe also, das braucht wirklich seine Zeit.

Im Grunde sind Orakel eine Methode mit diesen hilfreichen Wesen Kontakt aufzunehmen und sie um Hinweise und Rat zu bitten. Man muss nicht alles alleine schaffen, sondern kann sich Hilfe holen.

Egal ob in Afrika, bei den traditionellen Indianern, bei den Aborigines, bei den Eskimo, bei mexikanischen Curanderos oder sibirischen Schamane und auch bei uns (die germanischen und keltischen Seherinnen und Priester waren berühmt) wurde und wird fleißig orakelt, um es sich ein bißchen leichter zu machen und Rat von „drüben“ zu bekommen.

Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, denn das bedeutet auch, dass wir nicht die Krone der Schöpfung sind, dass es andere gibt, die mehr wissen und klüger sind, weil sie größere Teile des großen Ganzen überblicken können. Wenn das Ego diese kleine Kränkung überwunden hat, wird dieses Bewusstsein aber zu einer großen Kraftquelle: egal wie hart das Leben kommt, man ist nicht alleine. Man kann etwas tun und selbst wenn man mal nichts tun kann (wir sind nicht allmächtig und jeder hat sein Päckchen zu tragen), ist man nie verlassen, nie ganz allein.