Euer Feedback

Da habe ich wohl einen Nerv getroffen, das letzte Thema ist nach dem Motto: im Blog passiert nichts, aber der Buschfunk vibriert förmlich. Danke für eure Zuschriften, in denen es oft auch um die eigenen dunklen Momente ging.

Das ist ein wichtiger Aspekt, es geht natürlich nicht nur um das, was eventuell von anderen kommt. Geht man davon aus, dass andere einem Ungutes senden können und ist man nicht allzu eitel, dann ist der zweite Gedanke natürlich: Was mache ich eigentlich mit meiner Energie? Wie sieht es da aus?

Das ist ein wichtiges Thema, es wird nur gerne unter den Teppich gekehrt. Wenn die anderen nicht immer Engelchen sind, gilt das natürlich auch für einen selbst. In den Traditionen des Espiritismo heißt es: Für jedes Engelchen hast du auch ein Teufelchen. Das ist ehrliche Menschenkenntnis – und etwas, mit dem man arbeiten kann.

Jeder Mensch hat Licht und Schatten. Wenn man das verdängt, köchelt es unbewußt weiter oder sucht sich eigenmächtig seine Kanäle. Deshalb ist das Hinschauen so wichtig, damit man innerlich durchlässig bleibt und damit arbeiten kann.

Es gibt spirituelle Traditionen, die sehr bewusst damit umgehen, in denen man gar nicht erst von der unrealistischen Annahme ausgeht, dass Menschen immer gut wären. In manchen buddhistischen Wegen macht man z.B. vorbeugend zu Neu- und Vollmond ein Entschuldigungsritual. Man bittet dabei ehrlich um Verzeihung für das, was man bewusst oder unbewusst getan hat, das nicht ganz so optimal war.

Das ist ein sehr schön Ansatz. Es geht nicht darum, sich selbst in den Staub zu treten. Was nutzt ein Büßer im Staub, der am Ende auch noch selbstmitleidig ist? Gar nichts. Es geht darum »durchzuputzen« und wegzuräumen, was man anderen vor die Füße geknallt hat. Egal ob verbal oder energetisch, gezielt oder einfach so rausgerutscht.

Wir werden niemals perfekt sein, aber wir können unser Herz öffnen und sagen: Das gehört in den Müll und nicht vor deine Füße, ich packe es jetzt weg. Und danach uns selbst in den Arm nehmen und sagen: Verdammt, manchmal ist es nicht leicht, aber ich mache das Beste daraus, was mir im Moment möglich ist. Dann ist ein guter Anfang gemacht.

 

Flüche

Im Gegensatz zu früheren Zeiten in der Hexen-bewegung (der westlichen! – andere Kulturen waren nie so leichtsinnig) wissen heute die meisten, dass nicht alles Licht und Liebe ist, wie früher die Parole hieß.

Damals galt die mehr oder weniger ausgesprochene Annahme: Fühlt sich jemand verflucht, dann bildet er sich das ein. Oder es wird als bequeme Ausrede benutzt, um die angebliche Bosheit anderer Leute herzunehmen, damit man nichts am eigenen Leben ändern muss.

Das gibt es natürlich auch. Als ich in meinen Anfängen steckte, neigte ich ebenfalls zu dieser Ansicht. Man bekam außerdem oft mit, wie Flüche dazu benutzt wurden, um teure Rituale und Talismane zu verkaufen. Das lief meist so ab, dass kostenloses Kartenlegen oder Handlesen angeboten wurde. Dabei wurde festgestellt, dass ein schwerer Fluch auf der Person lasten würde, der dann gar nicht mehr so kostenlos entfernt werden sollte.

Das ganze Thema hatte einen ziemlich dubiosen Ruf und man versuchte es elegant beiseite zu reden, Stichwort: fehlende Eigenverantwortung der Betroffenen. Moderne Magie ist gute Magie, alles andere war finstere Vergangenheit.

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Bis mich vor einigen Jahren der Hilferuf eines Pferdewirtes aus dem Norddeutschen erreichte. Er schilderte, dass es jemanden gibt, der ihm die Pferde verhexe. Auf dem Land sei manches noch anders und es gäbe in der Gegend ein paar Leute, die sich auf sowas verstehen.

Es war sofort klar, dass es ihm ernst war. Er war typisch norddeutsch, geradling, sparsam mit Worten und auf Fakten bedacht. Kurz gesagt: der letzte Mensch, von dem man erwarten würde, dass er sich verflucht fühlt. Gewissenhaft zählte er auf was zu welchem Zeitpunkt passiert war, welche Veränderungen er auf seinem Grundstück bemerkt hatte, wie es den Tieren danach ging.

