Eine gesegnete Tagundnachtgleiche

Euch allen ein schönes Ostara! Ich schreibe das unverdrossen, auch wenn seit dem Morgen wieder dicke Schneeflocken vor dem Fenster tanzen.

Bei diesem winterlichen Ambiente kommt man direkt in Stimmung für ein gutes Buch und eine heiße Tasse Tee. Vor einer Weile hatte ich zur Urlaubslektüre ein Buch von Rudi Beiser über essbare Wildpflanzen vorgestellt.

Von ihm gibt es aber noch andere Bücher, wie das wunderschöne „Kraft und Magie der Heilpflanzen“, das sich (auch wenn es der Titel nicht gleich vermuten lässt) auch ausführlich mit den Jahreskreisfesten beschäftigt.  

Natürlich geht es bei Büchern zuerst um den Inhalt, aber das Auge isst bekanntlich mit und dieses Buch hat beides. Es ist auch innen wunderschön gestaltet:

Ich wollte es schon länger bei den Buchtipps erwähnen, aber jetzt wurde es wirklich mal Zeit. Zum Jahreskreis gibt es so viele Bücher mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Mal geht es vor allem um Brauchtum, mal um die innere Entwicklung im Spiegel der Jahreszeiten.

Dieses Buch nimmt die Pflanzen und das mit ihnen verknüpfte Brauchtum als Ausgangspunkt. Ich mag die ehrliche Herangehensweise, so wird bei manchen Bräuchen auf die damit verbundene Frauenfeindlichkeit hingewiesen, die früher ganz normal war.

Viele Bücher idealieren alles, was aus der Vergangenheit stammt. Beim Thema Heilung (was an die Pflanzen angrenzt) sieht man das so oft. Da fragt man sich als heutiger Mensch, warum die Lebenserwartung derart niedrig war, wenn alle so wunderbar im Einklang mit der Natur gelebt haben.

Aber das ist ein anderes Thema und an dieser Stelle möchte ich einfach dieses wunderbare Buch über den grünen Klee loben. :) Wer sich für Pflanzen, den Jahreskreis und ausgesprochen schöne Bücher interessiert, wird es lieben.

 

(Und nein, ich bekomme kein Geld dafür. Mit Werbung hätte ich kein Problem, die würde ich aber kenntlich machen. Dieses Buch mag ich einfach so und schöne Dinge muss man weitersagen. ;) )

Ein frohes Mabon!

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eine neugierige Amsel am Kulkwitzer See

Ein wunderbares Mabon euch allen!

Weil die Frage gerade oft gestellt wird: Natürlich kann man Hexenfeiertage auch am Wochenende davor oder danach feiern.

Oft ist es gar nicht anders möglich. Wenn man es realistisch sieht, ist ein ausgeruhtes Fest doch viel schöner, als wenn man nach einem langen Arbeits/Familientag mit summendem Kopf versucht irgendwas auf die Beine zu stellen, obwohl man sich gar nicht danach fühlt.

Die Energien der Feste sind mehr wie Wellen, das sind keine Stichtage auf dem Kalender. Mittlerweile lösen sich einige ganz von den festen Daten und feiern dann, wenn sie diesen Umschwung der Energie in der Natur fühlen. Das ist ein wunderbarer Ansatz.

Zumal man bei den Festen manchmal merkt, dass sie ursprünglich im britischen Wicca zusammengestellt wurden und das meine ich klimatisch: in Südengland hat man zu Imbolc eben schon Schneeglöckchen, während wir oft noch unter einer kalten, grauen Wolkendecke sitzen und vor uns hingrummeln, wann endlich der Frühling kommt.

Es mit der Natur hier vor Ort abzustimmen ist inspirierend und gibt einem einen neuen Blickwinkel. Natürlich spricht auch nichts dagegen zu den „offiziellen“ Terminen zu feiern. Dann hat man das schöne Gefühl, dass gerade tausende andere Menschen ebenfalls feiern und spürt diese besondere Verbundenheit.

Zum Schluss muss man es ausprobieren – und das darf man auch. Viele wollen es ganz besonders richtig machen und das zeigt, dass es einem ernst ist. Aber ihr habt wirklich Spielräume, zum Schluss zählt, dass es Sinn ergibt und sich stimmig anfühlt.