Dieser Moment war ein wichtiger Wendepunkt. Manchmal braucht man diesen einen Moment, in dem einem ein Licht aufgeht und man erkennt, dass man nicht mit dem Strom der allgemeinen Meinung schwimmen kann, sondern sich selbst ein Bild machen muss.

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Warum wohl werden Geistheiler, Schamanen und die verschiedensten Priesterinnen und spirituellen Medien auf der ganzen Welt darum gebeten, negative Energien zu erkennen und zu vertreiben?

Ich muss gerade an die Geschichte eines westlichen Forschers denken, der sich mit einem traditionellen Schamanen unterhielt. Der Forscher pries das naturverbundene Leben und den Einklang, in dem er leben würde. Der Schamane antwortete: Ach, so harmonisch ist das alles nicht, ich verbringe den ganzen Tag damit böse Geister zu töten.

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Wir haben auch oft eine falsche Vorstellung, wenn wir von Flüchen reden. Bei einem Fluch denkt man an jemanden, der in einem düsteren Zimmerchen dunkle Kerzen anzündet, Puppen malträtiert oder hinterhältige magische Büdel zusammenschnürt.

Doch es kann so viel mehr sein. Das Wort »Energieübetragung« wäre viel treffender, weil man dann nicht all diese Zaubergeschichten im Kopf hat, sondern das große Bild sieht.

Energie kann viele Wege gehen, auch wenn sie in Form von gezielten negativen Gedanken kommt ist das spürbar. Wer hat noch nie eine Person mit einer Aura erlebt, die einen instinktiv zurückweichen ließ. Oder einer Person, die man ambivalent findet, etwas ausgeliehen, nur um hinterher mit diesem Gegenstand zu fremdeln.

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Ich glaube jeder kennt solche mulmigen Momente und deshalb ist es so wichtig die Vorstellung vom Fluch als (ich sag´s jetzt mal salopp) »schwarze Kerzen anzünden und böse Sachen dazu sagen « aus dem Kopf zu bekommen.

Die Energie des Neides hat unter diesen Energien einen besonderen Stellenwert, sie wird als böser Blick, als malocchio (böses Auge) oder ohlhos grandes (große Augen) bezeichnet. Dafür muss man keine Kerze anzünden, das funktioniert auch so.

Interessanterweise braucht es mit Menschen aus Italien, Griechenland, der Türkei, dem Balkan oder aus dem ehemaligen Ostblock wenig Worte dazu. Jeder weiß was gemeint ist. Ich frage mich manchmal, wie dieses Wissen bei uns weggebrochen ist. In den alten Zauberbüchern (wir hatten ja gerade die Mosis-Büchlein hier im Blog) findet man das Thema noch ganz selbstverständlich.

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Waren unsere Vorfahren abergläubischer als wir? Sicher waren sie das, sie kannten für viele Dinge noch nicht die Ursachen und waren in einem völlig anderen Ausmaß von Leid, Krankheit und Tod umgeben als wir. Aber sie waren nicht dümmer und sie konnten gut beobachten, vermutlich besser als wir es heute können, mit all den Ablenkungen im Alltag.

Bei diesem Thema ist Panikmache nicht der richtige Weg und trotzdem kann man es nicht einfach beiseite schieben. Nach wie vor beschäftigt es viele im stillen Kämmerchen, sonst bekäme man nicht so viele Fragen dazu gestellt.

Naturgemäß gibt es viele Sichtweisen dazu und das ist auch richtig, jeder soll sich seine Meinung bilden. Aber wir wissen alle, dass der Mensch nicht nur aus Licht und Liebe besteht und das gilt nicht nur für seine körperliche und seelische Ebene, sondern natürlich auch für den Geist.

Je bewusster man damit umgeht, desto besser. Die Welt ist deshalb nicht in einem ständigen spirituellen Kriegszustand (dieses überzogene Bild wird dann ja gerne gezeichnet). Aber wenn mal etwas ist, findet man schneller Lösungen, wenn man alle Möglichkeiten im Blick hat.

Es sind Ferien… Teenwitches

Heute eine kleine Unterbrechung beim Orakelsommer, denn es sind Sommerferien und dann erreichen mich immer viele Fragen interessierter Leute von etwa 11 bis 15 Jahren.

Das überrascht mich nicht, schließlich ist das das Alter, in dem traditionelle Kulturen die Jugendlichen in spirituelle Themen einführen, sei es durch Initiationen oder Rituale. Unbewusst spüren das viele Teens auch bei uns noch, das ist das typische Alter, in dem das erste Interesse an spirituellen Themen aufkommt. Übrigens bei Jungs wie Mädchen gleichermaßen, zumindest ist es bei meinen Zuschriften so.

Bei uns stehen sie in dieser Situation oft ziemlich alleine da, da gibt´s vielleicht mal Orakelkarten in der Bravo oder man leiht sich verstohlen entsprechende Bücher in der Stadtbibliothek aus (na gut, das war zu meiner Zeit vor dem Internet so 😉 heute geht´s natürlich ab ins Web) und wer ganz mutig ist probiert mal Gläserrücken aus.

Manchmal mit negativen Folgen, weshalb ich finde: wir müssen die Jüngeren an die Hand nehmen, damit sie nicht ganz alleine rumprobieren müssen und dabei am Ende negative Erlebnisse haben oder Dinge erfahren, die sie nicht einordnen können und die sie dann beunruhigen.

Daher heute zwei aktuelle Fragen, die gerade besonders häufig sind, ich habe sie natürlich ein bißchen verfremdet, damit die Diskretion gewahrt bleibt:

Ich interessiere mich sehr für Zauberei und Magie etc.
Ist Magie gefährlich? Ist Magie schwarz oder weiß?

Und was sind „Symptome“  das man eine Hexe ist?

Ich liebe die Harry Potter Reihe und wollte fragen ob es Ähnlichkeiten gibt zwischen der erfundenen Magie und der, die es wirklich gibt.

Das sind wichtige und gute Fragen!

Zum Hexentum habe ich letztens ein Video gemacht (zu den „Symptomen“), das findest du hier: http://www.hexe-claire.de/youtube-video-bin-ich-eine-hexe/ .

Magie ist nicht gefährlich, wenn man nicht absichtlich etwas Negatives ruft. Alle traditionellen Völker haben damit gearbeitet und zwar um zu helfen und zu heilen, die Indianer zum Beispiel oder die Schamanen in Russland und bei den Eskimos, aber auch in Afrika und Australien. Überall auf der Welt ging es darum die guten Kräfte zu bewegen, damit sie uns helfen.

Wenn man es unbedingt will kann man schwarzmagisch arbeiten, das ist schon möglich. Aber es bringt einen nicht weiter und stiftet nur Schaden. Weiße Magie ist dazu da zu helfen und zu unterstützen.

Die erfundene Magie, wie bei Harry Potter usw. nimmt die echte Magie als Inspiration, aber natürlich wird da einiges hinzugefügt, es soll ja unterhaltsam sein! 😉 Das hat also nichts mit der echten Magie zu tun bzw. es ist Unterhaltung. So ähnlich wie ein Krimi im Fernsehen die echte Polizeiarbeit als Vorlage nimmt, aber nach Belieben ausschmückt und jeder echte Polizist muss schmunzeln, was sie alles daraus machen.

Trotzdem hat es seinen Wert, denn für viele sind Harry Potter (früher auch die Serie „Charmed“ oder Bücher wie „Die kleine Hexe“) usw. der Einstieg in die Magie. Auch wenn es „nur“ Unterhaltung ist, erinnert es die Menschen daran, dass es diese alten Wege nach wie vor gibt und manche interessieren sich dann tiefergehend dafür.

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Ich bin so verliebt in … (an dieser Stelle folgt dann immer eine herzerweichende Beschreibung all der schönen Eigenschaften des Jungen/Mädchens und ich hoffe die Betreffenden ahnen auch nur, wie liebevoll sie betrachtet werden). Ich weiß, dass es Zauber gibt und glaube an Magie. Was kann ich nur tun?

Wenn all die älteren Hexen heute noch die Jungs bzw. Männer hätten, die sie sich damals so sehr gewünscht haben… oh je!

Aber ich weiß natürlich was du meinst und mein Rat ist: genieße die Liebe und die Schmetterlinge und das ganze Chaos, das damit einher geht. Die Jungs, mit denen du jetzt Erfahrungen sammelst, sind meist nicht die, bei denen es endgültig bleibt (mit der Jugendliebe alt werden ist etwas, das es nur ganz selten gibt).

Sei selbstbewusst, dein Glück hängt nicht an einem Mann, auch wenn die Liebe toll ist und einem tausend Gefühle beschert. Versuch sie nicht mit Ritualen festzunageln, auch wenn jeder weiß, wie verlockend das sein kann (und das hat nichts mit dem Alter in Jahren zu tun, die Zahl im Ausweis sagt nichts über innere Reife aus).

… und was wissen die Älteren schon von der Liebe, wenn sie davon reden, sie nicht ganz so dramatisch zu nehmen (wir waren auch mal jung und haben das ganze Gefühlschaos ebenfalls durch, ein bißchen was könnt ihr uns schon glauben 😉 ).

Vermutlich suchst du dir also doch irgendwas raus und probierst es aus, also sei so klug und sage immer dazu. „…wenn es für alle das Beste ist“, dann passt das Universum gut auf dich auf, damit nichts nach hinten losgeht.